Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass du jammerst.
Viele Menschen unterschätzen, wie sehr einen ein langanhaltendes Gefühl von Einsamkeit oder "nicht angekommen sein" belasten kann, gerade wenn man sieht, dass scheinbar alle anderen irgendwann Partnerschaft, Ehe oder Familie erlebt haben.
Und ich glaube, dein eigentlicher Schmerz ist vielleicht gar nicht nur der fehlende Trauschein, sondern eher das Gefühl: Warum hat es bei mir nie so geklappt wie bei anderen?
Das kann mit der Zeit sehr am Selbstwert nagen. Besonders wenn man sich ständig vergleicht oder das Gefühl hat, aus irgendeinem Grund übrig geblieben zu sein.
Gleichzeitig würde ich vorsichtig damit sein, dein Leben nur an diesem einen Punkt festzumachen.
Denn verheiratet gewesen zu sein bedeutet nicht automatisch, geliebt, glücklich oder emotional angekommen zu sein. Viele Beziehungen funktionieren schlecht, manche enden bitter, manche Menschen fühlen sich sogar innerhalb ihrer Ehe einsamer als alleine.
Das bedeutet natürlich trotzdem nicht, dass dein Wunsch nach Nähe, Partnerschaft und Verbindlichkeit falsch oder unwichtig wäre.
Mit 45 ist nichts vorbei!!!
Wirklich nicht. Beziehungen entstehen nicht nur mit Anfang 20. Manche Menschen finden erst später jemanden, der wirklich passt, oft sogar bewusster als früher.
Du bist nicht weniger wert, nur weil dein Lebensweg anders verlaufen ist als der vieler anderer.