Hallo Marcus
Na ja, Benjamin, Dein Feng Shui Guru hätte besser das Wort ENERGIE verwenden sollen.
Moooment, momeeent -
mein Feng Shui Guru war das nicht.
🙂 Ich habe aber den Namen Paul Derby im Kopf, kann das sein ?
Er hatte jedenfalls "natürliche Elektrizität" (sein Feng Shui) und "künstliche Elektrizität" getrennt. Was ihn aus dem Konzept brachte, war die Frage was denn an Elektrizität eigentlich "künstlich" oder "nicht-natürlich" sein könnte.
Die Geschichte passt halt zu meinen Vorurteil, dass in der Esoterik etwas einseitig, oder konservativ gedacht wird. Es schien mir, dass der Feng Shui Guru sich zwar Gedanken über seine "natürliche" Elektrizität -oder Energie- gemacht hatte, alles Andere aber einfach in die Schublade "unnatürlich" steckte und keine weiteren Gedanken daran verschwendete.
Alles, was existiert ist schlicht und ergreifend ENERGIE. Auch Materie ist nichts anderes, als Energie in ihrer dichtesten Form.
Die Energie in Wohnungen, die durch Feng Shui harmonisiert werden soll, ist die gleiche, wie sie überall, auch außerhalb von Gebäuden vorliegt.
Ist etwas schwierig zu erklären.
Stell sie Dir mal als Wasser vor, um ein Bild zu wählen.
In einem relativ glatten Bach fließt dieses Wasser ohne groß zu spritzen und Geräusche zu machen.
Legt man einen großen Stein hinein, wird der Fluß behindert. Es entsteht Lärm und es spritzt, was den Bach-Genießer stört. Anstatt das ruhige Plätschern des Wassers erleben zu können, wird er naß, und die Geräusche sind auch nicht entspannend.
In der Wohnung z.B. passiert quasi das Gleiche nur in feinstofflicher Form.
Was du schreibst, erinnert mich an einen Freund, er ist Künstler. Wir können nächtelang über Kunst und über Gott und die Welt sprechen.
Er vertritt den Standpunkt: "Alles ist Kunst." Diesen Standpunkt kann man begründen, abgrenzen und insbesondere auch zu anderen Standpunkte in Bezug setzen. Z.B. lässt sich der Goldene Schnitt sowohl mathematisch, als auch ästhetisch beschreiben. Wesentlich ist dabei aber, dass dieser Standpunkt auf ein Fachgebiet beschränkt ist und nicht versucht das zu erklären "was die Welt im Innersten zusammenhält."
Wenn du aber schreibst, alles ist Energie und Energie liegt überall vor, dann hört sich das für mich nach einer umfassenden Aussage an, die für Alles gültig wäre - also allgemeingültig. Kann man so eine Aussage denn überhaupt begründen ? Oder in Bezug setzen ? Kann es dafür denn eine Basis geben ?
Wenn ich mal (mit meinem beschränkten Wissen) vorgreifen darf: Wenn durch Feng Shui eine Wohnung so gestaltet wird, dass sich die Bewohner wohl fühlen - würde es dann nicht ausreichen, dabei zu bleiben ? Also sich darauf zu beschränken, dass man durch eine Methode ein besseres Befinden erreichen kann ? (Wenn ich Feng Shui jetzt nicht falsch verstanden habe.) Warum wird dabei versucht eine Erklärung zu finden, die gleich ein Weltbild mit beinhaltet ? Wird da nicht eine Veranschaulichung mit einer Begründung verwechselt ?
Schöne Grüsse, Ben