Hallo,
@Seit2026, willkommen im Forum,
und nebenbei bemerkt, Dresden ist eine so schöne Stadt, ich war schon oft dort und beneide dich etwas drum, wie schön du wohnst.
🙂
Nun zum Thema, ich kann beide Perspektiven ein Stück weit nachvollziehen. Gerade wenn Eltern getrennt leben und die Kinder alle paar Tage wechseln, ist das Thema Kommunikation natürlich sensibel.
Grundsätzlich finde ich es nicht ungewöhnlich, dass ein 9-jähriges Kind ein einfaches Handy bekommt, nicht als Spielzeug oder Dauer-Unterhaltungsgerät, sondern als praktisches Kommunikationsmittel.
Ein Notfall kann immer eintreten, und gerade bei zwei Haushalten kann es den Kindern Sicherheit geben, beide Elternteile direkt erreichen zu können.
Dieses Sicherheitsgefühl sollte man nicht unterschätzen.
Was ich aber sehr wichtig finde: Ein Handy darf auf keinen Fall zum Instrument im Elternkonflikt werden. Es sollte nicht dazu dienen, Kontrolle auszuüben oder den anderen Elternteil zu umgehen. Kinder geraten sonst schnell zwischen die Fronten und das ist eine Belastung, die sie nicht tragen sollten!!!
Vielleicht hilft es euch, das Thema weniger unter "Medienkonsum" und mehr unter "Organisation + Sicherheit" zu betrachten.
Man könnte zum Beispiel klare, gemeinsame Regeln vereinbaren:
Handy ist in erster Linie für Erreichbarkeit (z.B. nach dem Hort oder bei Planänderungen)
Keine oder stark eingeschränkte Apps.
Feste Zeiten für Kontakt zum jeweils anderen Elternteil.
Das Handy bleibt Eigentum der Eltern und wird bei Regelverstößen auch wieder eingesammelt.
Kinder sollte man außerdem nicht unterschätzen.
Gerade in dem Alter wachsen sie schnell in Verantwortung hinein, sind technisch sehr interessiert und oft erstaunlich kompetent im Umgang mit Geräten.
Entscheidend ist die Begleitung, nicht das reine Verbieten oder Erlauben.
Vielleicht wäre ein Mittelweg denkbar, wie z.B. ein einfaches Gerät ohne großen Schnickschnack, klare Absprachen und eine Probephase.
So fühlt sich niemand übergangen, und man kann gemeinsam schauen, ob es für eure Familiensituation hilfreich ist.
Am Ende geht es ja nicht darum, "Recht zu haben", sondern darum, was euren Kindern Sicherheit gibt ohne sie in euren Konflikt hineinzuziehen.