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Meine Mutter verändert sich immer stärker durch Verschwörungstheorien und Endzeit-Glauben – wie soll ich damit umgehen?

Wir? Ich will niemanden missionieren. Darum geht es hier auch nicht.


Es geht aber um die TE, die darunter leidet, dass ihre Mutter sich in eine Richtung verändert, die kaum zu stoppen oder zu ändern ist. Sie lächelt das sicher nicht weg.
Ihr geraten, den Kontakt zu reduzieren und wo sie Hilfe bekommt, wurde hier schon ausführlich. Einen kompletten Abbruch zur Mutter will TE nicht. Vielleicht äußert sie sich ja noch zu den Antworten.
genau, meine Mutter lebt alleine und wenn ich weg wäre, hätte sie sonst niemanden mehr.
 
Eine Sekte? Beginnende Demenz oder Alzheimer? Ich würde sicherheitshalber mit ihr zum Neurologen gehen. Wie du sie davon überzeugen sollst? Keine Ahnung, sorry.

Das bringt vermutlich nichts, da diese wirren Gedanken schon einen Grossteil ihres Denkens beanspruchen. Da wird jede Widerrede aggressiv angegangen.

Versuch es mal so...

...und dann wechsle einfach das Thema ohne Überleitung.
Sie hat keine Demenz
 
Ich würde gerne noch etwas hinzufügen.

Mir kam das schon seit langer Zeit so vor. Auch wenn ich mit meiner Mutter geschrieben habe, musste die Initiative immer von mir ausgehen. Ich habe sie gefragt, wie es ihr geht, wie ihr Arbeitstag war oder was sie gerade beschäftigt. Solche Fragen kamen von ihr mir gegenüber eigentlich nie. Sie hat kaum Interesse daran gezeigt, was in meinem Leben passiert.

Selbst jetzt, wo ich gerade meinen Techniker mache, fragt sie überhaupt nicht danach. Es kommen keine Nachfragen, kein Interesse. Ich bin immer diejenige, die einfach von sich aus erzählt. Stattdessen meinte sie sogar, dass ich die Schule eigentlich gar nicht machen müsste, weil die Welt sowieso bald untergehen würde und dann nichts mehr funktionieren werde.

Am Sonntag war das alles so extrem, dass ich irgendwann einfach gegangen bin.

Seitdem hat meine Mutter mir bis heute auch nicht geschrieben. Leider war das schon immer so: Die Initiative ging fast ausschließlich von mir aus. Ich habe gefragt, wie ihr Arbeitstag war, wie es ihr geht oder was sie gerade macht. Von ihr kam das nie zurück. Dadurch hatte ich immer stärker das Gefühl, dass sie sich überhaupt nicht für mein Leben interessiert.

Ich vermute, dass sie inzwischen nur noch auf ihre Bibel und diese ganzen religiösen Themen fokussiert ist. Sie hat sogar einmal gesagt, dass ihr das Leben in dieser Welt keinen Spaß mehr macht und sie glücklicher wäre, wenn sie irgendwann bei Gott sein könnte. Sie meinte das nicht im Sinne von Suizid, aber trotzdem hat mich diese Aussage sehr getroffen. Für mich hat es sich so angefühlt, als wäre ich ihr gar nicht mehr wichtig.

Ich habe das Gefühl, ich habe meine alte Mutter verloren. Ich vermisse sie sehr.

Trotzdem möchte ich den Kontakt nicht komplett abbrechen, weil meine Mutter sonst kaum noch jemanden hat. In unserer Familie sind fast alle miteinander zerstritten. Sie hat zwar ihre Kollegen auf der Arbeit, aber das war es dann auch schon.
 
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Angehörigen gemacht?

Unsere Mutter hat ab einem bestimmten körperlichen Verfall besonders viel Drama geträumt, das sie für wahr hielt.
Vielleicht könnte es bei deiner Mama ähnlich sein, sie fühlt sich schlecht und sucht nach Erklärungen, interpretiert, versucht das in Geschichten zu packen.
Als ich auf der Intensiv lag über Wochen, da war ich überzeugt, jemand will mich umbringen, ersticken, ich hatte durch die Nasenlöcher Schläuche, vielleicht interpretierte das mein Gehirn so, deshalb meine ich nicht auf das, was sie erzählt, wäre zu achten, sondern, hat sie genug Bewegung, ist sie etwa in einer miesen Verfassung, wieso erfindet sie solche Horrorgeschichten, was fehlt ihr?
 
Hier geht es nicht um ein altes Mütterchen, sondern um eine Frau von 56, die es wagt, sich nicht der Mehrheitsmeinung anzuschließen.
Verwunderlich, dass man das so wenig aushalten kann.
 
Umgekehrt sollte das dann auch gelten.
Es geht bei der Kritik der TE ja nicht nur um die "Mission", sondern um das Nichtaushalten einer anderen Haltung.
Sie soll umgedreht werden, ganz klar.
 
Umgekehrt sollte das dann auch gelten.
Es geht bei der Kritik der TE ja nicht nur um die "Mission", sondern um das Nichtaushalten einer anderen Haltung.
Sie soll umgedreht werden, ganz klar.

Wer soll umgedreht werden?

Ich halte es nicht für normal, permanent über den Weltuntergang zu lamentieren und sich Muttermale selbst rauszuschneiden.
 

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