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Bindungsangst, hoffen oder gehen?

Wie ist denn aktuell die Lage bei dir? Kommt von ihm mittlerweile mehr Initiative oder bleibt es bei Worten?

Ich habe ihr heute geschrieben, dass wir nächste Woche reden müssen. Mal sehen wie das Gespräch wird, eine Restoffenheit möchte ich mir noch bewahren, aber wenn nichts sagenumwobenes passiert, dann wird es auseinandergehen. Es spricht aktuell noch nicht einmal Traurigkeit aus mir. Eher Resignation und Hoffnungslosigkeit. Wir hatten vor einer knappen Woche so ein schönes Treffen, von Anfang bis Ende, aber nach Nähe folgte dann natürlich wieder Distanz. Und ja, daran wird sich auch nichts ändern. Woher auch. Klar, ich kann jede Woche oder alle zwei Wochen auf ein Neues gegen die Scheibe fliegen, aber irgendwann muss man sich der tristen Realität stellen, dass es keine Basis mehr gibt, um sich verbindlich kennenzulernen. Und ich bin mir selbst mehr wert, als in dieser Konstellation zu verweilen. Sie ist ein toller Mensch, es war eine überwiegend richtig schöne Zeit, aus der ich für mich super viel rausziehen kann, aber es war nie auf Dauer angelegt. Und das ist okay. Ich muss die Zeit jetzt weder künstlich schlechtreden, noch sie dämonisieren. Wir mögen uns beide, aber es passt einfach nicht. Bitter. Irgendwann bald bestimmt auch traurig. Aber passiert, und bestimmt auch auf Frist aus einem guten Grund.
Hallo Klassemacher,

Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr sich unsere Situationen ähneln!
Ich verstehe dich da voll und ganz. Wenn sich diese Situationen ständig wiederholen, mal Nähe dann wieder Rückzug, das macht einen unglaublich müde.
Ich finde es richtig gut, wie klar du das Ganze nun siehst…und genau so sehe ich es auch…ich bin mir mehr wert, als nur immer wieder wartend und hoffend stehen gelassen zu werden.

Er bemüht sich wirklich, aber es bleibt nicht konstant.
Die letzten Tage lief es wirklich sehr gut, er rief auch täglich an, blieb auch über den Tag immer wieder in Kontakt. Er schrieb zuerst, da ich mich bewusst zurückgezogen habe.
Heute habe ich ihn geschrieben, ob wir uns dieses Wochenende sehen oder er verplant ist. Seit Stunden habe ich nichts mehr von ihm gehört.
Genau so wie du es beschrieben hast, fühle ich mich auch. Ich bin nicht traurig, es ist eher Resignation. Ich hoffe nicht mehr, dass es wirklich besser wird.
Er lässt keine Nähe zu, hat wiederum aber auch große Angst mich zu verlieren.
Wir hatten vor ein paar Tagen ein längeres Gespräch und ich habe ihm gesagt, wie ich mich fühle. Das ich denke, wir haben aktuell einfach zu unterschiedliche Bedürfnisse und es mir einfach nicht mehr ausreicht, wie es läuft. Das ich denke, es wäre vielleicht besser, wenn jeder seinen Weg geht.
Er sagte mir immer wieder, wir schaffen das und er arbeite daran, wir werden uns regelmäßiger sehen. Er war danach auch viel präsenter als zuvor, aber das Thema Treffen bleibt schwierig.
Ich denke ehrlich gesagt, er hat aktuell einfach keinen Raum für mehr.
Sollten wir uns doch noch sehen, werde ich ihn ganz deutlich darauf ansprechen, ob er grundsätzlich an einer Beziehung interessiert ist bzw, ob er diese aktuelle auch wirklich leben kann.
Nach neun Monaten sollte man dies schon sagen können.
Allerdings bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob das überhaupt passt.
Ich mag ihn wirklich sehr und er ist so ein toller Mensch, aber das reicht einfach nicht aus.
Ich brauche mehr Verlässlichkeit, mehr Sicherheit und regelmäßige Treffen…das sind immer wieder unsere Themen.
Sollte es dieses Wochenende zu keinem Treffen kommen, haben wir uns seit sechs Wochen nicht gesehen und dann werde ich den Kontakt auch abbrechen, denn es tut mir einfach nicht gut.
Ich möchte nicht mehr nur hoffen und warten.

Halte mich gerne auf dem Laufenden.

Ich wünsche dir einen schönen Feiertag.
 
