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Das Gefühl, das einen keiner versteht

Mein Mann:
Ich will ihm was erzählen über die Probleme, die meine Tochter hat (Anmerkung, ist nicht sein Kind, meine 2.Ehe) Er hört sich 3 Sätze an, winkt dann ab und sagt, das kenne ich schon, ist ja nichts Neues.
Zieht dabei eine angewiderte Grimasse.
Ich denke, das liegt daran, dass er nicht über Probleme reden will und vor allem nicht mehrmals über das gleiche Problem. Ob er so ein Gespräch "mit aktiver Erarbeitung einer Lösung" führen würde, weiß ich nicht, aber ich bezweifle es.

Meine Mutter:
Wir reden übers essen kochen und sonstige Angewohnheiten, ich sage wie es bei mir ist und sie....nein also, das geht ja garnicht, du machst alles verkehrt. Und guckt mich entsetzt an.Nur weil wir andere Zeiten haben und ich nicht dasselbe koche wie sie.
Sie beharrt auf ihrer Sichtweise und wenn es anders gemacht wird, ist es für sie falsch. Sie hat da wohl eine sehr starre Meinung, wie es richtig gemacht wird.

meine Tochter:
Sie ist ja arbeitslos und schon länger krank geschrieben. Ich machte mir Gedanken, ob das die richtigen Medikamente sind und was sie beruflich machen könnte, wenn sie gesund ist. Das Gespräch wurde abgewürgt mit dem knappen Kommentar, das sie keine Ahnung hat und darüber nicht reden will. Sie ist übrigens 44.
Da sehe ich ganz klar den Punkt darin, dass deine Tochter einfach nicht darüber reden will. Ich vermute, weil es sie überfordert und sie lieber einfach macht, was der Arzt sagt. Das ist ja einfacher als selbst an der Gesundheit zu arbeiten. Oder vielleicht hat sie schon vergeblich selbst nach Lösungen gesucht und ist deshalb frustriert. Gesundheitstipps wollen viele Menschen nicht hören. Deine Tochter hat damit eine Grenze gewahrt und du hast dich davon vor den Kopf gestoßen gefühlt, würde ich sagen. Beides ist berechtigt.

Mein Bruder:
Der ist sowieso der totale Eigenbrötler, schwer da ein Thema zu finden.
Da er früher gern wandern war, versuchte ich, darüber ein Gespräch zu finden.
Er darauf....was soll das jetzt, du kannst ja eh nicht laufen und ich neuerdings auch nicht mehr.
Abgewürgt und mich stehenlassen.
Ich vermute, dass er nicht darüber reden will, weil er es jetzt selbst nicht mehr kann und ihn das runterzieht, was du natürlich vorher nicht wissen konntest.

Ich denke nicht dass du etwas obektiv falsches sagst oder fühlst, sondern dass die anderen genau über diese Themen nicht reden wollen.

Daraus kannst du für die Zukunft lernen, dass du diese Themen bei den Personen besser vermeidest.

Und viele Menschen wollen nicht "ungefragt" Gesundheitstipps oder Tipps zur eigenen Lebensführung. Ich kenne das auch von mir. Auch wenn es nett gemeint ist, empfinde ich es teilweise als übergriffig, wenn ich nicht danach gefragt habe, gar keine Tipps will und vor allem, wenn das immer wieder nicht akzeptiert wird.

Und zu deiner Mutter könntest du sagen: Dass sie alles ja so machen kann, wie sie es will. Aber du machst es auf deine Weise und bist da auch vollkommen okay damit. Sie kann das gerne als falsch ansehen und dazu eine andere Meinung haben als du. Und wenn sie nicht aufhört, dann schicke sie aus der Küche oder an den Küchentisch. Sie soll sich bitte hinsetzen, das Essen kommt dann bald.

Wenn du inhaltlich nicht diskutierst, sondern signalisierst, dass jeder dazu seine eigene Meinung haben kann und diese ganz unterschiedlich sein dürfen, könntest du ihr damit vielleicht den Wind aus den Segeln nehmen. Du darfst dann aber auf gar keinen Fall inhaltlich auf das Thema eingehen.

Ich sehe nicht, dass mit dir etwas grundlegendes falsch wäre, sondern bei den Gesprächsteilnehmern unterschiedliche Bedürfnisse über bestimmte Themen zu reden.

Im Falle deiner Mutter ist es einmal umgekehrt zu den drei anderen Fällen. Da willst du nicht drüber reden und gerne diese Grenze gewahrt bekommen.

