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Auskotzen!!! Deutsches Unterhaltsrecht macht arm!

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Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass das Geld auch nicht weniger knapp gewesen wäre, wenn ihr noch ein Paar wärt. Ich meine: zwei Kinder im Vorschulalter bedeutet nunmal, dass ein Partner höchstens Teilzeit arbeiten kann. 900,- im Monat verschlingen zwei Kinder schnell.
Also ich denke nicht, dass eure finanzielle Lage als Familie deutlich besser gewese wäre.... da wäre auch nichts mit großen Hobbys gewesen (also ich glaube kaum, dass ein Vater von zwei kleinen Kindern großartig zeit zum Segelfliegen hat- vorrausgesetzt er kümmert sich um seine Kinder)
Und mal ehrlich: Das Geld in die eigenen Kinder zu investieren...das ist doch die beste Anlage, oder?
 
Das rechnet doch kein Mensch von Anfang bis Ende durch.
Wer zum Standesamt geht, sollte die Düsseldorfer Tabelle dabeihaben.

Da steht auch drin wie der Ehegatten- und Trennungsunterhalt berechnet wird und Einiges mehr. Offiziell sind das die Leitlinien des Oberlandesgerichts Düsseldorf zum Unterhalt. Jedes OLG hat eigene Leitlinien, die jedoch 1🤐 die Düsseldorfer Tabelle abbilden.

Und dann steht ja auch in den Leitlinien selbst, dass diese keine Gesetzeskraft haben. Es wir aber so gehandhabt, als wenn es ganz genau so wäre. Jedes Amtsgericht und jedes Jugendamt starrt in diese Tabelle ohne Rechtskraft.

Und so kommt es, daß viele Klnder nach einer Trennung mehr haben als zuvor, während der Unterhaltspflichtige plötzlich arm ist. Denn vor der Trennung prüft ja keiner, was die Eltern gemeinsam ihrem Kind an Unterhalt leisten.

Der Mindestunterhalt liegt deutlich über dem, was das Jobcenter einem Kind zahlt. Für ein Kind bis 5 sind es 486€, während das JC aber nur 357€ zahlt. Das für Alle die beklagen, dass das Kind ja nur "das Mindeste" erhält.
 
Ich kann deine Wut und Frustration schon gut nachvollziehen. Auch als Frau, auch mit Kindern.

Dir wurde viel Autonomie genommen. Geld haben, flüssig sein bedeutet nämlich, autonom handeln zu können. Sich was leisten zu können, an Vereinen und Gruppen teilhaben zu können. Dazu kommt natürlich: Die Ehe gescheitert, die Kinder meistens nicht da. Sicher hast du mit „Schuld“ daran, aber wahrscheinlich nicht ganz allein. Dann die Existenzangst. Alles nicht so rosig bei dir gerade.

Das Leben ist teuer und wird immer teurer. Auf wen wütend sein? Dafür kannst weder du was. Noch deine Ex, noch deine Kinder. Dass ihr nun getrennt lebt, hat die Ausgaben noch erhöht. Das ist euer persönliches Scheitern, nicht das der Allgemeinheit. Kinder sind immens teuer. Und je älter sie werden, umso mehr. Das sind nicht nur ein paar hundert Euro. Alleine was Schuhe kosten… und davon brauchts allein alle zwei Monate ein neues Paar bei jedem Kind. Klamotten, Essen, Schulsachen, usw.

Dass du nicht sehr viel verdienst, war allerdings schon vorher so.
Auf wen bist du nun eigentlich so wütend? Deine Ex? (Also ehrlich gesagt, rein objektiv, so viel Geld bekommt sie nicht bei dem was für Kinder auszugeben ist). Das System? Das Schicksal? Kann es sein, dass du vor allem auf dich selbst wütend bist?

Auf alles und jeden zu schimpfen, ist echt auch mal okay. Allerdings sollte das nicht in destruktive Wut umschlagen. Oder in Verbitterung und Hass. Bedenke, dass du noch viele Jahre mit deiner ex auskommen musst. Und pass auf, dass du es dir mit den Kindern nicht verdirbst, weil sie „Geld kosten“.

Wenn du lösungsorientiert denken willst: An welchen Stellschrauben kannst du beim Einkommen drehen, dass du wieder mehr Autonomie erhältst? Da du die Kinder nicht bei dir hast, hast du Zeit für Weiterbildungen oder Neuorientierung.
Das selbe gilt für deine Hobbies. Du kannst auch Dinge machen, die kein Geld kosten.
Vieles geschieht gerade in deinem Kopf und es ist an dir, was du daraus machst.
Alles Gute.
 
Ich war lange alleinerziehend mit 2 Kindern. Mein Ex dachte wie du und hat dann als Selbständiger irgendwann den Unterhalt einfach eingestellt. Aufgrund eines kranken Kindes konnte ich nicht voll arbeiten. Dann musste ich in eine größere Wohnung umziehen, weil Junge und Mädchen nicht immer in einem Zimmer schlafen/wohnen können und ich auch mal ein kleines Zimmer für mich haben wollte. Ach ja, Umgang wollte er dann auch nicht mehr.
Nach dem er vor Gericht verloren hatte, habe ich wieder Unterhalt bekommen. Irgendwie bin ich nicht reich geworden.
Finde den Fehler....
 
Das für Alle die beklagen, dass das Kind ja nur "das Mindeste" erhält.

