seelenriss
Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe mich mal hingesetzt und versucht, ein ganz bestimmtes Gefühl in Worte zu fassen – dieses tiefe Schweigen, wenn man sich missverstanden fühlt, besonders in seinen 20ern.
Da ich an meinem Schreibstil arbeite, habe ich diesen kurzen Text verfasst. Ich bin mir aber unsicher, ob die Stimmung authentisch rüberkommt oder ob es vielleicht zu düster wirkt. Ich würde mich riesig über eure ehrliche Meinung und euer Feedback dazu freuen. Erkennt ihr euch darin wieder?
Hier ist der Text:
Hallo, der da auf dem Foto das bin ich. Heute bin ich 50, aber die Geschichte, die ich dir erzählen will, führt uns weit zurück in meine 20er. Die 20er. Alle sagen immer: "Das ist die beste Zeit deines Lebens", oder? Aber was dir keiner verrät: Es ist auch die Zeit, in der man sich am meisten missverstanden fühlt.
Damals war ich eher still, doch in mir da brannte ein Feuer. Aber nach außen hin sah es so aus, als wäre da nichts. Die Leute haben das falsch gedeutet, oder vielleicht wollten sie es gar nicht anders sehen. Eines Tages sagte ich zu jemandem: "In letzter Zeit fühle ich mich fremd in meiner Haut." Er sah mich nur an und meinte: "Ach komm, das geht doch jedem so." In dem Moment habe ich begriffen: Sich mitzuteilen heißt noch lange nicht, verstanden zu werden. Manchmal war ich einfach nur müde, aber ich fand keine Worte dafür. Und wenn ich es versuchte, kam nur: "Du bist doch noch jung, wovon willst du denn bitte müde sein?" Dieser Satz hat mich verstummen lassen. Aber das Feuer in mir, das fachte er nur an. Denn Erschöpfung kennt kein Alter. Doch mir fehlte die Kraft, das zu erklären.
Wenn ich schwieg, hieß es sofort: "Bist du jetzt beleidigt? Wenn du ein Problem hast, dann sag's doch einfach." Aber genau das war der Punkt. Ich schwieg, weil ich wusste, dass man mich sowieso falsch verstehen würde. In meinen 20ern habe ich eines gelernt: Die Menschen hören dir zu, aber das heißt nicht, dass sie dich hören. Sie sehen dich an, aber sie sehen dich nicht wirklich. Einmal sagte jemand zu mir: "Du denkst zu viel nach. Das Leben ist doch gar nicht so tiefsinnig." Vielleicht hatte er recht, aber ich war tief, weil die Löcher in meiner Seele von fremden Händen gegraben wurden.
Also lernte ich mich zu verstecken. Meine innere Stimme flüsterte mir zu: "Halt noch ein bisschen durch. Erzähl das jetzt nicht. Sei hier bloß nicht du selbst." Und irgendwann klang diese fremde Stimme wie meine eigene. Heute weiß ich: Wenn du in deinen 20ern nicht verstanden wirst, dann zerbricht dich das entweder, oder es gibt dir Tiefe. Mich hat es tief gemacht. Und wenn du dich manchmal still fühlst, obwohl es in dir tobt, dann ist das keine Schwäche. Das ist einfach n
ur menschlich.
ich habe mich mal hingesetzt und versucht, ein ganz bestimmtes Gefühl in Worte zu fassen – dieses tiefe Schweigen, wenn man sich missverstanden fühlt, besonders in seinen 20ern.
Da ich an meinem Schreibstil arbeite, habe ich diesen kurzen Text verfasst. Ich bin mir aber unsicher, ob die Stimmung authentisch rüberkommt oder ob es vielleicht zu düster wirkt. Ich würde mich riesig über eure ehrliche Meinung und euer Feedback dazu freuen. Erkennt ihr euch darin wieder?
Hier ist der Text:
Hallo, der da auf dem Foto das bin ich. Heute bin ich 50, aber die Geschichte, die ich dir erzählen will, führt uns weit zurück in meine 20er. Die 20er. Alle sagen immer: "Das ist die beste Zeit deines Lebens", oder? Aber was dir keiner verrät: Es ist auch die Zeit, in der man sich am meisten missverstanden fühlt.
Damals war ich eher still, doch in mir da brannte ein Feuer. Aber nach außen hin sah es so aus, als wäre da nichts. Die Leute haben das falsch gedeutet, oder vielleicht wollten sie es gar nicht anders sehen. Eines Tages sagte ich zu jemandem: "In letzter Zeit fühle ich mich fremd in meiner Haut." Er sah mich nur an und meinte: "Ach komm, das geht doch jedem so." In dem Moment habe ich begriffen: Sich mitzuteilen heißt noch lange nicht, verstanden zu werden. Manchmal war ich einfach nur müde, aber ich fand keine Worte dafür. Und wenn ich es versuchte, kam nur: "Du bist doch noch jung, wovon willst du denn bitte müde sein?" Dieser Satz hat mich verstummen lassen. Aber das Feuer in mir, das fachte er nur an. Denn Erschöpfung kennt kein Alter. Doch mir fehlte die Kraft, das zu erklären.
Wenn ich schwieg, hieß es sofort: "Bist du jetzt beleidigt? Wenn du ein Problem hast, dann sag's doch einfach." Aber genau das war der Punkt. Ich schwieg, weil ich wusste, dass man mich sowieso falsch verstehen würde. In meinen 20ern habe ich eines gelernt: Die Menschen hören dir zu, aber das heißt nicht, dass sie dich hören. Sie sehen dich an, aber sie sehen dich nicht wirklich. Einmal sagte jemand zu mir: "Du denkst zu viel nach. Das Leben ist doch gar nicht so tiefsinnig." Vielleicht hatte er recht, aber ich war tief, weil die Löcher in meiner Seele von fremden Händen gegraben wurden.
Also lernte ich mich zu verstecken. Meine innere Stimme flüsterte mir zu: "Halt noch ein bisschen durch. Erzähl das jetzt nicht. Sei hier bloß nicht du selbst." Und irgendwann klang diese fremde Stimme wie meine eigene. Heute weiß ich: Wenn du in deinen 20ern nicht verstanden wirst, dann zerbricht dich das entweder, oder es gibt dir Tiefe. Mich hat es tief gemacht. Und wenn du dich manchmal still fühlst, obwohl es in dir tobt, dann ist das keine Schwäche. Das ist einfach n
ur menschlich.