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Ich habe das hier geschrieben – könnt ihr mir eure ehrliche Meinung dazu sagen?

Heute weiß ich: Wenn du in deinen 20ern nicht verstanden wirst, dann zerbricht dich das entweder, oder es gibt dir Tiefe. Mich hat es tief gemacht. Und wenn du dich manchmal still fühlst, obwohl es in dir tobt, dann ist das keine Schwäche. Das ist einfach n
ur menschlich.
Also dein Text ist für mich auch nachfühlbar und verständlich.
Im Grunde hättest du damals sensiblere Reaktionen auf deine Äußerungen gebraucht.

Aber es ist doch letzten Endes etwas Gutes dabei herausgekommen: Es hat dich tief(er) gemacht, wie du sagst, und hat dich nicht gebrochen.
Wie kommt es, dass dich das heute, 30 Jahre später, noch beschäftigt?
 
Hallo @seelenriss
mein Feedback:
Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen.
Aus meiner Wahrnehmung heraus wäre noch etwas Spielraum dabei, einen 50jährigen sprechen zu lassen. Es klingt nicht so ganz nach einem aktuell 50 jährigen, aber das ist nur meine ganz persönliche Wahrnehmung. Ich könnte mir vorstellen, noch zusätzlich Menschen in ungefäh der Altersgruppe nach Feedback zu fragen. (Bin Ü45, daher)
Von düster ist Dein Text für mich ganz weit entfernt. Aber das ist auch nur persönlich. Da geht es ja sicher auch darum, welche Klientel Du ansprechen willst.
Wenn die Geschichte des erzählenden 50jährigen etwas düster ist, muss das auch zu lesen sein, als somit ist es sicher stimmig.
Viel Erfolg
 
Da ich an meinem Schreibstil arbeite, habe ich diesen kurzen Text verfasst. Ich bin mir aber unsicher, ob die Stimmung authentisch rüberkommt oder ob es vielleicht zu düster wirkt. Ich würde mich riesig über eure ehrliche Meinung und euer Feedback dazu freuen. Erkennt ihr euch darin wieder?

Hi seelenriss,
ja, ich erkenne mich in einigem, was du schreibst wieder bzw sehe einiges ähnlich.

Deinen Schreibstil empfinde ich als klar, strukturiert und gut verständlich.
Dadurch wirkt er allerdings auch ein bisschen "dröge" und sehr sachlich, was bei emotionalen Texten nicht so passt. Als düster empfinde ich ihn nicht unbedingt. Er ist natürlich auch nicht heiter und spaßig, aber düster auch nicht.
Sollte er denn düster sein? Wenn ja, finde ich , dass es kein "ZU düster" geben sollte, bzw wenn Leute dir Feedback geben sollten "das ist mir zu düster", dann hättest du als Verfasser dein Ziel doch erreicht.
Es gibt eben Leute, die mögen grundsätzlich kein düster, aber wenn du dich düster ausdrücken WILLST bzw für Leute schreiben möchtest , die das mögen, dann kann es gar kein "zu düster" geben, meiner Meinung nach.

Ich denke, du könntest dem Text mehr Emotionalität geben, indem du mehr konkrete Beispiele beschreibst, auch mehr Adjektive benutzt - auch nicht zu viele, aber pro Satz ein schönes, knackiges, was nicht so ein Allerweltsadjektiv ist.
Die Adjektive, die du benutzt sind alle recht gebräuchlich und nicht so emotionsgeladen zum Beispiel " Ich war" eher still". Oder "müde" oder "falsch" (das benutzt du gleich 2 mal, da in so einem kurzen Text vielleicht zumindest 1x ne Alternative finden). Das nimmt einen weniger mit als Adjektive wie zerrissen, ausgelaugt, erstarrt ....
Das Feuer würde ich auch noch genauer beschreiben. Was für ein Feuer ist das? Was macht das mit dir?

