Nein, Sori, es ist eine gelinde Frechheit mir zu unterstellen ich würde mich über Deinen Glauben scheckig lachen. Das solltest Du zurücknehmen denn ein bißchen mehr Niveau hast du nämlich.
Nein, ich muß nichts beweisen. Ich bin ein Mensch der Realität. Wenn jemand stirbt, dann wird er gewaschen und saubergemacht, Er bleibt einige Tage im Leichenschauhaus liegen und wandert dann im Sarg unter die Erde. Das ist die Tatsache - und wenn das bei Dir, Sori nicht so kommen sollte, dann darfst Du das sagen. Diesen Ablauf habe ich ( als nebenberuflicher Friedhofsgärtner - es ist schon gute 20 Jahre her ) sehr oft beobachten können. Und die Menschen, die damit zu tun haben, sehr genossen.
An dieser Stelle wird der Gläubige spätestens zur ersten Vision greifen müssen - entweder er erzählt von der Seele die - tja, durch den toten Körper dann durch die Wand des Krankenzimmers, durch die Wand des Hauses und dann wohin? - gibt auch noch die Version das die "Seele zuerst noch die "Silberschnur" kappen muß, bevor sie in die unendliche Weite entschwinden darf . jedenfalls: Ich glaube diesen letzten Teil eben nicht. Weil es aber auch nicht den geringsten Beweis dafür gibt, daß dies so ( oder so ähnlich ) wäre.
ich weiß ehrlich gesagt, was du von mir willst. Ich weiß, dass ich sterbe und das mein Körper zerfällt (staub zu staub) - ich werde meinen sogar einäschern lassen, stell dir vor.
Tatsächlich sind auch schon Menschen gestorben, die ich kannte. Schön, dass du das genießen kannst. Mich macht das immer ein bisschen traurig, wenn andere zurückbleiben, aber deine Art von Humor leuchtet mir ja eh nicht immer ein.
Und ja, ich glaube an eine nicht sichtbare Seele, die unsterblich ist. Du glaubst nicht, okay. Dein gutes Recht. Aber beweisen, dass es sie nicht gibt, kannst Du genausowenig wie das Gegenteil. Im Übrigen, da eine Seel nicht fassbar, schwebt sie nicht durch die Gegend wie Huibuh- das Schloßgespenst. Es geht nicht um Materie...
Falsch. Meine "Glaube" - also nicht der unbeweisbare religiöse Glaube - ist mit Fakten belegbar.
Und ich freue mich natürlich auf die Kommentare der Religiösen, wenn die Singularität eingetreten ist und wir keine Probleme mehr haben: "Das war Gott. Gott hat uns die Singularität gegeben. Gott ist KI." 😀
Denn sie finden immer einen Weg, wie sie ihren Gott unterbringen und jedes Wunder was die Wissenschaft vollbracht hat, ihm zuschreiben können. 😉
Vielleicht liegt es daran, dass es Gott doch gibt? Dass es eben einfach passt und dass sich Wissenschaft und Gottesglaube nicht widersprechen müssen...
So haltbar sind Deine Fakten gar nicht. Zumindest nicht bei deinem Aufstehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du aufwachst, ist sehr groß, aber BEWEISEN kannst Du es nicht. Erst dann, wenn Du aufgewacht bist. Und so ähnlich ist das mit Gott. Beweisen können wir ihn erst, wenn wir bei ihm sind.
Rübe meinte:
Mich würd mal interessieren, wie ihr die Schöpfungsgeschichte seht.
Gab es Adam und Eva? Waren sie die ersten Menschen? Oder ist das auch wieder so eine Bibelgeschichte, die keiner glauben mag?
Hat Gott die Welt an 6 Tagen erschaffen?
Ich glaube, dass Gott die Welt erschaffen hat. Und ich glaube auch, dass er den Menschen erschaffen hat, genauso wie jedes andere Lebenswesen hier. Aber ich nehme das nicht wörtlich. Warum sollte den Gottes Zeitrechnung wie unsere sein? Warum kann nicht ein Tag bei Gott Jahrtausenden bei uns entsprechen? (Dann kann man das auch durchaus mit Urknall und Evolution vereinbaren) Für mich sind die biblischen Geschichten Methaphern. Mit der Geschichte von Adam und Eva will er uns etwas erklären...
Warum hat er, wenn er so vollkommen ist, dann solche Schwachheiten eingebaut wie "unreine Tiere" oder Krankheiten, Hunger, Kriege?
ich sehe "Schwachheiten" als Prüfungen. Er hat uns etwas wundervolles gegeben, den Verstand. Aber damit hat er uns auch Eigenverantwortung gegeben. Und Verantwortung für unsere Mitmenschen und Umwelt..
Warum wurde die Erde überhaupt erschaffen? War Gott langweilig, so ganz alleine? Ach ne, er ist ja nicht alleine, es gibt ja die heilige Dreifaltigkeit.
Das kann ich nicht beantworten. Aber ich glaube, dass doch jeder seine Fähigkeiten nutzt, die er hat.. Warum also nicht auch Gott.
