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Schwerstkranker Vater provoziert Streit

Pumi27

Neues Mitglied
Hallo, bin neu hier, weil ich verzweifelt bin und einen Ratschlag brauche.
Es geht um meinen Vater. Er hat schon vor Jahren angefangen, mich und meine Familie (Mann und Kind) nach und nach aus seinem Leben zu verdrängen. Immer musste ich mich melden, häufig blieben jedoch auch Anrufe und Nachrichten unbeantwortet, um dann zum Beispiel damit um die Ecke zu kommen, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Er bekommt auch überhaupt nicht mit, bzw es interessiert ihn nichr wirklich, wenn es uns mal schlecht geht. Ihm geht es ja schließlich viel schlimmer!
Ich kann die Gespräche, in denen ich ihn darum gebeten habe, sich auch mal bei mir zu melden oder entgangene Anrufe zu beantworten, überhaupt nicht mehr zählen.
Jetzt ist er schwer erkrankt und liegt im Krankenhaus. Heute wollten wir ihn eigentlich besuchen, aber ich habe mir selbst eine schwere Verletzung zugezogen und kann mich kaum, bzw nur unter akuten Schmerzen bewegen.
Da kam von ihm: "Was soll ich denn sagen, mit meinen Schmerzen?"
Ja, er ist krank und ich würde freiwillig nicht mit ihm tauschen, aber sind meine/unsere Probleme deshalb weniger tragisch?
Ich habe schwere Depressionen und seit Tagen überlege ich, ob ich mich freiwillig in die Psychiatrie überweisen lasse.
Nun will mein Vater auch noch einen Streit provozieren, auf den ich mich nicht einlassen will.
Er redet meinem Mann und mir ein schlechtes Gewissen ein. Mal wieder!
Wir hätten ja auch schließlich vor ein paar Tagen Zeit gehabt, zur Beerdigung meiner besten Freundin zu fahren usw...
Was sollen wir tun? Wie sollen wir reagieren? Ich möchte keinen Streit! Zum einen, weil ich nicht weiß, wie lange mein Vater noch lebt und ich nicht im Streit mit ihm auseinandergehen möchte.
Zum anderen, weil mir einfach die Kraft dazu fehlt.
Aber ganz unkommentiert lassen?
Falls jemand einen guten Ratschlag hat, wäre ich sehr dankbar!
 
Hallo, bin neu hier, weil ich verzweifelt bin und einen Ratschlag brauche.
Es geht um meinen Vater. Er hat schon vor Jahren angefangen, mich und meine Familie (Mann und Kind) nach und nach aus seinem Leben zu verdrängen. Immer musste ich mich melden, häufig blieben jedoch auch Anrufe und Nachrichten unbeantwortet, um dann zum Beispiel damit um die Ecke zu kommen, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Er bekommt auch überhaupt nicht mit, bzw es interessiert ihn nichr wirklich, wenn es uns mal schlecht geht. Ihm geht es ja schließlich viel schlimmer!
Ich kann die Gespräche, in denen ich ihn darum gebeten habe, sich auch mal bei mir zu melden oder entgangene Anrufe zu beantworten, überhaupt nicht mehr zählen.
Jetzt ist er schwer erkrankt und liegt im Krankenhaus. Heute wollten wir ihn eigentlich besuchen, aber ich habe mir selbst eine schwere Verletzung zugezogen und kann mich kaum, bzw nur unter akuten Schmerzen bewegen.
Da kam von ihm: "Was soll ich denn sagen, mit meinen Schmerzen?"
Ja, er ist krank und ich würde freiwillig nicht mit ihm tauschen, aber sind meine/unsere Probleme deshalb weniger tragisch?
Ich habe schwere Depressionen und seit Tagen überlege ich, ob ich mich freiwillig in die Psychiatrie überweisen lasse.
Nun will mein Vater auch noch einen Streit provozieren, auf den ich mich nicht einlassen will.
Er redet meinem Mann und mir ein schlechtes Gewissen ein. Mal wieder!
Wir hätten ja auch schließlich vor ein paar Tagen Zeit gehabt, zur Beerdigung meiner besten Freundin zu fahren usw...
Was sollen wir tun? Wie sollen wir reagieren? Ich möchte keinen Streit! Zum einen, weil ich nicht weiß, wie lange mein Vater noch lebt und ich nicht im Streit mit ihm auseinandergehen möchte.
Zum anderen, weil mir einfach die Kraft dazu fehlt.
Aber ganz unkommentiert lassen?
Falls jemand einen guten Ratschlag hat, wäre ich sehr dankbar!
Unkommentiert lassen und nicht reagieren wäre vermutlich das Beste.
 