Hallo Klassemacher,

Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr sich unsere Situationen ähneln!
Ich verstehe dich da voll und ganz. Wenn sich diese Situationen ständig wiederholen, mal Nähe dann wieder Rückzug, das macht einen unglaublich müde.
Ich finde es richtig gut, wie klar du das Ganze nun siehst…und genau so sehe ich es auch…ich bin mir mehr wert, als nur immer wieder wartend und hoffend stehen gelassen zu werden.

Er bemüht sich wirklich, aber es bleibt nicht konstant.
Die letzten Tage lief es wirklich sehr gut, er rief auch täglich an, blieb auch über den Tag immer wieder in Kontakt. Er schrieb zuerst, da ich mich bewusst zurückgezogen habe.
Heute habe ich ihn geschrieben, ob wir uns dieses Wochenende sehen oder er verplant ist. Seit Stunden habe ich nichts mehr von ihm gehört.
Genau so wie du es beschrieben hast, fühle ich mich auch. Ich bin nicht traurig, es ist eher Resignation. Ich hoffe nicht mehr, dass es wirklich besser wird.
Er lässt keine Nähe zu, hat wiederum aber auch große Angst mich zu verlieren.
Wir hatten vor ein paar Tagen ein längeres Gespräch und ich habe ihm gesagt, wie ich mich fühle. Das ich denke, wir haben aktuell einfach zu unterschiedliche Bedürfnisse und es mir einfach nicht mehr ausreicht, wie es läuft. Das ich denke, es wäre vielleicht besser, wenn jeder seinen Weg geht.
Er sagte mir immer wieder, wir schaffen das und er arbeite daran, wir werden uns regelmäßiger sehen. Er war danach auch viel präsenter als zuvor, aber das Thema Treffen bleibt schwierig.
Ich denke ehrlich gesagt, er hat aktuell einfach keinen Raum für mehr.
Sollten wir uns doch noch sehen, werde ich ihn ganz deutlich darauf ansprechen, ob er grundsätzlich an einer Beziehung interessiert ist bzw, ob er diese aktuelle auch wirklich leben kann.
Nach neun Monaten sollte man dies schon sagen können.
Allerdings bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob das überhaupt passt.
Ich mag ihn wirklich sehr und er ist so ein toller Mensch, aber das reicht einfach nicht aus.
Ich brauche mehr Verlässlichkeit, mehr Sicherheit und regelmäßige Treffen…das sind immer wieder unsere Themen.
Sollte es dieses Wochenende zu keinem Treffen kommen, haben wir uns seit sechs Wochen nicht gesehen und dann werde ich den Kontakt auch abbrechen, denn es tut mir einfach nicht gut.
Ich möchte nicht mehr nur hoffen und warten.

Halte mich gerne auf dem Laufenden.

Ich wünsche dir einen schönen Feiertag.
Ja, es ist echt verrückt, wie sehr sich die Umstände ähneln. Dieses Hin und Her zwischen Hoffnung und Resignation ist so extrem; man hängt sich an jeder positiven Kleinigkeit auf, aber es fehlt die großen Signale und Verbindlichkeit. Ich fühle so sehr mit dir. Das grundsätzliche Bindungsmuster kann so sicher sein, wie nur möglich. Der Zustand macht soo unsicher, ein stückweit abhängig und es ist so schwer, da final auszusteigen. Immer diese Hoffnungsschimmer, um dann nur wieder enttäuscht zu werden. Aber dann kommt wieder ein positives Signal, nur um wieder Rückzug zu erfahren. Es ist wie bei anderen Endorphin-Bomben. Deshalb Hut ab, dass du eine Klarheit in dir trägst und deine Bedürfnisse deutlich kommunizierst. Ja, ich glaube irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Hoffnung schwindet, Klarheit einsetzt und man bereit ist, sich final für sich selbst und sein Glück zu entscheiden. Ich finde du machst das richtig gut und am Ende kannst du dir nie vorwerfen, es nicht wirklich versucht zu haben. Es ist ja auch wirklich eine Chance zu lernen. Was braucht man im Dating/einer Beziehung, wo liegen eigene Unsicherheiten, wie gelingt es in Zukunft nicht mehr die eigenen Bedürfnisse für eine andere Person herunterzuschreiben...klar, wenn es nicht funktioniert, dann tut es enorm weh und es fällt erst einmal schwer, das positive zu sehen. Ich bin allerdings fest davon überzeugt, dass solche Erfahrungen uns stärker machen und wir super viel daraus lernen können.

