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Was will ich eigentlich?

Mitterjo

Neues Mitglied
Hallo zusammen, ich Jo und fast 26 Jahr alt und studiere derzeit BWL im 4. Semester. Grundsätzlich komme ich im Studium sehr gut zurecht, aber dennoch frage ich mich in letzter Zeit des öfteren, ob das wirklich der Bereich ist in dem ich langfristig arbeiten möchte. Immer öfter habe ich das Gefühl, dass meine eigentliche Leidenschaft vielleicht in einem ganz anderen Bereich liegt, kann aber irgendwie selber gar nicht sagen, wo genau.
Ich habe mir auch bis heute nie wirklich die Zeit genommen, herauszufinden, was mich tatsächlich interessiert und welche Tätigkeiten mir langfristig Freude machen würden. Vorallem finde ich auch, dass es mittlerweile unzählige Möglichkeiten gibt und man theoretisch in so viele verschiedene Richtungen gehen kann - und das macht es für mich irgendwie noch schwieriger eine Entscheidung zu treffen. Ich möchte ich nicht einfach so mein Studium abbrechen und dann planlos in eine neue Richtung gehen, aber ich weiß auch bis jetzt nicht, wie ich das am besten herausfinde .. Kennt jemand von euch eine ähnliche Situation? Wie habt ihr eure berufliche Passion gefunden?
Bin aufjeden Fall dankbar für jeden Rat, vielen Dank schonmal! LG 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte ich nicht einfach so mein Studium abbrechen und dann planlos in eine neue Richtung gehen,
Hi, das würde ich auch nicht tun. Zieh das Studium durch, damit du einen Abschluss in der Tasche hast. Damit kannst du potenziellen Arbeitgebern schon mal zeigen, dass du Dinge grundsätzlich abschließen kannst. Innerhalb deines Studiums kannst du dich doch spezialisieren. Schon da kannst erste Weichen stellen, ob dir eher der Umgang mit Menschen (z. B. HR, Marketing etc.) liegt oder es doch eher die Zahlen (z. B. Comtrolling) sein sollten. M. E. ist das schon etwas, was man von sich weiß und was keines großen Analyseprozesses bedarf. Ob du dich mit deinem Schwerpunkt dann auch tatsächlich auf einen Beruf festlegen möchtest, ist eine andere Sache. Da würde ich Praktika als Weg zur Entscheidungsfindung empfehlen. Was auch immer du tust und wofür du dich entscheidest bedeutet - anders als früher (als man bei Unternehmen angefangen hat, um von dort aus auch später in Rente zu gehen) - auch keine Unumkehrbarkeit oder Veränderung hin zu ganz anderen Schwerpunkten mehr.

Kerzengerade Berufshistorien sind heutzutage m. E. eher die Ausnahme als die Regel. Man kann es sich mittlerweile leisten, getroffene Entscheidungen zu hinterfragen und seinem Leben eine ganz andere Richtung zu geben. Das ist eine super Sache, wenn man bedenkt, dass Zufriedenheit im Job eng mit gesundheitlichem Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit verknüpft ist. Such dir praktische Möglichkeiten, dich auszuprobieren, dann öffnen sich auch neue Türen, das Richtige für dich zu finden.

Du siehst, ich halte nichts von zu großem Druck und vorschnellen Entscheidungen, die man dann für irreversibel erklärt. Das einzige, was ich nach eigener Erfahrung empfehlen würde, ist bis ca. 40 seine Nische gefunden zu haben (wobei selbst danach natürlich noch neue Wege möglich sind). Tatsächlich habe ich selber im Alter von 40 nochmal resetted und etwas ganz anderes gemacht. Diese Entscheidung bereue ich auch bis heute keinesfalls. Aber es war schon ein komisches Gefühl, in dem Alter nochmal Quasi-Berufsanfänger zu sein. Das muss man mögen.
 
Du könntest ja in den Sommerferien Praktika in den unterschiedlichsten Berufen machen.
Oder dich mal in anderen Studiengängen in die Vorlesungen setzen.

Das Jobcenter (ich weiß den genauen Begriff für D nicht) hat sicher Listen mit allen Berufen, die es so gibt. Durchschmökern. Und auf den Unis hast du ein Verzeichnis mit den Studienrichtungen.
 
Immer öfter habe ich das Gefühl, dass meine eigentliche Leidenschaft vielleicht in einem ganz anderen Bereich liegt, kann aber irgendwie selber gar nicht sagen, wo genau.
Wie kann man nicht wissen, wo seine Leidenschaft liegt? Deine Leidenschaft ist das, was dich brennend interessiert. Gaming? Lesen? Kunst? Geschichte? Politik? Sport? Gesundheit? Ob das eine sinnvolle Basis für eine Berufslaufbahn ist, prüft man dann im zweiten Schritt. Aber seine eigenen Interessen sollte man schon kennen...
 
BWL ist nun nicht das super interessanteste Studium, was man machen kann. Aber letztendlich ist es so breit gefächert, dass du später in so vielen Bereichen tätig werden kannst.
Was hast du denn vor deinem Studium gemacht? Und warum bist du bei BWL gelandet?
 
@Mitterjo, miir fällt auf, dass du in all deinen drei Threads (Studium, Freunde, Sport) immer wieder das Wort "grundsätzlich“ benutzt. Es wirkt, als hättest du dich in einer lauwarmen Mitmach-Falle eingerichtet: Du machst diese Dinge anscheinend nur, damit du überhaupt irgendwas machst oder weil andere es eben auch tun – aber echte Freude ist da nicht dabei.

Da du dich hier überhaupt nicht beteiligst und auf keine Rückfragen eingehst, frage ich mich: Suchst du überhaupt nach Lösungen, oder willst du nur deinen Kropf leeren?
 

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