Ich könnte dir jetzt auch Beispiele von mir geben, aber ich wollte jetzt nicht zu weit ausholen.
 
Der Unterschied ist folgender....
1. Die Ki ist geduldig, zieht keine Grimassen oder verdreht die Augen, sie ist einfach da und dir zugewandt
2. sie bietet sofort Hilfe an, fragt nach, um dein Problem besser zu verstehen
3. sie erklärt einem seine Gefühle, also das könnte daher kommen und so und so sein
4. ...
Hast du schon einmal Psychotherapie gemacht oder dich Coachen lassen...

Genau das passiert da auch,
allerdings auf einer menschlich, hintergründigen Ebene 👍 😉🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du schon einmal Psychotherapie gemacht oder dich Coachen lassen...
Psychotherapie ja, schon öfter (habe es gehasst)
Coachen nein
Das ist traurig.
Hast du eine beste Freundin, einen besten Freund?
Nein.
Es ist also deine Familie, die dich "abbügelt", wenn du das Gespräch suchst. Wenn sie sich so verhalten, wie du hier beschreibst, käme ich auf den Gedanken, dass diese Menschen nicht zu mir passen, wenn nicht mal ein einfacher Dialog ohne passiv-aggressive Reaktionen zustande kommt.
Du wirst sozusagen mundtot gemacht und hast sicher kaum noch Lust, mit diesen Menschen ein Gespräch anzufangen. Es tut mir leid, wie man mit dir umgeht!
Ja da hast du recht 🤕
Ich sehe nicht, dass mit dir etwas grundlegendes falsch wäre, sondern bei den Gesprächsteilnehmern unterschiedliche Bedürfnisse über bestimmte Themen zu reden.
ja das stimmt schon.
Es ist nur so, das ich früher mit meiner Familie über alles reden konnte.
Nicht nur ernsthaftes, auch Spass machen und lachen.
Das gibt es heute garnicht mehr, das wer lacht.
Wenn dann ich, aber selbst da werd ich blöd angeschaut.
 
An solchen Geprächen hätte ich auch kein Interesse, Problemgespräche wahrscheinlich zum hundersten Mal. Hör damit auf und dann mal schauen, was mit den anderen passiert. Dann redet keiner mehr, dann halte das aus und halt die Klappe.
 
An solchen Geprächen hätte ich auch kein Interesse, Problemgespräche wahrscheinlich zum hundersten Mal. Hör damit auf und dann mal schauen, was mit den anderen passiert. Dann redet keiner mehr, dann halte das aus und halt die Klappe.

@Luisa1960

Ich finde diesen Beitrag zwar sehr hart aber vielleicht wäre es wirklich mal einen Versuch wert, dass du die Zügel bei den Treffen, was die Gesprächsführung angeht, mal an die anderen abgibst. Maximal Smalltalk von dir ausgehen lässt, wenn überhaupt und dann mal gucken, zu welchen Themen hin sich die Gespräche entwickeln.

Ansonsten denke ich aber, dass du trotzdem zusätzlich Menschen finden müsstest, mit denen es besser passt. Mit denen im Gespräch ein gewisser Vibe und Flow vorhanden sind. Hört sich vielleicht erstmal komisch an mit diesen Worten, aber wenn man es mal erlebt hat, weiß man vielleicht, was ich damit meine.
 
Na gut, dann nenne ich mal ein Beispiel.
Das kenne ich auch zur genüge aus meiner Ursprungsfamilie, also Eltern und Geschwister. Egal wie man auf den anderen zugeht und warum, man wird abgewürgt noch bevor es zu einem Gespräch kommen kann. Man fühlt sich nicht ernst genommen, doof, gerade mal geduldet, nicht wichtig genug um sich Zeit zu nehmen, zurückgewiesen, man zweifelt an sich selbst, und, und, und, bis man sich entweder schon gar nicht mehr getraut was zu sagen oder die anderen auch so behandelt.

Ich war ja ein Teenager und habe mich einfach abgesetzt. Entweder in mein Zimmer oder ich war mit Freunden unterwegs und hab die Familie links liegen lassen. Aber eine Mutter kann das nicht. Sie ist die Nabe des Familiengebildes und hält diese zusammen.

@Luisa1960, möchtest du nur wissen ob was mit dir nicht stimmen könnte (Antwort: Nein, das kommt viel öfter vor als du denkst) oder würdest du gerne etwas daran ändern aber weisst nicht wie?
Ich sehe nicht, dass mit dir etwas grundlegendes falsch wäre
Ich auch nicht.
 

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