Danke für dein Update, ich freu mich von dir zu lesen und Daumen sind gedrückt. Ich habe die nächsten Tage "das Gespräch".
 
Schade, dass ihr euch beide nicht trefft.

Wenn eine Person so lange ein Treffen raus zögert könnte es sein, dass derjenige anderweitig gebunden ist.
 
Schade, dass ihr euch beide nicht trefft.
Um ein Selbsthilfeduo zu bilden? Hat das schon jemals in diesem Forum funktioniert? Mal abgesehen davon, dass wir höchstwahrscheinlich in unterschiedlichen Städten leben und exakt nichts übereinander wissen, lassen sich Gefühle ja auch nicht auf Knopfdruck ausschalten. Verbindlich kann ich dann erstmal nicht für eine gewisse Zeit und unverbindliche Treffen haben sich für mich in der Vergangenheit nicht gut angefühlt.
 
Um ein Selbsthilfeduo zu bilden? Hat das schon jemals in diesem Forum funktioniert? Mal abgesehen davon, dass wir höchstwahrscheinlich in unterschiedlichen Städten leben und exakt nichts übereinander wissen, lassen sich Gefühle ja auch nicht auf Knopfdruck ausschalten. Verbindlich kann ich dann erstmal nicht für eine gewisse Zeit und unverbindliche Treffen haben sich für mich in der Vergangenheit nicht gut angefühlt.
Um ein Selbsthilfeduo zu bilden? Hat das schon jemals in diesem Forum funktioniert? Mal abgesehen davon, dass wir höchstwahrscheinlich in unterschiedlichen Städten leben und exakt nichts übereinander wissen, lassen sich Gefühle ja auch nicht auf Knopfdruck ausschalten. Verbindlich kann ich dann erstmal nicht für eine gewisse Zeit und unverbindliche Treffen haben sich für mich in der Vergangenheit nicht gut angefühlt.
Das sehe ich genau so.

Wir wissen nichts übereinander und ich denke, wir könnten beide einfach etwas Ruhe gebrauchen. Gefühle sind im Spiel und das macht erstmal etwa mit einem.

Ist zwar lieb gemeint von dir Cucaracha, aber dafür ist in den letzten Monaten bei uns sehr viel passiert, was man jetzt auch verarbeiten muss und sollte.
 
Ja, es ist echt verrückt, wie sehr sich die Umstände ähneln. Dieses Hin und Her zwischen Hoffnung und Resignation ist so extrem; man hängt sich an jeder positiven Kleinigkeit auf, aber es fehlt die großen Signale und Verbindlichkeit. Ich fühle so sehr mit dir. Das grundsätzliche Bindungsmuster kann so sicher sein, wie nur möglich. Der Zustand macht soo unsicher, ein stückweit abhängig und es ist so schwer, da final auszusteigen. Immer diese Hoffnungsschimmer, um dann nur wieder enttäuscht zu werden. Aber dann kommt wieder ein positives Signal, nur um wieder Rückzug zu erfahren. Es ist wie bei anderen Endorphin-Bomben. Deshalb Hut ab, dass du eine Klarheit in dir trägst und deine Bedürfnisse deutlich kommunizierst. Ja, ich glaube irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Hoffnung schwindet, Klarheit einsetzt und man bereit ist, sich final für sich selbst und sein Glück zu entscheiden. Ich finde du machst das richtig gut und am Ende kannst du dir nie vorwerfen, es nicht wirklich versucht zu haben. Es ist ja auch wirklich eine Chance zu lernen. Was braucht man im Dating/einer Beziehung, wo liegen eigene Unsicherheiten, wie gelingt es in Zukunft nicht mehr die eigenen Bedürfnisse für eine andere Person herunterzuschreiben...klar, wenn es nicht funktioniert, dann tut es enorm weh und es fällt erst einmal schwer, das positive zu sehen. Ich bin allerdings fest davon überzeugt, dass solche Erfahrungen uns stärker machen und wir super viel daraus lernen können.

Danke für dein Update, ich freu mich von dir zu lesen und Daumen sind gedrückt. Ich habe die nächsten Tage "das Gespräch".
Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass uns auch negative Erfahrungen nur stärker machen und man aus diesen negativen Erfahrungen immer wieder dazulernt.

