Das hätte man alles in einem Satz sagen können....
"Arbeit macht frei" 😉
Zum Thema Alte,Kranke und Kinder fällt mir auch noch was anderes ein.
Man kann eine Gesellschaft oder Kultur sehr gut daran erkennen, wie sie mit ihren Alten und Kindern umgeht.
Ich denke wenn man die Alten in unserem Land heutzutage in den Mülleimern stöbern sieht und wie ihr Tod oft erst dann bemerkt wird, weil die Nachbarn einen Gestank bemerken, ist offensichtlich wie es hierzulande mit dem Respekt und der Wertschätzung gegenüber alten Menschen aussieht.
Eher daß man bei Anpassungen der sozialen Zustände an gesellschaftliche Veränderungen massiv hinterherhinkt. Der Schwund an Großfamilien, das Anwachsen von Singlezahlen (auch alten) läuft nicht erst seit gestern, aber man tut immer noch gern als schreibe man 1950.
Dabei gäbe es einfache und relativ billige Maßnahmen, der Vereinsamung entgegenzuwirken. Wenn die Familien das nicht mehr bringen mangels Masse, sollte der Staat, hier die einzelnen Gemeinden und Städte, für entsprechende Sozialeinrichtungen sorgen.
In Nürnberg läuft in jedem Februar seit ein paar Jahren eine gute Vorlage dafür, nämlich die sogenannte Vesperkirche.
https://vesperkirche-nuernberg.de/ueber-uns/
Kurzfassung: ein großer Saal, muß nicht unbedingt eine Kirche sein, am besten mit angeschlossener Küche oder Kantine, wo täglich zu festen Zeiten Essen (verbilligt dank Sponsoren) ausgegeben wird, die Leute aber nach Belieben zu Klatsch und Tratsch bei Kaffee und Kuchen (umsonst dank Spenden) sitzen bleiben können, dazu gibt es diverse Zusatzangebote von Friseur, für die die sich einen normalen Friseurbesuch nicht leisten können (wieder: gesponsert) bis zu psychologischer Beratung. Wird jedesmal sehr gut angenommen, vor allem von älteren Leuten die so mal aus der Wohnung kommen, um sich mit Leuten der eigenen Alterskategorie treffen zu können, ohne dafür ins Altenheim zu müssen. Aber auch jeder andere der Zeit und Lust hat kann kommen, Essen gibt es solange der Vorrat reicht. Wie Restaurant aber deutlich billiger.
Es spricht nichts dagegen so ein Angebot überall und auf Dauer einzuführen und ggf. noch weitere Leistungen zu erweitern, ist lediglich eine organisatorische und finanzielle Frage, aber ich schätze für so einen konkreten Zweck würden sich reichlich örtliche Spender finden, da wissen die nämlich genau wo ihr Geld hingeht.