Mir kommt das irgendwie vor, wie ein Computerspiel, kämpfst du dich durch, kommst du ins nächste Level. Schaffst du es nicht, egal, es gibt doch immer noch 3 weitere Leben. Sprich, ich kann mich in diesem Leben benehmen wie eine Wildsau, solange ich nur hinterher alles bereue und mir jemand die Absolution erteilt. ( oder mir nen Ablassbrief kaufe )
Aus der Zeit der Ablassbriefe sind wir ja heraus, ne? Es ist schon ein UNterschied, ob Du vorsätzlich was "böses" tust und hinterher nur pro forma bereust oder ob Du tatsächlich einsichtig bist und wirklich aus tiefstem Herzen bereust. Und jemand, der bewusst wie eine Wildsau durchs Leben läuft, der wird auch nicht ernsthaft bereuen können, weil er das ganze ja mit vollem Vorsatz getan hat.
Du kannst Gott nicht verarschen, aber ist eben unheimlich gütig und fair und gibt dir jede Chance. Wie ein liebender Vater eben, der seinem Sohn verzeiht.
Irgendwer hat geschrieben " Man muss nur Bitten, so wird einem gegeben, man muss nur klopfen und es wird einem geöffnet". Kann das denn nicht mal jemand den kleinen Kindern sagen, die mit aufgeblähten Bäuchen rumlaufen und immer so traurig in die Kamera gucken?
Sagte ich ja schon oben. Gott hat einen Teil der Verantwortung an uns abgegeben. WIR sind verantwortlich, wenn diese kleinen Kinder verhungern. Gott wird sich um sie kümmern nach ihrem Tod, weil das wesentlich wichtiger ist...
Zu dem Thema meinte Sori ( glaub ich ), dass Gott ja so viel mit der Erschaffung des Alls zu tun hat, halt Große Dinge, da übersieht er schon mal nen kleinen Menschen. Wenn er Menschen übersieht, weil er so beschäftigt ist, dann ist er nicht vollkommen. Und wenn er diese Millionen Menschenkinder nicht sieht, dann ist er ungerecht oder blind.
Ist er nicht. Aber wir Menschen nehmen uns vielleicht ein bisschen wichtig. Wir halten die auf und erwarten von dem Gott (an den ja hier keiner glaubt), dass er alles für uns erledigt. Aber so ist das Leben nicht. Wir sind keine Marionetten, sondern denkende Menschen mit Verantwortung und Verstand.
Noch eine Bemerkung, die ich übel fand, war irgendwas mit "Das ist dann eine Prüfung".... Das find ich besonders schön, schön doof. Eltern, die um ihr totes Kind trauern damit zu "trösten", dass Gott ihren wahren Glauben prüft. Da stell ich mich lieber hin und sage "Hallo Gott, ich glaub nicht an dich, brauchst mich nicht prüfen"
dem einen gibt das Trost, dem anderen nicht. Für manche Eltern ist es ein verdammt wichtiges Gefühl, zu glauben, dass es dem Kind nach dem Tod besser geht.
Ich rede Krankheit, Tod, und Grausamkeit nicht schön, aber sie gehören zum Leben dazu und ich glaube, sie sind sogar sehr wichtig. Weil wir ohne das "Schlechte" das Schöne gar nicht sehen würden.
Wenn sich jeder Mensch frei für seine Religion oder eben nicht für Religion entscheiden soll, warum werden dann Babys getauft? Warum nicht erst mit, sagen wir mal 18, wo man sich schon eine eigene Meinung bildet und selbst entscheiden kann? Ich behaupte, es gibt so viele Katholiken/ Protestanten weil sie zu bequem sind auszutreten ( ich gehör auch dazu )
das ist ja dann das Problem derer, die dann Kirchensteuer zahlen, über die sie sich dann an anderer Stelle aufregen
😉.
Die Kindstaufe hat einen einfachen Grund. Die Eltern möchten, dass ihr Kind von Gott anerkannt wird, in die christliche Gemeinschaft aufgenommen wird. Das ist eine Tradition, die es eben schon lange gibt.
Besonders sinnvoll in Bezug auf den Glauben des Kindes, finde ich sie auch nicht. Aber es gibt ja auch noch die Kommunion/Firmung und die Konfirmation. Mit 14 ist ein Kind schon viel weiter und kann sich nochmals entscheiden (und ich kenne viele, die es ablehnen, trotz massiver Geldgeschenke). Und jeder kann ja später aus der Kirche austreten oder sich später taufen lassen.
Wobei Keppler und Galileo und den meisten anderen Wissenschaftlern übel mitgespielt wurde.
Galileo wurde erst 1992 von Papst Johannes Paut II rehabilitiert.
Das ist nämlich genau das was schon mehrmals angesprochen wurde, die Wissenschaft lässt den Glauben zu aber viele der Gläubigen die Wissenschaft nicht.
hier in diesem Forum habe ich eher das andere Gefühl. Man lässt den Gläubigen den Glauben nicht.
Wissenschaft ist unheimlich wichtig, aber so lang Wissenschaft nur Ideen sind, die nicht bewiesen sind, haben die Wissenschaftler mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie die Gläubigen.