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  • Starter*in Starter*in Dr. House
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Weichst du der Frage eigentlich aus, Dr. House?

Wir könnten jetzt natürlich lange über das für und wider vom Trans-Rapid oder von Wasserkraftwerken (Wasserwerke sind übrigens was Anderes) diskutieren - aber ich fürchte du sagst dann wieder Technologie wäre die Lösung für alles und alle die das nicht so sehen sind Luditten.
 

Hallo Benjamin-29,

schau mal hier: Big Picture. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich glaub, dass ich deine Frage schon beantwortet habe:

Aber warum machst du die Angaben aus irgend einer Fernsehsendung zu deinem Standpunkt ?

@ Benjamin-29

Es geht nicht um die Wasserkraftwerke.
Sie waren nur der Auslöser, für diesen Thread. Mir geht es um die grundsätzliche Technologie-Feindlichkeit hier in diesem Land. Das man die Relationen nicht richtig setzt.

Aber wenn du deine Frage als nicht beantwortet ansiehst, kannst du sie gerne präzisieren.....
 
Hallo Dr. House!

Technologie ist Deine Religion! Deshalb wirst Du meine Worte verdrängen.

Technologie hat für sich selbst überhaupt keinen Wert. Sie hat nur Wert im Hinblick auf den Menschen. Wer sterbenskrank in einem mit Technologie durchsetzten Sterbezimmer liegt und sonst keinen Trost hat, wird einen schlimmen Tod sterben.

Keine Maschine wird zB den Wert einer liebevollen Mutter je übertreffen. Die Technologie ist nur ein Werkzeug (im Grund wie ein Hammer) - mehr nicht.

Du bezeichnest Dich als Trekkie. Auch diese Serie speist ihre Faszination nicht aus der Technik, sondern aus der Menschlichkeit der Hauptdarsteller. Gerechtigkeit, Pflichtgefühl und Humor sind zB Tugenden, die diese Serie so beliebt macht.
 
Hallo EuFrank!

Was ist mit der Technologie, die aber einen todkranken ermöglicht, weiterzuleben? Ist das nichts?
Vor 100 Jahren war z.B. Diabetes noch eine tödliche Krankheit.
Was ist mit der Technologie, die der Medizin unglaubliche Fortschritte ermöglicht und so das Leben der Menschen erleichtert?

Die meisten Menschen machen den Fehler, dass sie Technologie nur als Fernsehen, Computer und Handy ansehen. Dabei ist es so viel mehr.....

Mit Technologie meine ich den englischen Begriff von "Technology", der viel breiter gefächert ist, als der deutsche. Er umschließt so ziemlich alles.

Die Wahrheit ist doch folgende: Der Mensch ist behindert.
Er ist so ziemlich das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, dass nicht so überleben kann, wie es von der Natur erschaffen wurde.

In einer kalten Herbstnacht würde er ohne Kleidung erfrieren.
Er würde verhungern, wenn er nicht jagen könnte. Ihm fehlen aber die natürlich Fähigkeiten um erfolgreich zu jagen.

Was macht er?
Er erfindet die Technologie. Er schafft sich Werkzeuge - Technologie - um so zu überleben. Er schafft sich den Faustkeil, den Speer, er schafft sich Kleidung usw.
Er kann nicht fliegen - also baut er Flugzeuge. Er kann nicht gut schwimmen - also baut er Schiffe. Er ist nicht kräftig genug - also baut er Motoren. usw.

Der Mensch ist von Natur aus behindert. Also schafft er sich seine Werkzeuge um zu überleben.
Und jede Generation von Werkzeugen bildet die Grundlage, für bessere Werkzeuge. Und aus den besseren Werkzeugen, schafft er sich wieder bessere Werkzeuge. Dies ging und geht immer weiter.

Also, Ja!
Als Transhumanist ist Technologie meine Religion.
 
Also, Ja!
Als Transhumanist ist Technologie meine Religion.
Beantwortet das nicht Deine Frage?

Du hältst Technologie als Deine Religion für das "einzig Wahre". Deshalb erscheinen Dir Menschen kleinkariert, die das nicht so sehen. Du gehörst schon zu den Radikaleren.

Damit erklärt sich auch, warum Du so vehement auf die Vertreter anderer Religionen reagierst. Im Grunde bist Du ihnen ähnlich.

Günter
 
Meine "Religion" - oder meine Weltanschauung - basiert aber Fakten.
Auf Fakten die jeder Mensch tagtäglich sehen kann.

Im Gegensatz zu den Hirngespinsten von klassischen Religionen.

Krankheiten und Hunger werden nicht Gott gestoppt, sondern von Wissenschaft und Technologie.
 
Meine "Religion" - oder meine Weltanschauung - basiert aber Fakten.
Auf Fakten die jeder Mensch tagtäglich sehen kann.

Im Gegensatz zu den Hirngespinsten von klassischen Religionen.

