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Glaubt ihr an Gott ?

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Glaubt ihr an Gott?


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    65
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hallo Threadteilnehmer und Leser!

Zum Stichwort Atheismus fällt mir oft Der Mythos von Sisyphos von Albert Camus ein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mythos_von_Sisyphos meinte:
Für Camus befindet sich der Mensch in einer absurden Situation. Das Absurde besteht in dem Spannungsverhältnis zwischen der Sinnwidrigkeit der Welt einerseits und der Sehnsucht des Menschen nach einem Sinn bzw. sinnvollem Handeln. Welche Konsequenzen sind aus dieser Situation „ohne Hoffnung“ zu ziehen?

Der Atheismus kommt mir wie eine Insel vor, während der Theismus "flächendeckend, allumfassend" denkt.
Der Atheist lehnt sich gegen die absurde, ungerechte Welt ohne Sinn auf. Aber er weiß, dass seine Auflehnung nicht mehr als ein Protest ist (vergleiche auch dazu "Der Mensch in der Revolte" von Camus).

Also meines Erachtens leben protestierende Revoluzzer angestrengter, aufgeregter, angeschlagener als Gläubige. Ich denke nur an Sisyphos, der sich wieder mit dem Felsbrocken abmühen muss. Das Anrennen gegen die Ungerechtigkeit der Welt (in einem Kosmos ohne Trost) hat psychosomatisch sicherlich nicht die besten Auswirkungen 🙂.
 
@ EuFrank:
Mit der selben Logik - also das anrennen gegen eine Mehrheit - könntest du auch rechtfertigen, dass es eben einfacher und "glücklicher" war, im Dritten Reich ein Mitläufer zu sein, anstatt im Widerstand zu kämpfen.
 
Hallo Dr. House!

...@ EuFrank: Jetzt ist Gott auch Heimat? 😉
Vielleicht glauben die Menschen nicht an Gott, im Sinne vom christlichen Gott.
Aber eine immer noch überwältigende Mehrheit glaubt, an eine Art Gott oder höheres Wesen.
Ich glaube, dass viele Christen auch eine gewisse schmerzliche Ferne zu ihrem Gott spüren. Christen möchten mit Gott verbunden sein. Und Christen haben auch oft Zeiten, in denen sie sich von Gott verlassen fühlen etc. Gott ist also auch für viele Christen ein ferner Gott. Insofern besteht für viele Christen eine Distanz zwischen ihnen und Gott. Und insofern halte ich es durchaus für legitim, wenn man Gott als Heimat (eine zu überwindende Distanz) bezeichnet. Diese Formulierung ist sicherlich allgemeines klassisches Gedankengut im Christentum.
 
Es geht um den Unterschied.
Wenn das tatsächlich so wäre, könnte man von der Straße wahrlos 5 Atheisten und 5 Gläubige nehmen.

Die Gläubigen müssten durch die Bank weg, bessere Werte haben, als die Atheisten.
Glaubst du daran?
Nein, natürlich nicht - und so stehts auch nicht in dem Artikel.

Um es klarzustellen: Ich sage nicht, dass es so ist. Aber man sollte den Gedanken nicht von vornherein von sich weisen..
Mal ehrlich: Ist es nicht so, dass du dagegen argumentierst, weil ein positiver Aspekt des Glaubens herausgestellt wird ? Es sagt ja keiner, dass es darum Gott gibt - sondern, dass es Gläubigen messbar besser geht als Nicht-Gläubigen. Wissenschaftlich messbar - gilt das nix für dich?

Übrigens sollte man Studien niemals "einfach so" genießen.
Hier stellt sich die Frage, nach dem persönlichen Umfeld der Teilnehmer:

Sind sie glücklich in ihrem Beruf?
Haben sie ein erfülltes Privatleben? usw.
Klar, solche Einflüsse bekommst du durch die Auswahl, Befragung und Zahl der Probanden, Doppelblindversuche und richtige Auswertung der Ergebnisse raus. ...oder hast du grundsätzlich kein Vertrauen in die Wissenschaft?😛
Nun bekenn mal Farbe, Dr. House.
 
Hallo Dr. House!

@ EuFrank:
Mit der selben Logik - also das anrennen gegen eine Mehrheit - könntest du auch rechtfertigen, dass es eben einfacher und "glücklicher" war, im Dritten Reich ein Mitläufer zu sein, anstatt im Widerstand zu kämpfen.

Deine Logik:

Widerstand im Dritten Reich = gut also Widerstand als Atheist = gut
Mitläufer im Dritten Reich = schlecht also Gläubiger = schlecht

Ich muss schon sehr bitten!???
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, natürlich nicht - und so stehts auch nicht in dem Artikel.
Aber das ist die erweiterte Logik, der Du eben auch zugestimmt hast.