Ich hatte diesen Sonntag einen sehr emotionalen Tag und habe gemerkt, wie sehr mich diese Situation mittlerweile belastet.
Ich habe ihm eine längere Nachricht geschickt, denn ich habe mir eine Grenze gesetzt und diese war, sollte auch dieses Wochenende kein Treffen stattfinden, ich für mich Abstand brauche.
Es ist, wie ich es mir bereits dachte, zu keinem Treffen gekommen.
Nachdem ich die Nachricht abgeschickt habe, schickte er mir sofort eine Nachricht zurück, dass er mich gleich anrufen würde. Dies tat er auch.
Wir haben lange telefoniert und in Ruhe über unsere Situation gesprochen. Es war ein sehr gutes und offenes Gespräch.
Er hat mir seine Gefühle gestanden und sagte, er wünscht sich, dass wir keinen Abstand nehmen. Er erzählte mir, dass ich vielleicht schon gemerkt habe, dass er sich bei viel Nähe zurückzieht, auf Distanz geht. Dies sei aber nicht immer so. Manchmal schafft er es und manchmal fällt es ihm schwer.
Zu den unregelmäßigen Treffen, erzählte er mir, dass es ihm in letzter Zeit einfach alles zu viel geworden ist.
Er möchte jedem gerecht werden, möchte keinen enttäuschen. Ich solle nicht denken, dass er nur mir absagt, er würde auch vielen Freunden immer wieder absagen, weil er im Moment einfach keine Energie hat. Er ist einfach froh, wenn er einfach seine Ruhe hat, nichts machen muss und sich ausruhen kann.
Man muss dazu sagen, dass er seit Monaten sehr viel arbeitet und auch seit Wochen eine 6-Tage-Woche hat. Hinzu kommen die familiären Ereignisse und ich kann dies auch verstehen und habe wirklich Verständnis dafür.

Ich fragte ihn, ob er sich denn grundsätzlich eine Beziehung mit mir vorstellen kann, was er bejahte, aber dazu gesagt hat, dass er mehr Zeit benötigt, dass er eine gewisse Sicherheit braucht, um sich auf jemanden einzulassen.
Er müsse jetzt dringend etwas ändern und das nimmt er in Angriff. Er möchte sich auch demnächst ein paar Tage Urlaub nehmen.
Es wäre nicht böse gemeint, er möchte mich nicht verletzen, aber er versteht mich auch.
Wir haben das Gespräch beendet und er hat den Vorschlag gemacht heute per FaceTime zu telefonieren.

So ein ehrliches Gespräch haben wir bisher nicht geführt und ich weiß, wie schwer es ihm fällt, über Gefühle zu sprechen.
Wir haben das Gespräch beendet, indem ich ihm gesagt habe, ich möchte einen festen Tag und eine Uhrzeit, wann wir uns treffen. Sollte er dies nicht sagen können, dann brauche ich für mich erstmal Abstand.
Ich möchte mich nämlich nicht mehr in diesem Schwebezustand befinden.

Es ist jetzt die allerletzte Chance, mir zu zeigen, ob seinen Worten auch Taten folgen.
Ich bin mittlerweile sehr klar, was ich will und wo meine Grenzen liegen.

Hat euer Gespräch denn schon stattgefunden?
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft dafür und hoffe, du kannst für dich eine Entscheidung treffen.
 
Googelt mal intermittierende Verstärkung.

Ihr wurdet konditioniert euch an jeden kleinen Krümel an Aufmerksamkeit und Zuneigung zu klammern. Der Mann hat dich so weit, dass du ihm fast schon einen Preis verleihen würdest, wenn er sich mal auf einen Tag und eine Uhrzeit festlegt und sich daran auch hält. Etwas, das in anderen Beziehungen oder Kennenlernphasen völlig normal ist.

Ihr bringt zu viel Verständnis auf.
 
Es ist vorbei. Gestern war das Gespräch, es war ein heilsames Gespräch, weil wir endlich offen miteinander reden konnten und am Ende war es ein gemeinsame Entscheidung, den Kontakt abzubrechen. Wir haben dann noch die Nacht zusammen verbracht, wohlwissend, dass es die letzte sein wird. Und haben uns jeweils zum ersten Mal gesagt, dass wir uns lieben. Waren das erste Mal beide bereit für Sex. Es war einfach nur schön mit ihr, wir können dann auch einfach aufeinander liegen und über Gott und die Welt reden.