Krankheiten und Hunger werden nicht Gott gestoppt, sondern von Wissenschaft und Technologie.
Das mag stimmen. Aber werden in 2000 Jahren alle Menschen so denken? Oder wird es wieder eine neue Glaubensrichtung geben? Wird es nicht immer irgendeinen Glauben geben? Fragen, die wir uns nicht beantworten können? Birgt jede Grenze, jeder Horizont nicht wieder die Frage in sich, was dahinter sein könnte? Wie alles entstanden sein könnte? Und warum?

Wie wird sich unser Verstand weiterentwickeln? So, dass wir Dinge wahrnehmen und verstehen können, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können? Oder vielleicht so, dass wir uns die Fragen gar nicht mehr stellen?

Wobei nebenbei fraglich ist, ob es in 2000 Jahren überhaupt noch Menschen geben wird. Sie müssen ja auch in der Lage sein, angemessen mit der Technologie umzugehen, die sie entwickeln.

Aber das nur am Rande.

Du hast Dich gefragt, warum andere Menschen kleinkariert sein können. Ich nehme an, es ist mehr ein Charakterzug von Dir, Menschen so wahrzunehmen. Frage Dich doch einmal, wie Du von Menschen anderer Glaubensrichtungen (oder Weltanschauungen) gesehen werden möchtest.

Günter
 
Ich bin Transhumanist.
Von daher glaube ich natürlich auch an die Technologische Singularität und das wir in ein paar Jahrzehnten, den größten Bruch in der Menschheitsgeschichte erleben werden.

Aber das hab ich hier im Forum schon so oft geschrieben und will nicht nochmal darüber diskutieren. Jeder der möchte, kann die Begriffe ja googeln und sich selbst eine Meinung bilden.

Zurück zum eigentlichen Thema:
Ja, ich kann es wirklich nicht verstehen, wenn Menschen sich gegen rationale Argumente sperren. Wenn sie gegen den Bau von Flughäfen klagen, nur weil irgendwo ein Naturgebiet dran glauben müsste. Wo es nicht mal gefährdete Arten gibt. Wenn es so wäre, könnte ich es ja noch verstehen.....

Ich kann dieses bescheidene, kleinkarierte Denken nicht nachvollziehen.
Was ist mit dem Motto: "Think Big" ?

Aber nicht nur bei den genannten Beispielen.
Warum hat niemand irgendwie die Lust auf was großes? Etwas großes zu schaffen? Der Bruder meiner Freundin macht eine Ausbildung zum Konditor. Hab ihn gefragt, wie er sich dann so seine Zukunft vorstellt und er meinte, dass er danach seinen Meister machen will - nach ein paar Jahren Berufserfahrung - und dann einen eigenen Laden aufmachen möchte.

Das hört sich doch gut an, oder?
Aber warum hat er nicht das Vorhaben, einen ganze Kette aufzumachen? Eine Kette von Konditoreien. Alle mit dem gleichen Namen, das selbe Aussehen, die selben Preise usw. Sowas wie z.B. Kamps.

Hab vor gut einem halben Jahr einen Pizzaservice aufgemacht und er läuft prächtig. Und bald werde ich einen zweiten aufmachen - aber wohl erst im nächsten Jahr. Und wenn die weiter gut laufen, werde ich vielleicht einen dritten aufmachen usw. Oder glaubt ihr, ich habe vor, ewig die Pizza selbst zu machen?!

Also: Wo bleibt der Größenwahn der Menschen? Größenwahn ist eine sehr gute Eigenschaft - jedenfalls meistens.

Warum haben so wenige Ambitionen, richtig große Ambitionen?
Es gibt zu wenig Menschen die eine Vision haben. Eine Vision von etwas ganz großem - egal was es ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Wahrheit ist doch folgende: Der Mensch ist behindert.
Er ist so ziemlich das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, dass nicht so überleben kann, wie es von der Natur erschaffen wurde.

In einer kalten Herbstnacht würde er ohne Kleidung erfrieren.
Er würde verhungern, wenn er nicht jagen könnte. Ihm fehlen aber die natürlich Fähigkeiten um erfolgreich zu jagen.

Nur gut, daß unsere Urzeitvorfahren das nicht gewußt haben. 😉

Der Mensch ist von Natur aus behindert. Also schafft er sich seine Werkzeuge um zu überleben.

Wie div. 'behinderte' Tiere. U.a. Vögel, Affen.

Ja, ich kann es wirklich nicht verstehen, wenn Menschen sich gegen rationale Argumente sperren. Wenn sie gegen den Bau von Flughäfen klagen, nur weil irgendwo ein Naturgebiet dran glauben müsste. Wo es nicht mal gefährdete Arten gibt. Wenn es so wäre, könnte ich es ja noch verstehen.....

