... und nicht von einem Solar-Anbieter, der halt nebenbei auch noch kurz prüft, ob das Dach die Last eh auch aushält.
Vielleicht noch ein paar kleine Hinweise von meiner Seite (ich war mal kurzzeitig im Außendienst bei einem Solar-Anbieter als Test und habe dafür eine ausführliche Schulung mitgemacht):
Die "Last" einer PV-Anlage ist selten das Problem, außer bei sehr alten Dächern, aber dann sind die meist nicht mehr eben und eine PV-Anlage kann nicht montiert werden. Bei einem Wohnhaus sollte das Dach stabil genug sein, um noch die Panele zu tragen. Kritisch ist eher die Elektrik im Haus. Da gibt es oft Kostenfallen, z. B. wenn der Stromkasten zu alt ist oder die Leitungen den teilweise ja sehr hohen Stromfluss nicht packen. Oder die Anlage ist nicht dafür geeignet, Strom ins Netz einzuspeisen. Dann heißt es plötzlich: Ah, das müssen wir jetzt doch neu machen, das kostet Sie 5000 Euro zusätzlich. Und schwupp ist die ganze Kalkulation über den Haufen.
Dann beim Angebote vergleichen: Bei der Montage müssen die Arbeitenden durch ein Gerüst gesichert sein. Manche Billiganbieter verzichten darauf und wenn dann einer runterfällt, ist die Firma bankrott und du hast eine halbfertige Baustelle und vielleicht noch einen Prozess am Hals. Also immer schauen, ob sie wirklich das Gerüst mit anbieten und dann auch aufbauen! Idealerweise lässt man eine PV-Anlage montieren, wenn sowieso schon ein Gerüst steht, z. B. wenn das Dach saniert oder das Haus neu verputzt wird. Dann spart man sich die Extrakosten.
Wenn dir jemand einen Speicher anbietet, weil du sonst deinen Strom nicht verbrauchen kannst – rechnet sich in aller Regel nicht! Lieber direkt ins Elektroauto speichern. Und natürlich schauen, dass du zeitprogrammierbare Großverbraucher hast (Waschmaschine, Backofen), die du dann – auch aus der Ferne – anschaltest, wenn die Sonne dir den Strom kostenlos liefert.
Falls du ein Foto von deinem Dach hast (mit einem Hinweis, wo Süden ist, möglichst ein Satellitenbild), kannst es mal hier posten oder mir per PN schicken, dann kann ich mal draufschauen, was mir noch dazu einfällt. Und dazu noch, wie groß die Anlage sein soll und wieviel Strom ihr verbraucht – das Verhältnis zwischen beiden Größen sollte optimal geplant werden.
Und erst bezahlen, wenn das Ding wirklich vom Netzbetreiber freigegeben ist und tatsächlich funktioniert. Da lohnt es sich auch mal vorab anzufragen, ob die überhaupt Strom abnehmen. In manchen Gegenden sind zu viele PV-Anlagen im Netz, dass es einen Stopp gibt. Und du willst ja sicher den Strom verkaufen, der zu viel anfällt und nicht selbst verbraucht werden kann – auch das ist ein wichtiger Faktor in der Kalkulation!