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Türkische vs. Deutsche Friseure

Sbiggy

Mitglied
Hallo,
wie steht ihr zum Thema Friseure?

Bei uns haben in den letzten Jahren immer mehr "türkische" Friseurläden aufgemacht. Diese sind deutlich günstiger als die alteingesessenen "deutschen" Friseure, bleiben meist auch nur ein paar Jahre, schließen und dann kommt wieder ein neuer "türkischer" Friseur. Ich frage mich natürlich wie das sein kann. Viele sagen das ist alles nur Geldwäsche.

Ich war bislang immer bei einem alteingesessenen deutschen Friseur, wo ich mittlerweile aber für Waschen-Schneiden-Föhnen über 60 Euro bezahle. Bei den "türkischen" Friseuren hier müsste ich nur die Hälfte bezahlen. Wo ist da der Haken? Habe bislang was die Qualität angeht nirgends etwas Negatives gehört.

Wie sind eure Erfahrungen und Meinungen dazu?

MfG
 
Naja,

bei uns gabs unlängst Razzien in sog. Barber Shops. Häufig bekommen die Mitarbeiter eben keinen Mindestlohn, was das Preisgefüge verändert. Zudem gabs jede Menge Hygieneprobleme, was zu Pilzerkrankungen von Bart- und Kopfhaut führte.

Ich persönlich zahle lieber etwas mehr, wenn die Angestellten und Mitarbeiter ihren garantierten Lohn bekommen. Die Arbeit ist anstrengend genug, da brauchts auch keine Ausbeutung. Und Pilze will ich schon gleich gar nicht mitnehmen...
 
Es stimmt schon, Friseur ist wirklich teuer geworden.
Ich gehe da nur alle halben Haare, wenn Haarschnitt und Farbe nötig sind.
Zum Türken? Nee lieber nicht.
 
Ich würde mich in einem Laden, wo sowohl Angestellte als auch Kundschaft augenscheinlich alle einem bestimmten Kulturkreis angehören, als Außenstehender gar nicht reintrauen.
Habe das einmal in einem "ausländischen" Burgerladen gehabt, wo sich anscheinend alle kannten und untereinander auch in ihrer Muttersprache gesprochen haben, während ihr deutsch gerade gereicht hat, um meine Bestellung zu erfassen. Da habe ich mich richtig als unwillkommener Fremdpartikel gefühlt und schnell gesehen, dass ich aus dem Laden wieder draußen war. Davon abgesehen waren die Hygienestandards jetzt auch nicht so, wie man es als Deutscher gewohnt ist, sondern eher wie die das wohl so von zuhause kannten. Und so wirken die Barbershops von außen meist auch, von daher würde ich da auch nicht reingehen. Beim Thema Hygiene bin ich dann doch gerne typisch "deutsch-penibel"- da hat das mal Sinn.

Das ist für mich ne Parallelwelt, wo ich jetzt nicht unbedingt rein muss, auch wenn jetzt viele bestimmt gleich wieder "Nazi" denken. Aber wie gesagt, ich hatte auch das Gefühl, dass DIE mich als Deutschen auch gar nicht als Kunden wollten.

Da zahle ich lieber mehr oder schneide mir die Haare selber.
 
Ich denke sowohl der sowohl "der Ausländer als auch der Deutsche Fachbetrieb" haben ihre Daseins Berechtigung. Ich komme eigentlich vom Deutschen Frisuer, hatte in der Kleinstadt auch keine Alternative und war damit stets zufrieden und zog dann in die Großstadt. In meinem Kiez gabs nur Ausländische Betriebe. Dort habe ich die Bartpflege für mich entdeckt, Bin scheinbar direkt auf einen guten getroffen. Kurz um "Wellness für den Mann" . ... Jetzt zurück in der Kleinstadt vermisse ich das total. Probiere es jetzt mal wieder mit einem Deutschen, allerdings die Erwartungen sind Hoch.
 

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