Ich glaube, du musst dir zuerst einmal bewusst machen, dass Krankheit einen Menschen nicht automatisch fair, liebevoll oder empathisch macht.
Ja, dein Vater ist schwer krank. Das ist traurig und belastend. Aber trotzdem bleiben deine Schmerzen, deine Depressionen und deine Grenzen genauso real.
Und ehrlich gesagt klingt das, was du beschreibst, nicht nach einer einmaligen Situation, sondern nach einem Muster, das schon sehr lange besteh.
Ich finde deshalb nicht, dass du dich jetzt zusätzlich dafür schuldig fühlen musst, dass du verletzt bist und gerade selbst kaum Kraft hast.
Keinen Streit zu wollen bedeutet nicht, alles schlucken zu müssen.
Du musst dich auch nicht rechtfertigen.
Was ich zwischen deinen Zeilen stark herauslese ist, du trägst seit langer Zeit emotional sehr viel. Vielleicht sogar zu viel.
Wenn du bereits über eine freiwillige psychiatrische Unterstützung nachdenkst, dann nimm diesen Gedanken ernst, nicht als Versagen, sondern als Zeichen, dass deine Kräfte gerade wirklich erschöpft sind.
Du bist nicht verantwortlich dafür, die emotionale Unzufriedenheit deines Vaters ständig auszugleichen. Auch nicht jetzt.
Ja, du hast Mitgefühlt für ihn, und du musst aber trotzdem auf dich selbst achten.
 
Was sollen wir tun? Wie sollen wir reagieren? Ich möchte keinen Streit!

Gelassener werden wäre bei dir schon längst dran und all das Gehabe rundherum sehen lernen, wie Szenen, die "das Leben inszeniert" und du bist einer der Akteure darin.

Es wäre alles schon wesentlich anders, würdest du nicht wie üblich reagieren. Erfinde dich neu. Zum Beispiel stecke den ersten Impuls weg, den du fühlst. Sei nicht aufgebracht wie sonst, zieh vor, cool zu bleiben. Oder rede nicht schnell, rede sehr, sehr langsam und sag etwas, das du sonst, üblichweise nie sagen würdest und in einem Tonfall, der ganz, ganz unüblich ist.
Das alleine bedingt, dass auch der Verlauf anders ist wie üblich.

Du kannst auch bei seiner Druckmache stoisch ruhig zuhören, nichts sagen vorerst, nicht auf sein Gesagtes einsteigen, sondern zb das Telefon abschalten, oder aufstehen und gehen, mit aller Ruhe- oder dreh auf und brings fertig zu sagen, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr... dann geh, oder eben, antworte nicht mehr, falls er wieder anrufen sollte. Melde dich mal nicht mehr, zeitgleich, wenn er solche Manieren an den Tag legt.
Er wird daraus lernen- ist er so, dann ""fürchtest du dich ganz fürchterlich""", es gibt null Toleranz mehr, es gibt kein "Durchkommen zu dir", denn du kannst das nicht aushalten, du bist dann weg... das tut dir fuuuuuuuuurrrrrchtbaaaaaar weh.....

Auch wenn er noch so krank ist, das geht nicht, dass er dir das Leben so schwer macht.
Er muss akzeptieren ( lernen), dass sein Handeln Konsequenzen hat.

Dann sag halt: heute gehts nicht, ich melde mich... und leg auf.
Oder sag: ich habe erst Mittwoch Zeit, um vier, okay- ich muss jetzt in die Küche, tschüß...und leg auf.
Ganz ohne Aufregung, ganz ohne innerlichen echten Nöte sei halt endlich unerpressbar und irgendwie völlig unbeeindruckt von jeglicher Art Leute, die an dir zerren und ziehen.
 
Ich würde überhaupt nicht auf sein Gemecker eingehen. Geh ihn besuchen, wenn du dich imstande dazu fühlst. Wie du schreibst, hat er sich vorher nicht toll verhalten, da kann er jetzt auch nicht erwarten, dass du sofort springst.
 
