Hallo liebe Foristas,
wir sind aus " D".
Ja, so ist es. Sie wissen nicht, wohin mit ihr.
Das weiß die Frau, die das Sorgerecht ausübt, offenbar auch nicht.
Es wäre ja auch alles kein Problem, sie hier wohnen zu lassen, wenn nicht beim kleinsten Konflikt Gewalt ihrerseits droht. Ich kann nur sagen: wehret den Anfängen. Wenn sie schon mal die "Schrei- Barriere" überwunden hat... so ging es früher auch mit ihr.
Ich nehme mit, was mir hier geraten würde: ein einziger Schlag ihrerseits und ich rufe die Polizei.
Viel helfen wird wohl auch das nicht. Kriegt sie halt ne Anzeige. Es gibt keine Plätze in Wohngruppen, das läuft schon seit Jahren so und wurde uns auch stets kommuniziert.
Geschlossene Einrichtungen gibt es nur in Bayern und da kannste auch Jahre auf nen Platz warten.
Solange sie bei mir ist, werde ich möglichst nicht zu Hause sein, außer Nachts und abends. Ich hab einfach zu sehr Angst vor ihren Ausbrüchen und möchte auch von den destruktiven Stimmungen nicht angesteckt werden.
Ich merk jetzt schon, wie ich im Verhalten ihr beschwichtige, rechtfertige...Sie ist jetzt seit 3 Wochen wieder hier. Mir geht es täglich schlechter. Ihr auch.
Wie sehr ich wünsche, aus dieser Wohnung und diesen ganzen unendlichen Kampf und Krampf weg zu können, kann ich nicht mehr in Worte fassen.
Ich muss da durch. Ich habe als Erwachsene die Verantwortung zu tragen für die folgenreiche Entscheidung, ein Kind zu bekommen.
Eines kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen: Schön war es leider die meiste Zeit nicht. Ich wurde wirklich sehr schlecht behandelt und meine Tochter hat leider wirklich sehr viel körperliche und psychische Gewalt auf mich ausgeübt.
Wenn sie 18 ist und bis dahin keine Verbesserung in ihrem Verhalten besteht, entbinde ich mich aus der Nummer. Das ist das Einzige, was mir derzeit Hoffnung gibt, dass das Leben doch noch einigermaßen lebenswert werden kann. Und ich dann endlich frei sein kann.
Traurig, ja. Ich hab alles für sie gegeben. Alles und noch viel mehr. Weitweit über meine Grenzen hinaus. Das interessiert keinen beim Amt. Wieso auch? Die Frau schaffts ja. Ist noch nicht umgefallen, eingeliefert etc pp.
Mir zu unterstellen, ich hätte nicht genug getan, zu wenig Verständnis usw.. tut nur im ersten Moment weh. Ich weiß, daß es anders war. Ich wünsche keinem so eine Aussichtslosigkeit und Hoffnungslosigkeit.
Die 4 Jahre, bis sie 18 ist, werde ich auch noch überstehen. Ich mach das hier schon lang genug und bin immernoch nicht kaputt. Nur traurig. Und das juckt nur wirklich niemanden beim Amt oder sonstwo.
Dass ich hier mitfühlende Menschen treffe, hilft mir.
Danke!
Herzlichst,
SinaLynn