Auch mit Verben kann man noch mehr Emotionalität erzeugen und den Leser mehr "in den Text reinreißen". Toben hast du da schon benutzt, aber da würde auch noch mehr gehen. Gerade Verben, wo beim Lesen eine Assoziation mit einem Geräusch oder Geruch oder einer Bewegung mitschwingt , vor allem etwas Kraftvollem/Gewaltvollem, sind da gut geeignet: kreischen, wirbeln, dröhnen, rauschen, reißen, verrotten, sowas in der Art.
Vergleiche kann man da auch gut nutzen zum Beispiel "Ich war starr, wie das Mäuschen vor der Schlange" - ist ein recht ausgelutschter Vergleich, aber etwa sowas, nur in origineller.

Ich nehme jetzt mal an, du willst für andere schreiben, wenn du hier um Feedback zu deinem Schreibstil bittest.
Solltest du nur für dich schreiben, um Sachen einzuordnen und zu verarbeiten, dann sollte natürlich egal sein, wie andere das finden, dann schreibe es so wie es sich für dich am besten anfühlt.

Aber ich finde schon, dein Text zeigt Potential und ist gut zu lesen.
Also lasse dich von der Kritik nicht entmutigen.
 
Klingt nicht sehr düster. Für wen oder was hast du das geschrieben? Ich persönlich glaube, dass Menschen jeden Alters missverstanden werden. Nur fällt einem das in den 20ern vielleicht erstmals so richtig auf.
"Vielen Dank für die ehrlichen Worte. Das ist einer meiner ersten Texte und ich lerne noch, die Stimme der Charaktere richtig zu finden. Ihr habt recht, die 'Dunkelheit' war vielleicht eher ein Gefühl als eine Beschreibung. Ich habe versucht, diese Stimmung und das Alter des Erzählers in diesem Video durch Atmosphäre und Sounddesign greifbarer zu machen. Mich würde interessieren, ob es in dieser Form für euch stimmiger wirkt: https://www.youtube.com/watch?v=CuDnFCLzYo4"
 
Hallo @seelenriss
mein Feedback:
Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen.
Aus meiner Wahrnehmung heraus wäre noch etwas Spielraum dabei, einen 50jährigen sprechen zu lassen. Es klingt nicht so ganz nach einem aktuell 50 jährigen, aber das ist nur meine ganz persönliche Wahrnehmung. Ich könnte mir vorstellen, noch zusätzlich Menschen in ungefäh der Altersgruppe nach Feedback zu fragen. (Bin Ü45, daher)
Von düster ist Dein Text für mich ganz weit entfernt. Aber das ist auch nur persönlich. Da geht es ja sicher auch darum, welche Klientel Du ansprechen willst.
Wenn die Geschichte des erzählenden 50jährigen etwas düster ist, muss das auch zu lesen sein, als somit ist es sicher stimmig.
Viel Erfolg
"Vielen Dank für die ehrlichen Worte. Das ist einer meiner ersten Texte und ich lerne noch, die Stimme der Charaktere richtig zu finden. Ihr habt recht, die 'Dunkelheit' war vielleicht eher ein Gefühl als eine Beschreibung. Ich habe versucht, diese Stimmung und das Alter des Erzählers in diesem Video durch Atmosphäre und Sounddesign greifbarer zu machen. Mich würde interessieren, ob es in dieser Form für euch stimmiger wirkt: https://www.youtube.com/watch?v=CuDnFCLzYo4"
 
Hallo Seelenriss,

welchen Zweck soll dein Text erfüllen? Schreibst du ihn, um anderen etwas mitzuteilen oder geht es darum für dich selbst die richtigen Worte zu finden?

Schreibstil entwickelt sich mit und durch das Schreiben. Je mehr du es auf "Papier" bringst, desto eher findest du dich selbst darin und kannst deine Gedanken und Gefühle auch transportieren.


Ich empfinde es als Aufforderung der Stille zu lauschen, denn darin befindet sich sehr viel Wahrheit.

LG, Mimi
Danke @Mimi und @Walin. Es freut mich, dass die Stelle über das 'Toben in der Stille' euch berührt hat. Das sind meine ersten Gehversuche, solche tiefen Gefühle in Worte zu fassen. Ich habe gemerkt, dass Bilder und Ton diese Stille manchmal besser erklären können als reiner Text. Hier habe ich versucht, dieses Schweigen filmisch umzusetzen. Vielleicht spricht es euch an: https://www.youtube.com/watch?v=CuDnFCLzYo4
 
Also dein Text ist für mich auch nachfühlbar und verständlich.
Im Grunde hättest du damals sensiblere Reaktionen auf deine Äußerungen gebraucht.

