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Schwere Erkrankung der Mutter im Ausland

Ich hatte den Vorschlag gar nicht so verstanden, dass das Haus überschrieben werden soll.
Und die Idee mit einem Pensionat kannst du von Österreich aus doch auch nicht organisieren, schon mal deswegen, weil du mit deiner Mutter als der Betroffenen gar nicht kommunizieren kannst.
Da klingt die Idee mit dem Cousin erst mal gut. Da muss natürlich auch deine Mutter das zulassen. Würde dein Bruder dann den Kontakt herstellen?

Das finde ich sehr stark von dir, Respekt.
Danke, ich bleibe trocken.👍 Alk hilft ja gar nicht bei Problemen. Ich bin froh, dass ich nicht trinke und hoffe es bleibt auch so.
 
Ich vermute, wenn mein Cousin dort bleibt, wird er schon erwarten, dass man ihm das Haus überlässt. Mein Bruder und ich haben in dieser Situation leider nicht wirklich die Oberhand. Eher sind wir im Moment auf seine Hilfe angewiesen.
Im Grunde geht es jetzt erst einmal darum, dass überhaupt jemand vor Ort ist und sich um meine Mutter kümmern kann. Wie genau das später mit dem Haus geregelt wird, ist bisher noch gar nicht besprochen worden.
Das hört sich doch gut an und wenn dein Cousin vor Ort ist, bekommst du sicher noch bessere Infos, wie der Zustand deiner Mutter genau ist. Was mit dem Haus wird, könnt ihr später noch besprechen.
Ich kann mir vorstellen, dass du momentan sehr erleichtert bist.
 
Nun hat sich der Cousin entschieden: Er ist einverstanden, mit seiner Familie zu übersiedeln und sich um meine Mutter zu kümmern. Im Gegenzug sollen mein Bruder und ich komplett auf das Erbe verzichten. Wir sollen einen Brief schreiben und an V. senden – der Kontakt läuft bisher nur über sie.

Eine andere Wahl habe ich im Moment nicht. Es geht mir dabei gar nicht um das Erbe, sondern um Vertrauen. Ich müsste den Brief irgendwie so formulieren, dass sichergestellt ist, dass meine Mutter nicht spätestens in ein paar Monaten doch im Heim landet oder wer weiß, was sonst noch passiert.

Für etwa 40.000–50.000 Euro sind in Russland manche Menschen zu vielem bereit. Natürlich will ich nicht schwarzmalen, aber ich kenne meinen Cousin überhaupt nicht. Ehrlich gesagt habe ich Angst, betrogen zu werden.
 
Ich müsste den Brief irgendwie so formulieren, dass sichergestellt ist, dass meine Mutter nicht spätestens in ein paar Monaten doch im Heim landet oder wer weiß, was sonst noch passiert.
Könntest du dich dementsprechend rechtlich beraten lassen, dass das irgendwie abgesichert wird, dass das nicht passiert?
Also, dass ihr auf euer Erbe verzichtet, wenn auch er seine Seite der " Pflicht" erfüllt?
 
Ein Brief sichert dich nicht ab. Solch eine Entscheidung muss notariell in Russland festgelegt und beglaubigt werden.
Die Gefahr, dass das Erbe genommen, deine Mutter letztendlich aber doch in ein Heim abgeschoben wird, wäre mir zu groß. Der Vertrag muss diesen Deal konkret benennen.

Es gibt spezielle Anwälte, die das in Russland für dich abwickeln, ohne, dass du selbst dorthin reisen musst.
Über die Kosten müsstest du dich erkundigen.
 
Es geht mir dabei gar nicht um das Erbe, sondern um Vertrauen. Ich müsste den Brief irgendwie so formulieren, dass sichergestellt ist, dass meine Mutter nicht spätestens in ein paar Monaten doch im Heim landet oder wer weiß, was sonst noch passiert.
Betrachte das doch mal von einer anderen Seite:
Wenn der Cousin sich erst mal um deine Mutter kümmert, bist du, solange er das tut, außen vor.
Wenn jemand deine Mutter in ein Heim bringt, hast du ebenfalls nichts damit zu tun. Dann muss derjenige schauen, dass das Heim sie aufnimmt, also ihr Haus zu Geld machen o.Ä.
Zunächst bist nicht du, sondern ist der. Cousin auf der unsicheren Seite. Er bringt die Vorleistung, also muss er sich absichern. Ob so ein Brief von euch wirksam ist oder nicht, wäre also seine Sache und nicht deine.
 
Meine Bedenken wären nicht mal, dass die Mutter in einem Heim enden könnte (was je nach Heim vielleicht nichtmal die schlechteste Lösung wäre) sondern dass sich schlecht bis gar nicht um sie gekümmert wird und sie mit zunehmender Hilflosigkeit dann vielleicht tatsächlich verwahrlost.

Zumal nicht sicher ist ob der Cousin und seine Familie sich der Situation in vollem Ausmaß bewusst sind und realistisch einschätzen können oder sich das alles möglicherweise deutlich einfacher vorstellen als es dann ist. Sie wären nicht die ersten mit guten Absichten, die durch die Pflege einer Angehörigen völlig überfordert, im Endeffekt nicht angemessen mit der dementen Person umgehen. Und dann wäre es schwierig, wenn zusätzlich noch ein finanzieller Anreiz besteht irgendwie "den Anschein zu erwecken" sich um die Mutter (bzw. Tante) zu kümmern.
 
Meine Bedenken wären nicht mal, dass die Mutter in einem Heim enden könnte (was je nach Heim vielleicht nichtmal die schlechteste Lösung wäre) sondern dass sich schlecht bis gar nicht um sie gekümmert wird und sie mit zunehmender Hilflosigkeit dann vielleicht tatsächlich verwahrlost.

Und dann wäre es schwierig, wenn zusätzlich noch ein finanzieller Anreiz besteht irgendwie "den Anschein zu erwecken" sich um die Mutter (bzw. Tante) zu kümmern.
Aber was wäre denn die Alternative? Die TE kann sich nicht um die Mutter kümmern, und sie kann nichts für dort organisieren, und sie kann auch nicht nach Russland fahren um dort zu überprüfen ob alles so läuft wie es vereinbart wurde.
Also verunsichern und beunruhigen jegliche Bedenken sie jetzt nur. Sie führen nicht zu einer anderen Entscheidung, da eine andere Entscheidungsalternative nicht besteht.
 

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