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Als Raucher haben es die Menschen nicht leicht ....

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Dabei gibt es ja seit langem Alternativen die weniger bis garnicht qualmen. Kautabak oder Schnupftabak sind die Klassiker. Heute gibt es zudem E-Zigaretten, die nur noch einen kleinen süßlichen Dampf haben oder Tabakerhitzer, die garnicht mehr klassisch verbrennen.
Das stimmt. Alles, was nicht auf klassische Weise qualmt, stört mich eigentlich nicht. Und auch der Dampf der E-Zigaretten riecht erstens vergleichsweise harmlos, zweitens hängt sich der Geruch nicht in Kleidung und Haaren fest, und drittens dürfte er auch gesundheitlich weniger aggressiv sein (jedenfalls brennen mir davon weder die Augen noch der Rachen).
 
Durch die Nichtrauchergesetze sind fast alle Kneipen verschwunden. Das war der Todesstoss.
Sehe ich nicht so.

Das Sterben der klassischen Eckkneipe begann lange vor den ersten Rauchverboten. Bereits in den 1990er- und frühen 2000er-Anfängen schlossen Jahr für Jahr Tausende reine Schankwirtschaften. Der Grund hierfür war ein fundamentaler Wandel des Ausgeh- und Konsumverhaltens.
  • Verändertes Freizeitverhalten: Jüngere Generationen zieht es eher in Cafés, Bars mit Speiseangebot, Clubs oder Lounges statt in die klassische, bierfokussierte Eckkneipe.
  • Günstigerer Konsum zu Hause: Bier wird zunehmend im Supermarkt gekauft und im privaten Kreis getrunken („Vorglühen“), anstatt den Abend an der Theke zu verbringen. Vor allem die Preissteigerung der letzten Jahre hat nochmal die Konsumverlagerung nach Hause verstärkt. Es kann und will sich kaum noch jemand für 50 € und mehr nen feuchtfröhlichen Abend leisten.
  • Demografischer Wandel: Die Stammkundschaft der klassischen Eckkneipen stirbt schlichtweg aus, während kaum junges Publikum nachrückt. Unsere Kneipen nannten wir damals gerne "Knast-Sammerstellen", weil dort nur noch so viele alte und Zwielichtige Gestalten abhingen.
Das Rauchverbot mag die ohnehin unter Druck stehende Kneipenkultur kurzzeitig stark durchgeschüttelt und den Wandel beschleunigt haben, ist aber nicht der Grund warum Kneipen sterben.
 
Das liegt auch daran, dass man erst warten muss, bis die erste, zweite oder dritte Zigarette ausgeraucht ist, und sich der Qualm bis dahin schon festgesetzt hat.
Also wenn du von Kettenrauchern auf dem Balkon sprichst, stimme ich dir vollkommen zu. Da ist das Maß dann überschritten und die Lebensqualität der Nachbarn zu stark beeinträchtigt. Ansonsten halte ich es wie mit Lärm: Eine Sache der Verhältnismäßigkeit.
 
Also wenn du von Kettenrauchern auf dem Balkon sprichst, stimme ich dir vollkommen zu. Da ist das Maß dann überschritten und die Lebensqualität der Nachbarn zu stark beeinträchtigt. Ansonsten halte ich es wie mit Lärm: Eine Sache der Verhältnismäßigkeit.
Ich weiß nicht, ob es sich um Kettenraucher handelt, aber jedes Mal, wenn ich das Fenster öffnen möchte, oder spätestens nach fünf Minuten - zieht Rauch in die Wohnung.

Das passiert zu den unterschiedlichsten Uhrzeiten, sogar nachts. Das kann doch nicht normal sein.
 
Sehe ich nicht so.

Das Sterben der klassischen Eckkneipe begann lange vor den ersten Rauchverboten. Bereits in den 1990er- und frühen 2000er-Anfängen schlossen Jahr für Jahr Tausende reine Schankwirtschaften. Der Grund hierfür war ein fundamentaler Wandel des Ausgeh- und Konsumverhaltens.
Bei uns sind die Kneipen durch die Nichtrauchergesetze fast alle verschwunden. Es ist hier so.
 