Das ist mir auch schon aufgefallen, daß manche Menschen sich einerseits übertrumpfen wollen, mit dem was sie besser können, und haben, und wenn das dann nicht mehr ohne weiteres geht, dann wird sich mit Leid übertrumpft. Und ihnen geht es immer schlechter und ihre Krankheit ist viel schlimmer! Es geht bei diesen Menschen immer um Konkurrenz, und nicht um Beziehung und Austausch, ich glaube solche Menschen wissen garnicht was das ist, noch wie das geht. Ich würde mit solchen Menschen egal ob verwandt oder nicht, so wenig wie möglich Zeit verbringen, und sie nicht all zu ernst nehmen, um mir selber nicht zu schaden.
Ja, gut, sehr gut auf sich achten im Umgang mit solchen Menschen, und man kann sie nicht ändern, und sie werden auch eher nicht irgendetwas was du machst wertschätzen, oder dankbar sein, dafür ist schon eine Unzufriedenheit in ihrem Leben zu weit fortgeschritten, und sie sehen die anderen eher als ihre Dienstboten und Untergebenen, die ihnen zu Diensten zu sein haben! Das würde ich sehr minimieren, und einschränken.
 
Es gibt Menschen, die sehen nur sich. Bei ihnen ist alles noch immer etwas schlimmer und natürlich haben sie alles, was man erzählt, auch schon selber erlebt. Das für sich betrachtet ist nervig und man verliert schon die Lust, überhaupt noch etwas zu erzählen. Dein Vater setzt aber noch einen drauf: Wie du selber schon erkannt hast, provoziert er, allerdings manipuliert er gleichzeitig, da er dich bestens kennt und weiß, welche Knöpfe er drücken muss, damit du dich schlecht und schuldig fühlst. Tatsächlich gibt es dafür aber keinen Grund, dass du darauf anspringst, denn du interessierst dich ja aufrichtig für ihn, willst, dass es ihm gut geht. Das ist aber nicht sein vorrangiges Interesse, denn er selber versucht sogar, deine Bemühungen zu torpedieren, indem er darauf gar nicht reagiert, dich quasi am langen Arm verhungern lässt. Sieh hier dein Beispiel, bei dem er deine Kontaktversuche gezielt ignoriert. Wie ein kleines Kind, das sich versteckt und dabei die besorgten Eltern amüsiert beim Suchen beobachtet. Nur dass dein Vater erwachsen ist; er will dir schaden, dir ein schlechtes Gefühl machen, zumal er sehr wohl weiß, dass du dich sorgst.

Warum dein Vater das tut darf dir egal sein, denn das ist reine Schikane und reicht schon, dass du dich schlecht fühlst. Seine Motivation ist weder konstruktiv noch wohlmeinend, man kann sie vielmehr boshaft nennen. Warum springst du noch immer über jedes seiner Stöckchen?

Wenn du krank/verletzt bist, dann ist das so. Rede dich bei deinen Rechtfertigungen doch nicht um Kopf und Kragen. Deine Gründe wird er eh niemals akzeptieren, da er sich ja als Nabel der Welt sieht. Fass dich stattdessen kurz, begründe dein Absage und dann lass ihn mit dem Nachkarten abprallen.

Er hat wahrscheinlich großen Anteil daran, dass es dir mental nicht gut geht, denn die Kontakte mit ihm rauben dir wertvolle Energie, die du für deine eigenen Schauplätze viel dringender brauchst. Versuche, dich gegen ihn stärker abzugrenzen und konsequenter zu werden. Wenn du bisher anders warst wird es dauern, dich dauerhaft zu ändern. Bitte deinen Mann dir dabei zu helfen, indem er dir ein Signal gibt, wenn du wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen drohst. Sei oder vielmehr werde achtsamer mit dir selber. Deine Psyche wird es dir danken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht um meinen Vater. Er hat schon vor Jahren angefangen, mich und meine Familie (Mann und Kind) nach und nach aus seinem Leben zu verdrängen. Immer musste ich mich melden, häufig blieben jedoch auch Anrufe und Nachrichten unbeantwortet,
Das ist doch super.
Mit einem nörgeligen, alten Mann, der sich einen Dreck um mich und meine Lieben schert, würde ich gar keinen Kontakt wollen.
Warum nimmst du ihn ernst?
Du wirst ihn nicht ändern.
 
Er ist ein grantiger, zeitweise mies aufgelegter Mann, das ist sein Naturell und so ist er halt.

Mir wäre dieses Gehabe "lieb egal"- aufregen würde ich mich nicht lassen von dem, was er alles von sich gibt. Nörgeln wird ihm helfen, wie ein Ventil, wo er Dampf ablassen kann.

Liebe Pumi, sieh das wie Hustenanfälle, die er hat und wie eine Krankheit, die ihn plagt. Es lohnt sich nicht, mit ihm zu diskutieren und zu streiten.

Magst du nicht aufhören, dich über ihn derart aufzuregen? Das ist SEIN Husten, nicht deiner. Das ist sein Grant, den er brauchen wird, um sich ausgeglichen zu fühlen.

Du bist praktisch eine Klagewand, wo er seine Klagen hinrichtet.
 

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