Puh. Wo soll ich da anfangen.
Zuerst ganz platt, physisch:
Ein großer Mann ist nicht automatisch ein starker Mann. Und auch nicht automatisch ein mutiger.
Dann persönlich:
Ich mag trainierte Männer, ist keine zwingende Präferenz, nur ein nettes Zuckerchen; wahre innere Größe ist wichtiger. Das Äußere hat für mich mit Optik, Haptik zu tun. Die Körpergröße ist dabei nicht so wichtig.
Rein physisch wären mir diese Männer überlegen. Wer jedoch das, auch psychologisch, be-/ausnutzen wollen würde, wäre als potentieller Sex- oder Lebenspartner disqualifiziert.
Konsens ist ein Zauberwort in Beziehungen.
Man kann bei Präferenzen wie meinen den sexuellen Bereich wunderbar vom sonstigen Leben trennen.
Sub-Command ist ein Stichwort, welches aber auch da klarstellt, dass der devote Part letztlich die Spielregeln, die Grenzen, bestimmt, den Rahmen absteckt.
Womit wir schon wieder bei Augenhöhe, Gleichberechtigung, Respekt und solch für dich unmöglichem Kram landen.
Mann kann das. 😉
Und dann grundsätzlich:
Ein biologisches, evolutionäres Signal, optische, haptische Vorlieben, hindern nicht daran, Werte wie Respekt und Gleichberechtigung zu leben.
Die biologische Seite ändert nichts an solchen Wünschen; auch nicht bei Männern. Das eine entspringt u.a. dem lymbischen System, das andere dem Großhirn. Da müsste ich aber nach Input suchen, um das vertiefen zu können.
Augenhöhe und körperliche Größe sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Respekt, die Art und Weise der Kommunikation, Werte, der Umgang miteinaner entscheiden über Augenhöhe.
Wer groß ist, ist nicht automatisch unfähig zu Augenhöhe.
Mann kann sogar instinktiv oder bewusst das optische Gefälle dabei unterbrechen, indem er bei wichtigen Gesprächen nicht herabsieht, sondern eine andere Position einnimmt, um genau das zu verhindern.
Möchtest du das Patriarchiat mit Biologie, Natur, gleichsetzen?
Ich weiß schon, dass früher in Geschichte Dinge gelehrt wurden, die heute längst wiederlegt sind. Steinzeit und so - da war nix mit den Hirarchien, von denen du träumst.
Von wegen natürlich also.
Was der eine bevorzugt, wählt der andere noch lange nicht. Wir reden über unsere Kultur hier.
Die geringste Scheidungsrate findet man bei gleichberechtigten Beziehungen.
Warum deutlich mehr Frauen an Scheidung denken als Männer, ist auch erforscht.
Sie kocht, wäscht und putzt - er repariert. Laut einer Studie arbeiten Frauen im Durchschnitt doppelt so lange im Haushalt wie ihre männlichen Partner. Mit Folgen für die Beziehung.
www.tagesschau.de
Um die Zufriedenheit beziehungsweise die Unterschiede in der Zufriedenheit zweier Partner zu messen, wertet die Studie Langzeitbefragungen deutscher, britischer und australischer Haushalte aus. Über einen Zeitraum von fast 25 Jahren hinweg ordneten…
www.zew.de
Du darfst an deinem Denken festhalten, das will dir niemand wegnehmen.
So mancher ähnlich denkende Mann wurde und wird anscheinend mit Scheidungspapieren beschenkt. Oder hat eine unzufriedene Frau an seiner Seite. Wenn das das Ziel ist - why not.
Ich mag Männer, die wissen, wie man zur Zufriedenheit eines Partners beiträgt. Die im Alltag kein Machtgefälle nötig haben, um sich größer zu fühlen (in meinem Fall: Es aber in bestimmten Situationen erzeugen können, wenn beide es wünschen).
Männer, die wahre Größe besitzen. Egal, ob diese in einem größeren oder kleineren Körper steckt.