Aber es ist doch letzten Endes etwas Gutes dabei herausgekommen: Es hat dich tief(er) gemacht, wie du sagst, und hat dich nicht gebrochen.
Wie kommt es, dass dich das heute, 30 Jahre später, noch beschäftigt?
Danke @Mimi und @Walin. Es freut mich, dass die Stelle über das 'Toben in der Stille' euch berührt hat. Das sind meine ersten Gehversuche, solche tiefen Gefühle in Worte zu fassen. Ich habe gemerkt, dass Bilder und Ton diese Stille manchmal besser erklären können als reiner Text. Hier habe ich versucht, dieses Schweigen filmisch umzusetzen. Vielleicht spricht es euch an: https://www.youtube.com/watch?v=CuDnFCLzYo4
 
Genau genommen hast du dieses Gefühl nicht beschrieben, sondern nur wie es dazu gekommen ist. Versuche dich in so eine Situation hinein zu versetzen und dann horche in dich hinein. Beschreibe was da alles gleichzeitig abgeht und auch wie dein Körper reagiert. So fasst man ein Gefühl in Worte.
Ein großes Dankeschön für die konstruktive Kritik. Besonders der Punkt mit der 'Vagheit' hat mir geholfen. Da dies meine ersten Arbeiten sind, lerne ich gerade erst, wie man Gefühle konkret beschreibt, ohne in Klischees zu verfallen. Ich habe versucht, die fehlende 'Anschaulichkeit', die @guaca erwähnt hat, durch eine cineastische Umsetzung zu ersetzen. Eure Meinung zu diesem visuellen Ergebnis wäre mir sehr wichtig: https://www.youtube.com/watch?v=CuDnFCLzYo4
 
Danke, das freut mich.
Ich versuche, Dinge klar und greifbar zu schreiben.

Schön, wenn es so wahrgenommen wird.


Danke für den Text.

Er transportiert die Grundstimmung nachvollziehbar, besonders das Gefühl des Missverstandenwerdens in jungen Jahren kommt klar an. Die Struktur ist insgesamt verständlich und der rote Faden erkennbar.

Aus redaktioneller Sicht gibt es jedoch ein paar Punkte:

Der Text arbeitet stark mit allgemeinen Aussagen („die Menschen hören dir zu…“, „alle sagen…“). Dadurch wirkt er stellenweise eher wie eine Reflexion als wie eine konkrete Erfahrung. Einzelne, präzisere Szenen könnten die Wirkung deutlich verstärken.

Teilweise sind Formulierungen sehr erklärend („In meinen 20ern habe ich eines gelernt…“). Hier könnte man mehr zeigen statt benennen, um den Leser stärker einzubeziehen.

Einige Bilder sind etwas klischeehaft oder bekannt („Feuer in mir“, „Löcher in meiner Seele“). Weniger davon oder originellere Bilder würden dem Text mehr Eigenständigkeit geben.

Sprachlich ist der Text weitgehend klar, aber an manchen Stellen leicht redundant, was das Tempo verlangsamt.

Insgesamt ein stimmiger Ansatz mit klarer Intention, der durch mehr Konkretheit und Zurücknahme von Allgemeinplätzen noch gewinnen könnte.
Ein großes Dankeschön für die konstruktive Kritik. Besonders der Punkt mit der 'Vagheit' hat mir geholfen. Da dies meine ersten Arbeiten sind, lerne ich gerade erst, wie man Gefühle konkret beschreibt, ohne in Klischees zu verfallen. Ich habe versucht, die fehlende 'Anschaulichkeit', die @guaca erwähnt hat, durch eine cineastische Umsetzung zu ersetzen. Eure Meinung zu diesem visuellen Ergebnis wäre mir sehr wichtig: https://www.youtube.com/watch?v=CuDnFCLzYo4
 

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