1. Gläubige Menschen sind weniger Krank, haben niedrigeren Blutdruck usw. als Atheisten.
2. Die überwältigende Mehrheit ist Gläubig.
3. Also müssten - wenn das wahr ist - alle Gläubigen diese "Fähigkeiten" haben.
4. Und deshalb müssten Gläubige generell bessere Werte haben, als Atheisten.

Genau hier haben sich die Studien ja nettes Hintertürchen gelassen. Hab ich eben ja zitiert.

Und natürlich kann es sein, dass der (eingebildete) Glaube, für die Menschen einen positiven Effekt hat. Positive Selbstbestärkung.

"Wenn ich Gott an meiner Seite habe, dann schaffe ich das!"

In Wirklichkeit bestärkt man nur sich selbst.
Mir geht es aber, um den Umkehrschluss den viele machen wollen:

Glaube = Glücklich und Gesund
Nicht-Glaube = Unglücklich und Krank.

Und das kann ich mir beim besten Willen, nicht vorstellen.

@ EuFrank: Das ist nicht meine Logik, sondern deine.
Ich hab ja nicht gesagt, dass Atheisten die Widerstandskämpfer waren und Gläubige die Mitläufer.

Ich habe lediglich deine Theorie "Revoluzzer = kein glückliches Leben" umgestellt.
Das es manchmal nicht darum geht, glücklich zu sein, sondern das richtige zu tun. Und das bedeutet in den meisten Fällen, eben Unbequemlichkeit.

Da fällt mir wieder ein Satz aus Dr. House ein: "Ignorance is bliss". 😉
 
Hallo Leser!

Ich hoffe, ich schreibe nicht zuviel, aber hier noch ein schönes (schön im Sinne von treffend) CamusZitat:

„Was bleibt, ist ein Schicksal, bei dem allein das Ende fatal ist. Abgesehen von dieser einzigen fatalen Unabwendbarkeit des Todes ist alles, sei es Freude oder Glück, nichts als Freiheit. Es bleibt eine Welt, in der der Mensch der einzige Herr ist.“
Das Zitat passt ganz gut zu unserer Unsterblichkeits-/SterblichkeitsDebatte innerhalb dieses Threads.
 
Hallo Dr. House!

...
1. Gläubige Menschen sind weniger Krank, haben niedrigeren Blutdruck usw. als Atheisten.
2. Die überwältigende Mehrheit ist Gläubig.
3. Also müssten - wenn das wahr ist - alle Gläubigen diese "Fähigkeiten" haben.
4. Und deshalb müssten Gläubige generell bessere Werte haben, als Atheisten.
...
Wissenschaftliche Studien arbeiten mit empirsch-statistischen Methoden. Kurz zusammengefasst heißt das, dass die besagten Studien einen signifikant (=statistisch bedeutsamen) unterschiedlichen Gesundheitszustand bei den zur Diskussion stehenden Personengruppen vorgefunden haben. Das heißt nicht, dass jeder Christ kerngesund ist.

Es ist so wie mit wissenschaftlichen Untersuchungen in Bezug auf die Gesundheit in der Nähe von Atomkraftwerken. Fakt dürfte sein, dass in der Nähe derselben mehr Kinder an Leukämie erkranken. Nicht jedes Kind erkrankt in der Nähe eines AKW an Leukämie!
 
Hallo Dr. House!

...
1. Gläubige Menschen sind weniger Krank, haben niedrigeren Blutdruck usw. als Atheisten.
2. Die überwältigende Mehrheit ist Gläubig.
3. Also müssten - wenn das wahr ist - alle Gläubigen diese "Fähigkeiten" haben.
4. Und deshalb müssten Gläubige generell bessere Werte haben, als Atheisten.
...
Noch eine Verdeutlichung: Sport treiben ist allgemein gesund und Rauchen ist allgemein ungesund. Aber nicht jeder, der Sport treibt, ist gesünder als ein Raucher.
 
4. Und deshalb müssten Gläubige generell bessere Werte haben, als Atheisten.
Ja, so stehts in dem Artikel.

Genau hier haben sich die Studien ja nettes Hintertürchen gelassen. Hab ich eben ja zitiert.
Versteh ich nicht? Oder meinst du die negativen Auswirkungen von fanatischem Glauben? Das ist kein Hintertürchen, sondern ein Ergebnis der Studien.

In Wirklichkeit bestärkt man nur sich selbst.
Würd ich auch vermuten.
Mir geht es aber, um den Umkehrschluss den viele machen wollen:

Glaube = Glücklich und Gesund
Nicht-Glaube = Unglücklich und Krank.

Und das kann ich mir beim besten Willen, nicht vorstellen.
Hat ja auch keiner behauptet, oder? Weder hier noch im Artikel.
 
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