Ich bereue nichts. Es tut gerade sehr weh, aber es fühlt sich trotzdem richtig an und ich bin jetzt glücklich darüber, dass wir einen schönen, gemeinsamen Abschluss geschafft haben. Ganz ohne Vorwürfe, offen für die Perspektive der anderen Person. Die gemeinsame Zeit wertschätzend, betrauernd was wir alles machen wollten und nie machen werden. Füreinander hoffend, dass wir beide glücklich werden und es das Leben gut mit uns meint. Füreinander wünschend, dass wir irgendwann eine Person finden, die zu unserer Lebensrealität und unseren Bedürfnissen passt.

Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass uns auch negative Erfahrungen nur stärker machen und man aus diesen negativen Erfahrungen immer wieder dazulernt.

Ich hatte diesen Sonntag einen sehr emotionalen Tag und habe gemerkt, wie sehr mich diese Situation mittlerweile belastet.
Ich habe ihm eine längere Nachricht geschickt, denn ich habe mir eine Grenze gesetzt und diese war, sollte auch dieses Wochenende kein Treffen stattfinden, ich für mich Abstand brauche.
Es ist, wie ich es mir bereits dachte, zu keinem Treffen gekommen.
Nachdem ich die Nachricht abgeschickt habe, schickte er mir sofort eine Nachricht zurück, dass er mich gleich anrufen würde. Dies tat er auch.
Wir haben lange telefoniert und in Ruhe über unsere Situation gesprochen. Es war ein sehr gutes und offenes Gespräch.
Er hat mir seine Gefühle gestanden und sagte, er wünscht sich, dass wir keinen Abstand nehmen. Er erzählte mir, dass ich vielleicht schon gemerkt habe, dass er sich bei viel Nähe zurückzieht, auf Distanz geht. Dies sei aber nicht immer so. Manchmal schafft er es und manchmal fällt es ihm schwer.
Zu den unregelmäßigen Treffen, erzählte er mir, dass es ihm in letzter Zeit einfach alles zu viel geworden ist.
Er möchte jedem gerecht werden, möchte keinen enttäuschen. Ich solle nicht denken, dass er nur mir absagt, er würde auch vielen Freunden immer wieder absagen, weil er im Moment einfach keine Energie hat. Er ist einfach froh, wenn er einfach seine Ruhe hat, nichts machen muss und sich ausruhen kann.
Man muss dazu sagen, dass er seit Monaten sehr viel arbeitet und auch seit Wochen eine 6-Tage-Woche hat. Hinzu kommen die familiären Ereignisse und ich kann dies auch verstehen und habe wirklich Verständnis dafür.

Ich fragte ihn, ob er sich denn grundsätzlich eine Beziehung mit mir vorstellen kann, was er bejahte, aber dazu gesagt hat, dass er mehr Zeit benötigt, dass er eine gewisse Sicherheit braucht, um sich auf jemanden einzulassen.
Er müsse jetzt dringend etwas ändern und das nimmt er in Angriff. Er möchte sich auch demnächst ein paar Tage Urlaub nehmen.
Es wäre nicht böse gemeint, er möchte mich nicht verletzen, aber er versteht mich auch.
Wir haben das Gespräch beendet und er hat den Vorschlag gemacht heute per FaceTime zu telefonieren.

So ein ehrliches Gespräch haben wir bisher nicht geführt und ich weiß, wie schwer es ihm fällt, über Gefühle zu sprechen.
Wir haben das Gespräch beendet, indem ich ihm gesagt habe, ich möchte einen festen Tag und eine Uhrzeit, wann wir uns treffen. Sollte er dies nicht sagen können, dann brauche ich für mich erstmal Abstand.
Ich möchte mich nämlich nicht mehr in diesem Schwebezustand befinden.

Es ist jetzt die allerletzte Chance, mir zu zeigen, ob seinen Worten auch Taten folgen.
Ich bin mittlerweile sehr klar, was ich will und wo meine Grenzen liegen.

Hat euer Gespräch denn schon stattgefunden?
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft dafür und hoffe, du kannst für dich eine Entscheidung treffen.
Danke für die Wünsche! Manchmal ist das Leben auch einfach zu viel. Ich finde seine Offenheit nicht selbstverständlich, die Art von Offenheit hätte ich mir gerne etwas früher von ihr und mir gewünscht. Ich glaube auch, dass du für dich klar weißt, was du brauchst, damit es gut sein kann. Das hast du dir auch einfach verdient. Meine "Geschichte" hat sein Ende gefunden, aber teile hier gerne weiterhin wie es bei dir läuft, wenn du das denn möchtest.
 

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