Also wenn du von Kettenrauchern auf dem Balkon sprichst, stimme ich dir vollkommen zu. Da ist das Maß dann überschritten und die Lebensqualität der Nachbarn zu stark beeinträchtigt. Ansonsten halte ich es wie mit Lärm: Eine Sache der Verhältnismäßigkeit.

Ich finde das immer schwierig, es gibt keine Sicht, die allen gerecht werden könnte. Wer legt die Verhältnismäßigkeit fest?

Bei vorhandenen Atemwegsproblemen und mit Schwellung der Schleimhäuten reagierend gälte sicher etwas anderes als bei reiner Geruchsbelästigung.
Und doch wäre das wieder ein Einzelfall; kann das ein Maßstab sein? Oder doch nicht? Jeder kann es von seinem Standpunkt aus betrachten und mehr oder weniger freundlich darauf pochen.
 
Ich finde das immer schwierig, es gibt keine Sicht, die allen gerecht werden könnte. Wer legt die Verhältnismäßigkeit fest?

Bei vorhandenen Atemwegsproblemen und mit Schwellung der Schleimhäuten reagierend gälte sicher etwas anderes als bei reiner Geruchsbelästigung.
Und doch wäre das wieder ein Einzelfall; kann das ein Maßstab sein? Oder doch nicht? Jeder kann es von seinem Standpunkt aus betrachten und mehr oder weniger freundlich darauf pochen.
Nein, eine Sicht, die allen gerecht wird, gibt es nicht. Nehmen wir das Beispiel Lärm. In den meisten Bundesländern ist die Ruhezeit genau geregelt und es gibt auch Richtwerte bzgl. der max. Lautstärke. Tagsüber sind normale Lebensgeräusche erlaubt, auch Möbelrücken oder Handwerken. Gleichzeitig ist dauerhafter oder rücksichtsloser Lärm davon nicht gedeckt. Doch was genau bedeutet dauerhaft? Ist nicht exakt definiert. Genau hier kommt die Verhältnismäßigkeit ins Spiel. Dabei geht es nicht darum wie empfindlich jemand ist, sondern welchen Zweck der Lärm erfüllt und ob er in dem vorliegenden Umfang zumutbar ist. Das sind Einzelfallentscheidungen vom Gericht, die dann vlt. zu Präzedenzfällen werden. Bspw. gab es mal ein Urteil des BGH, dass Musizieren außerhalb der Ruhezeiten zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar ist und im Mietvertrag nicht untersagt werden kann. Ähnlich könnte man es ja auch beim Rauchen handhaben, wie z.B. dass man im Schnitt 1 Kippe pro Stunde draußen rauchen darf, aber eben nicht Kette. Dafür müssen Menschen aber Protokolle schreiben, die Miete mindern und dem Vermieter auf den Sack gehen, damit dieser eine Klage anstrebt.
 
Bei uns sind die Kneipen durch die Nichtrauchergesetze fast alle verschwunden. Es ist hier so.
Das mag in deinem Wohnort so sein, allerdings selbst da würde ich hinterfragen ob das Rauchverbot der Grund war und nicht nur der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte.

Das Kneipensterben wie beschrieben ein bereits lange dauerndes Phänomen. Auf Statista und anderen Seiten kann man sehen, dass rund ein Viertel der Kneipen von den Neunzigern bis vor dem Rauchverbot schlossen.

Das liegt wie beschrieben an vielen Faktoren, auch dem Bierkonsum. Lag der Bierkonsum 1990 noch bei 142 Litern pro Jahr, waren es nur noch 88 Liter in 2024. Es gibt zig Gründe, aber das Rauchverbot wird immer als "der" Grund dargestellt.

Auch die Zahl der Raucher zeigt, dass es nicht primär am Rauchverbot liegen kann. Die Zahl der Raucher hat sich seit der jahrtausendwende halbiert! Wenn heute Leute nicht mehr in Kneipen gehen, dann nicht primär weil sie dort nicht rauchen dürfen, sondern weil es diverse gesellschaftliche Wandlungen gibt, warum Kneipen nicht mehr populär sind.
 
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