Ausnutzen der Kinder bei chronischer Unlust, das ist schon vorstellbar, dennoch obliegt es da dann nicht mehr in der Verantwortung der Schule, sondern bei den Eltern. Wenn sie mich um 10 Uhr angerufen hätten, das eine meiner Töchter sich krank gemeldet hat, wäre ich um 10.15 Uhr bei der Schule gewesen und hätte sie abgeholt. Hätte ich Zweifel an der Erkrankung meiner Tochter gehabt, dann hätte ich spätestens am Nachmittag beim Hausarzt gesessen und das abklären lassen. Und dann, wenn Krankheit immer noch nicht plausibel, das Gespräch nach den Gründen mit ihr gesucht.
Aber: seitens der Schule gab es keinerlei solcher “Ansagen”, ein Lehrer, der mich dumm von der Seite anredet, der hätte eine gepflegte Gegenrede bekommen und meine Töchter wären, unter diesen Umständen, keinen Tag länger auf diese Schule gegangen. Und über die Zustände an der besagten Schule hätte ich, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, auch nicht geschwiegen.
Aber das gilt für meine Stadt mit ausreichend Schulen und gutem ÖPNV und Radwegen, denn meine Töchter waren da, ab Beginn des Gymnasiums, absolut eigenständig. Zudem gibt es Rechtsanwälte im Freundeskreis und eine Frage unter Freunden ist schnell erledigt. Ich hätte es also leicht gehabt.
Aber sowas gab es auf dem Gymnasium meiner Töchter nicht. Und meine Töchter sind gerne zur Schule gegangen und wenn sie krank waren, dann stimmte das auch. Ausgenutzt haben sie es nie, Mitschüler vielleicht, aber das ist Sache der Eltern und deren Erziehung.