In den USA z.B. ist es ganz normal, öfters mal umzuziehen, sogar wenn man ein Haus besitzt.
Das wird dann halt verkauft, und vom Geld ein neues gekauft, wenn möglich.
Und wenn man von einer teuren Gegend wie Südkalifornien in eine billigere umzieht, hat mit dem Verkauf oft noch ein gutes Geschäft gemacht...
Wer in den USA um jeden Preis am Elternhaus festhalten, und deshalb nicht umziehen will, gilt z.B. für Arbeitgeber als maximal unflexibel, und wird entsprechend behandelt...
Das wird immer gerne ins Feld geführt, aber man muß sich auch vor Augen halten, daß in den USA Hausbesitz sehr oft ganz anders gesehen wird, als es hier der Fall ist (von der Mentalität her ganz zu schweigen, wobei es "DIE" USA ja auch nicht gibt).
Es ist dort relativ einfach und teils sogar arg billig, Hausbesitzer zu werden. Das kommt zum einen davon, daß die Bauweise oft ganz billig ist...ich kenne bei uns Schuppen, die stabiler gebaut sind...das wird nicht für die Ewigkeit angelegt. Entsprechend günstig kann man die Sache gestalten.
Und auch mit den Grundstücken ist es oft so eine Sache.
Immobilienpreise in den Staaten sind etwas tricky. Wenn man die Angebote so durchguckt, denkt man sich oft "Hä"?
Bei uns ist es: Haus und Grundstück. Dort heißt es oft: Grundstück, Haus, wo man beides separat betrachten muß.
In den USA gibt es ground lease, ungefähr vergleichbar wie bei uns die Erbpacht. Man pachtet ein Grundstück für lange Zeit und baut ein Haus drauf, das so lange halten muß. Ein Eigenheim auf Zeit also.
Da hat man nicht so die Bindung zur "Scholle".
Sehr viele Amerikaner hängen sogar sehr an Immobilien, was sie aber nicht daran hindert, trotzdem für den Job umzuziehen. Vermieten ist in den USA deutlich leichter, als hier bei uns. Das deutsche Mietrecht ist ein Graus und die Wohnungsnot nur eine Folge davon.