Vielleicht kannst aber Du mit denen auch nichts anfangen, weil Du das nicht kennst.
Ja es kann sein, dass es da auch keine Berührungspunkte gibt. Ich befinde mich anscheinend noch überwiegend wie in einem Überlebensmodus. Mich beschäftigen ganz andere Dinge als jene die ihr Leben halbwegs im Griff haben und es selbst gestalten.
Die befassen sich mit Dingen, die für mich unwichtig sind. Andererseits befassen sie sich auch mit schönen Dingen, weil dafür der Raum da ist, sie keine Dramen abwehren müssen.
Ein bisschen normales und lebendiges Leben bei anderen erleben wäre wahrscheinlich echt mal gut.
Nur die Frage wer will mein Chaos und Drama erleben.
Es ist für mich auch immer die Frage, warum schaffe ich es nicht alleine. Es ist als wenn mir andere durch die Zuwendung Futter geben, dann kann ich etwas tun. Im Alleinesein, der Vernachlässigen, der Ablehnung, geht so gut wie gar nichts. Das macht mich abhängig von anderen.
Vielleicht ist das ja normal, aufgrund natürlicher sozialer Bedürfnisse.
Dennoch eine stabile Grundlage sollte ich mir alleine schaffen können?
Denn ich kämpfe ja mit allem, der Post, dem Aufräumen und so vieles bleibt einfach liegen, von Lebensgestaltung keine Spur. Auf den letzten Drücker erledige ich Dinge bevor die negative Folgen hat.
Nur ein bisschen positiver Kontakt und ich bekomme in ein paar Tagen so viel geschafft wie in einem ganzen Jahr nicht. Dann will ich am liebsten alles auf einmal in Ordnung bringen.
Etwas Ablehnung, Kritik und Ärger und ich lasse wieder alles schleifen.
Das erscheint mir auch wie eine Sucht.
Ich befasse mich mit diesem Thema jetzt schon eine Weile, aber es entstehen einige Widersprüchlichkeiten.
Soll ich jetzt ohne Menschen oder mit? Irgendwie ja und nein^^
Sich involvieren aber sich nicht dabei verlieren.
Ist jemand da, dann ist das gut, ist er weg, dann ist das auch ok.
Nicht auf eine einzelne Person fixieren vielleicht. Nicht mein Heil bei jemand anders suchen. Soziale Kontakte nur als ein normales Bedürfnis sehen.
Warum gehst Du nicht mal zu einem Verein oder einer Interessensgemeinschaft und siehst , ob Du dort gute Leute triffst?
Habe ich schon. Nicht so leicht, weil eben zu oberflächlich angesichts dessen womit ich mich beschäftige. Zu tiefgründig oder in ein Extrem gehen, darf es dann aber auch wieder nicht sein. Ich mag nicht nur Probleme wälzen oder mein Heil in der Esoterik, Spiritualität oder veganer Lebensweise suchen.
Aber ich habe nur die Wahl es weiter zu versuchen.
Wozu sollte das nütze sein, wenn er nicht will?
Für ihn ist es doch ok und Du bist die Nervensäge und der Spielverderber.
Naja das wird sich zeigen. Er selbst hat schon die Erkenntnis, dass er zu viel kifft.
Von seinen ganzen Ideen wird nichts Realität, sie existieren nur im Rausch.
Etwas spornt mich das schon an. Abschreckende Vorbilder haben eben auch ihren Nutzen.
Ich möchte nicht nur Ideen im Kopf haben, sondern sie auch verwirklichen. Und dafur sind teils banale, teils anstrengende Arbeiten nötig.
Es braucht halt ein Wofür und Warum. Das entgleitet mir ständig.
Ich würde dem halt Grenzen setzen und ihm erklären, dass Du Dich nicht mit ihm triffst oder wieder gehst, wenn er bekifft ist.
Ich weiß nicht wie realistisch das ist.
Kann er sich dran halten, kann ich konsequent sein?
Das hatte ich schon mit meinem Hund gelernt. Verlange nichts was der Hund nicht umsetzen kann.
Zb rufe ihn nur wenn du sicher bist, der Hund reagiert spätestens beim zweiten Mal darauf.
Und fordere nur ein Verhalten bei dem ich konsequent dran bleibe dass der Hund es erbringt.
Bei einem Hund ist es einfacher, der sagt dann nicht, ist mir zu doof ich gehe jetzt^^
Dann ist halt die Frage, wie sehr möchte ich jemanden vorschreiben wie er sein Leben zu führen hat. Teilweise muss ich Leute so nehmen wie sie sind. Es sollte mich nur nicht zu sehr negativ beeinflussen. Inwieweit haben ich einen Nutzen und kann mit den negativen Eigenschaften so umgehen, dass sie mich nicht belasten.
Wenn solche Leute zu meinem Leben gehören, sollte ich das wohl lernen.
Früher ist für mich immer eine Welt zusammen gebrochen, wenn meine Mutter mal wieder trank. Sie war Quartalstrinkerin. D.h. man denkt in der trockenen Zeit immer, es ist überstanden, jetzt wird alles gut. Dann hat sie wieder getrunken und der Traum zerplatzt.
Bei den Alanon gab es diese Aussage, es darf einem gut gehen, unabhängig davon ob der Alkoholiker trinkt oder nicht.
Ein Zusammenleben soll so auch möglich sein. Natürlich nur wenn es keine dramatischen Ereignisse aufgrund des Trinkens statt finden.
Nunja richtig clean fände ich halt auch schon besser. Aber das kann ich wirklich nur für mich selbst entscheiden. Ansonsten folgen auf das Einhalten der Abstinenz wahrscheinlich Lügen und das heimliche Konsumieren.
Je mehr Ehrlichkeit aber, umso besser. Und ehrlich ist er soweit ich das einschätzen kann. Er gesteht sich ja sein Alkoholproblem ein und dass er lieber kifft als säuft. Hm. Nach dem Motto wenigstens das geringere Übel gewählt.
Wobei ja beides nachhaltig die Gehirnleistung vermindert.