Klar, holzen wir (was leider zuhauf schon geschieht), die Urwälder ab. Blühende Landschaften zu Wüsten. Das nennt sich Raubbau!
Hauptsache alles wird Deinem Technologie-Gott unterworfen. Was kümmert es da, wenn TÄGLICH deswegen mehrere Tierarten ausgerottet werden.
Ob Du es glaubst oder nicht: Ohne Natur würde gar nix auf der Welt überleben.


Aber nicht nur bei den genannten Beispielen.
Warum hat niemand irgendwie die Lust auf was großes? Etwas großes zu schaffen?

Weil sie sich damit nicht wohl fühlen.

Der Bruder meiner Freundin macht eine Ausbildung zum Konditor. Hab ihn gefragt, wie er sich dann so seine Zukunft vorstellt und er meinte, dass er danach seinen Meister machen will - nach ein paar Jahren Berufserfahrung - und dann einen eigenen Laden aufmachen möchte.

Das hört sich doch gut an, oder?
Aber warum hat er nicht das Vorhaben, einen ganze Kette aufzumachen? Eine Kette von Konditoreien. Alle mit dem gleichen Namen, das selbe Aussehen, die selben Preise usw. Sowas wie z.B. Kamps.

Warum sollte er? Er wird damit zufrieden sein!
Noch mehr uniforme, unpersönliche Ketten braucht es wirklich nicht. Aber darauf haben wir leider kaum Einfluß. Die Monopolisten erdrücken ja jetzt schon.


Hab vor gut einem halben Jahr einen Pizzaservice aufgemacht und er läuft prächtig. Und bald werde ich einen zweiten aufmachen - aber wohl erst im nächsten Jahr. Und wenn die weiter gut laufen, werde ich vielleicht einen dritten aufmachen usw. Oder glaubt ihr, ich habe vor, ewig die Pizza selbst zu machen?!

Das sei Dir völlig gegönnt. Wenn das Deine Zukunftsplanung ist, ist es doch ok. Nur scheint Dir das Prinzip von LEBEN UND LEBEN LASSEN vollkommen abzugehen, eigentlich schade.

Also: Wo bleibt der Größenwahn der Menschen?

Bei Dir! 😀

Größenwahn ist eine sehr gute Eigenschaft - jedenfalls meistens.

Na ja...🙄
Der Begriff Wahn repräsentiert eine Überzeugung, die
  1. logisch inkonsistent ist oder wohlbestätigtem Wissen über die reale Welt widerspricht und
  2. trotz gegenteiliger Belege aufrechterhalten wird, weil die persönliche Gewissheit der Betroffenen so stark ist, dass sie rational nicht mehr zugänglich sind.
Wahn gilt als Zeichen einer Psychischen Störung. In der Psychiatrie werden Wahngedanken auch als "inhaltliche Denkstörungen" bezeichnet, die unter anderem bei schizophrenen Psychosen, bei (endogenen) Depressionen, bei Manie, bei Demenzen und weiteren psychischen Erkrankungen mit oder ohne diagnostizierbarer organischer Ursache auftreten.
Wahn ist also zunächst ein Erkrankungszeichen, dem verschiedene Erkrankungen und Ursachen zugrunde liegen können.

Warum haben so wenige Ambitionen, richtig große Ambitionen?
Es gibt zu wenig Menschen die eine Vision haben. Eine Vision von etwas ganz großem - egal was es ist.

Weil viele im Kleineren zufrieden sind. Oder sich nicht trauen. Oder keine Möglichkeiten haben. Oder, wie so viele, bankrott gemacht haben und jetzt mit einem Schuldenberg dasitzen, oder, oder, oder...

Lebe Du Deine grooßen Visionen, aber laß doch den anderen IHR Leben.

Vielleicht hat ja eine große Pizzakette mal die Vision, an Deinen Standorten viele Filialen zu eröffnen...
 
@ JaneDoe
Ich versteh die Form deines Posts nicht so ganz.
Warum zitierst du mich, und setzt dann deine Meinung ins Zitat?
Ist ja auch egal....

Du siehst das alles zu sehr in einem schwarz/weiß Muster.
Ich will ja auch nicht, dass man die Natur zerstört.
Aber zwischen Natur zerstören und wieder auf Bäumen leben - so wie es manche wollen - gibt es das gesunde Mittelmaß.
Und jeder soll auch so leben, wie er will. Da haben wir die gleiche Meinung.
Aber manche Ludditen versuchen eben der Fortschritt aufzuhalten und was noch viel schlimmer ist, manchmal schaffen sie es sogar.
Zwar immer nur kurz - denn es hat noch keiner geschafft, den Fortschritt aufzuhalten - aber wenn die Ludditen eine andere Einstellung hätten, so wäre der Fortschritt vielleicht noch schneller.

Als bester Beispiel dient hier immer die Stammzellforschung, die aufgrund von ideologischen Scheuklappen behindert wird und wo sogar die Ökos und die Kirchen eine wahrlich unheilige Allianz eingehen.
 
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