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Betreff: Einsamkeit...

Dir geht es nicht um Schwäche, sondern um Qualität. Anschluß bei irgendwelchen Losern oder Langweilern findet man leicht, aber die Qualität die man sich vorstellt, ist nicht so leicht zu finden, da nehmen viele eher die Einsamkeit in Kauf als sich irgendwas aufzuhalsen was man später vielleicht bereut, weil man die Kletten nicht mehr loswird. Man nimmt nicht alles zu jedem Preis.
Eben..also bleibt man auch aus diesem Grunde einsam.
 
Auch Freunden braucht man nicht täglich im Nacken sitzen. Freundschaft hängt nicht von der Zeit ab die man zusammen verbringt, sondern von der Intensität, inwieweit man sich gegenseitig was geben kann. Wenn man sich nur noch anödet, war es das mit der Freundschaft. Freundschaften taktet man nicht mit dem Terminkalender. Wenn einem an jemandem wirklich was liegt, dann findet man die Zeit, sonst nicht.
Naja. Intensität ist aber zeitlicher Aufwand auch.
 
Das hätte man alles in einem Satz sagen können....
"Arbeit macht frei" 😉

Zum Thema Alte,Kranke und Kinder fällt mir auch noch was anderes ein.
Man kann eine Gesellschaft oder Kultur sehr gut daran erkennen, wie sie mit ihren Alten und Kindern umgeht.
Ich denke wenn man die Alten in unserem Land heutzutage in den Mülleimern stöbern sieht und wie ihr Tod oft erst dann bemerkt wird, weil die Nachbarn einen Gestank bemerken, ist offensichtlich wie es hierzulande mit dem Respekt und der Wertschätzung gegenüber alten Menschen aussieht.
Eher daß man bei Anpassungen der sozialen Zustände an gesellschaftliche Veränderungen massiv hinterherhinkt. Der Schwund an Großfamilien, das Anwachsen von Singlezahlen (auch alten) läuft nicht erst seit gestern, aber man tut immer noch gern als schreibe man 1950.
Dabei gäbe es einfache und relativ billige Maßnahmen, der Vereinsamung entgegenzuwirken. Wenn die Familien das nicht mehr bringen mangels Masse, sollte der Staat, hier die einzelnen Gemeinden und Städte, für entsprechende Sozialeinrichtungen sorgen.
In Nürnberg läuft in jedem Februar seit ein paar Jahren eine gute Vorlage dafür, nämlich die sogenannte Vesperkirche. https://vesperkirche-nuernberg.de/ueber-uns/
Kurzfassung: ein großer Saal, muß nicht unbedingt eine Kirche sein, am besten mit angeschlossener Küche oder Kantine, wo täglich zu festen Zeiten Essen (verbilligt dank Sponsoren) ausgegeben wird, die Leute aber nach Belieben zu Klatsch und Tratsch bei Kaffee und Kuchen (umsonst dank Spenden) sitzen bleiben können, dazu gibt es diverse Zusatzangebote von Friseur, für die die sich einen normalen Friseurbesuch nicht leisten können (wieder: gesponsert) bis zu psychologischer Beratung. Wird jedesmal sehr gut angenommen, vor allem von älteren Leuten die so mal aus der Wohnung kommen, um sich mit Leuten der eigenen Alterskategorie treffen zu können, ohne dafür ins Altenheim zu müssen. Aber auch jeder andere der Zeit und Lust hat kann kommen, Essen gibt es solange der Vorrat reicht. Wie Restaurant aber deutlich billiger.
Es spricht nichts dagegen so ein Angebot überall und auf Dauer einzuführen und ggf. noch weitere Leistungen zu erweitern, ist lediglich eine organisatorische und finanzielle Frage, aber ich schätze für so einen konkreten Zweck würden sich reichlich örtliche Spender finden, da wissen die nämlich genau wo ihr Geld hingeht.
 
Eben..also bleibt man auch aus diesem Grunde einsam.
Wenn man das will. Ansonsten muß man sich die Qualität nach eigenem Empfinden suchen, denn von selber schneit die in der Regel nicht ins Haus. Man muß wissen was man möchte - und wo man es ggf. finden könnte. Hobbys waren immer schon ein guter Ansatz, um Gleichgesinnte zu finden.
 
Das hätte man alles in einem Satz sagen können....
"Arbeit macht frei" 😉
Ursprung vor der NS-Zeit
    • Literarischer Ursprung: Der Ausdruck geht vermutlich auf den gleichnamigen Roman „Arbeit macht frei“ des deutschnationalen Schriftstellers Lorenz Diefenbach aus dem Jahr 1873 zurück. In dem Buch wird ein Spieler durch harte und geregelte Arbeit moralisch gebessert und geläutert. [1, 2]
    • Frühere Verwendung: Bereits 1845 nutzte der Publizist Heinrich Beta die Phrase in der Schrift „Geld und Geist“ als allgemeine bürgerliche Lebensweisheit über den Wert von Arbeit. [1]

Die Nazis haben es nur korrumpiert, wie so vieles. Und wenn Arbeit als tägliche Ablenkung vor Hirnverwirrungen wie psychosomatischen Krankheiten schützt, hat sie immer noch in mehr als einer Hinsicht (Geldverdienen) ihren Nutzen.
 

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