sonnenblumen
Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich muss meinen Gefühlen einmal Luft machen und hoffe auf Tipps von LeidensgenossInnen...Ich bin Anfang 30 und habe ein ziemlich durchwachsenes Verhältnis zu meiner Mutter. Sie ist inzwischen 64 Jahre alt und geht Ende des Jahres in Rente. Sie war schon immer eine Helikopter-Mutter, das ging unter anderem bereits in der Kindheit und Jugend los, dass ich zum Beispiel meine Tür nicht schließen durfte, wenn ich meine Privatsphäre haben wollte. Grenzen galten wenn dann nur für die Erwachsenen, aber nicht für Heranwachsende. Stichwort Sucht, Kontrolle, psychische Gewalt und Manipulation. Das führte dazu, dass ich aus meiner Rolle als stille, fügsame Tochter, die keinen Ärger macht, mit 16 Jahren ausbrach und meinen ganzen Mut zusammennahm und in eine Art Frauenhaus für Minderjährige abtauchte. Ich wollte vehement nicht mehr nach Hause und diesem Gefängnis aus Manipulation, Druck und Ängsten entfliehen. Andererseits brauchte ich meine Mama als emotionale Stütze, da es außer ihr keine Familie mehr gab die das übernehmen könnte. Mein Vater war starker Alkoholiker, meine Großeltern sind im Laufe des Lebens beide von uns gegangen und weitere Verwandte habe ich nicht. So entwickelte sich aus der schwierigen Beziehung zu meiner Mutter so etwas wie eine Push-Pull-Dynamik. Sie will permanent das Gefühl haben, dass es ohne sie nicht geht, hätte am liebsten, dass ich direkt in der Nähe wohne. Ich hoffe ihr könnt einen ungefähren Eindruck der Mutter-Tochter-Dynamik herauslesen. Ich bin inzwischen so weit, dass ich weiß, dass ich mir meine Wunsch-Mama nicht backen kann und einen Umgang finden muss (zu meinem eigenen Wohlergehen), damit mich diese Dynamik nicht vollkommen auffrisst. Ich leide unter Depressionen und Migräne, Bruxismus um nur einige Erkrankungen zu nennen. Ich möchte den Draht zu ihr nicht komplett verlieren, da ich sie liebe und sie natürlich auch positive Eigenschaften hat! Nur wird es ab einem bestimmten Punkt zu viel. Zu viele Fragen, meine Grenzen nicht akzeptieren, mir von Themen erzählen die mich absolut nichts angehen (Sie ist u. a. psychologische Beraterin und hat Schweigepflicht), sich in mein Leben einmischen und mit permanent Tipps zu meiner Ernährung (ich habe eine Autoimmunerkrankung und ja, ich kenne mich mit meiner optimalen Ernährungsweise gut aus), schickt mir irgendwelche Videos und Posts via Social Media obwohl ich es bereits mehrfach angesprochen habe, kauft ungefragt Lebensmittel und kocht für mich. Ich versuche mich schrittweise aus diesem Korsett herauszuwinden und möchte am liebsten im Dezember am Geburtstag meines Stiefvaters sowie über die Feiertage mich komplett raushalten. Aber hey, du hast doch letztens deinem Freund so einen tollen Kuchen gebacken, das wäre doch auch was für deinen Stiefvater. Ich mache sowas nur, wenn ich es wirklich will und bei Menschen, bei denen ich weiß, dass sie die Arbeit und die Geste schätzen. Nicht, weil ich unter Druck dazu gebracht werden soll, als brave Tochter zu funktionieren...Wem geht es auch so oder ähnlich? Ich möchte den Kontakt nicht komplett abbrechen, obwohl meine aufgestaute Wut mich gerade in diesen Lösungsweg treiben will. Ich bin dankbar für eure Hilfe und Tipps.
Alles Liebe,
sonnenblumen
ich muss meinen Gefühlen einmal Luft machen und hoffe auf Tipps von LeidensgenossInnen...Ich bin Anfang 30 und habe ein ziemlich durchwachsenes Verhältnis zu meiner Mutter. Sie ist inzwischen 64 Jahre alt und geht Ende des Jahres in Rente. Sie war schon immer eine Helikopter-Mutter, das ging unter anderem bereits in der Kindheit und Jugend los, dass ich zum Beispiel meine Tür nicht schließen durfte, wenn ich meine Privatsphäre haben wollte. Grenzen galten wenn dann nur für die Erwachsenen, aber nicht für Heranwachsende. Stichwort Sucht, Kontrolle, psychische Gewalt und Manipulation. Das führte dazu, dass ich aus meiner Rolle als stille, fügsame Tochter, die keinen Ärger macht, mit 16 Jahren ausbrach und meinen ganzen Mut zusammennahm und in eine Art Frauenhaus für Minderjährige abtauchte. Ich wollte vehement nicht mehr nach Hause und diesem Gefängnis aus Manipulation, Druck und Ängsten entfliehen. Andererseits brauchte ich meine Mama als emotionale Stütze, da es außer ihr keine Familie mehr gab die das übernehmen könnte. Mein Vater war starker Alkoholiker, meine Großeltern sind im Laufe des Lebens beide von uns gegangen und weitere Verwandte habe ich nicht. So entwickelte sich aus der schwierigen Beziehung zu meiner Mutter so etwas wie eine Push-Pull-Dynamik. Sie will permanent das Gefühl haben, dass es ohne sie nicht geht, hätte am liebsten, dass ich direkt in der Nähe wohne. Ich hoffe ihr könnt einen ungefähren Eindruck der Mutter-Tochter-Dynamik herauslesen. Ich bin inzwischen so weit, dass ich weiß, dass ich mir meine Wunsch-Mama nicht backen kann und einen Umgang finden muss (zu meinem eigenen Wohlergehen), damit mich diese Dynamik nicht vollkommen auffrisst. Ich leide unter Depressionen und Migräne, Bruxismus um nur einige Erkrankungen zu nennen. Ich möchte den Draht zu ihr nicht komplett verlieren, da ich sie liebe und sie natürlich auch positive Eigenschaften hat! Nur wird es ab einem bestimmten Punkt zu viel. Zu viele Fragen, meine Grenzen nicht akzeptieren, mir von Themen erzählen die mich absolut nichts angehen (Sie ist u. a. psychologische Beraterin und hat Schweigepflicht), sich in mein Leben einmischen und mit permanent Tipps zu meiner Ernährung (ich habe eine Autoimmunerkrankung und ja, ich kenne mich mit meiner optimalen Ernährungsweise gut aus), schickt mir irgendwelche Videos und Posts via Social Media obwohl ich es bereits mehrfach angesprochen habe, kauft ungefragt Lebensmittel und kocht für mich. Ich versuche mich schrittweise aus diesem Korsett herauszuwinden und möchte am liebsten im Dezember am Geburtstag meines Stiefvaters sowie über die Feiertage mich komplett raushalten. Aber hey, du hast doch letztens deinem Freund so einen tollen Kuchen gebacken, das wäre doch auch was für deinen Stiefvater. Ich mache sowas nur, wenn ich es wirklich will und bei Menschen, bei denen ich weiß, dass sie die Arbeit und die Geste schätzen. Nicht, weil ich unter Druck dazu gebracht werden soll, als brave Tochter zu funktionieren...Wem geht es auch so oder ähnlich? Ich möchte den Kontakt nicht komplett abbrechen, obwohl meine aufgestaute Wut mich gerade in diesen Lösungsweg treiben will. Ich bin dankbar für eure Hilfe und Tipps.
Alles Liebe,
sonnenblumen