Was immer bei dir ablief, was es in Einzelfällen immer wieder an Schieflagen gibt, die Regel sieht nicht so aus, dass der Teil, bei dem die Kinder leben, durch Kindesunterhalt reich wird.

Jedem Einzelfall lässt sich wahrscheinlich ein Gegenbeispiel gegenüberstellen.
Wie das meiner Freundin, die nach außen sicher auch reich wurde durch die Scheidung. Und vermutlich wie eine Rabenmutter wirkte.
Weil sie versuchte, den Kindern das Haus zu erhalten, dafür den Kredit seit der Scheidung allein bediente.
Und entsprechend arbeitet.
Also kaum Zeit für die Kids, die bei ihr lebten, dafür aber ein schlechtes Gewissen hatte.
Da wurde second hand gekauft.

Ihr war übrigens ernst damit, dass das Haus für die Kids war, sie zog aus in eine Mietwohnung, als der Kredit abbezahlt und der Jüngste volljährig war.
Ihr waren die Kids diesen Einsatz wert.

Und so kommt es, daß viele Klnder nach einer Trennung mehr haben als zuvor, während der Unterhaltspflichtige plötzlich arm ist. Denn vor der Trennung prüft ja keiner, was die Eltern gemeinsam ihrem Kind an Unterhalt leisten.

Wenn das so möglich ist, muss ja das Geld dafür da sein, trotz doppelter Haushaltsführungskosten. Hieße, ohne diese Zusatzkosten war vorher einiges mehr verfügbar.
Also wurde dann vorher wohl sehr wenig in die Kinder investiert.

Und dem gegenüber, was du schreibst, stehen viele Kinder, die nach der Scheidung weniger haben.
Prüft auch keiner.

Mir hat der Gedanke nicht geholfen.
Nach der Trennung waren es zwei Mülltonnen, 2x GEZ, 2 Wohnungen, 2 Telefongebühren, 2 Waschmaschinen und so weiter - und DAS genau macht ja eigene sowie Unterhaltskosten in Summe aus und macht daher arm.

Beziehungen scheitern.
Leben kostet.
Kinder kosten.
Das kann man niemandem vorwerfen.


@Musterkuchen, nutze die Tipps zur Überprüfung und Verbesserung, die du hier bekamst.
Und sei dankbar, wenn sich bei deinen Kids keine besondere Begabung zeigt, deren Förderung richtig ins Geld gehen würde. Sonst käme noch ein schlechtes Gewissen bei dir hinzu, weil du das nicht ermöglichen kannst. Oder, vielleicht auch nicht...?

Kinder sind ein verdammt teurer Spaß.
Da man sie selbst produzierte, hat man auch die Verantwortung.
Das Wechselmodell könnte ein guter Ansatz sein, dieser Verantwortung in anderer Form als rein finanziell nachzukommen.
Oder übernimm die Kids ganz, dann bist du unterhaltsberechtigt.
Würden sie zu dir wollen? Wie ist euer Draht zueinander?
 
Ich kann nicht mehr !!! Ich muss mich auskotzen, weil ich sonst noch daheim alles in Schutt und Asche lege!! Ich zahle nun schon zwei Jahre nach einer von meiner EX-Frau gewollten Scheidung Unterhalt für 2 Kinder.
Ich habe kein Geld mehr. Ich habe kein Leben mehr!!

Mein zu zahlender Unterhalt wurde anwaltlich korrekt ausgerechnet (Nettoeinkommen bereinigt und dann eingestuft) , was schon ein Schock für mich war! Ich zahle Mindestunterhalt, dh Stufe 1. Das sind für die Kinder 357€ + 429€ = 785€ Unterhalt. Dazu kommen noch anteilig als Mehrbedarf Kitakosten in Höhe von 125€. Damit zahle ich jeden Monat 910€ !!!!
Ich verdiene Netto in Steuerklasse 1 2400€, Keine Boni, Keine Zulagen.
ABzüglich dem scheiss Unterhalt bleiben mir 1490€ zum Leben!!! Ich habe ALLE meine Hobbies aufgeben müssen mit der Scheidung (Segelflug, Karate, Piano-Kurs) und komme jeden Abend nach Hause und versinke in ein Loch!

Meine 2zi 50qm Wohnung kostet warm alleine schon 750€ ( Es gibt hier NIX billigeres und meine Kinder brauchen Platz zum Bewegen)
Sprikosten 250€ (nicht reduzierbar!)
Strom 70€
Internet 50€
Smartphone Vertrag = 10€
Lebensmittel = 200€
KFZ-Rücklage (Versicherung, TÜV, Ölwechsel, Inspektion, Verbrauchsgüter, Reifenwechsel) = 80€
Versicherungen = 10€
= 1420€ Fixkosten
--> Mit bleiben rein rechnerisch nur 70€ zum "LEBEN", Davon muss ich Kinderumgang am Wochenende, Kleidung, Hygieneartikel, Schuhe, Freizeitaktivitäten, etc bezahlen.

Dazu kommt noch, dass diese scheiss Tabellenbeträge jedes Jahr steigen und steigen; völlig egal ob mein Gehalt mitsteigt. Und dazu kommt auch noch, dass einer meiner Kinder dieses Jahr 6 Jahre alt wird und damit in die nächste altersttufe rutscht,dh. nochmal 60€ mehr Unterhalt pro MOnat. DAmit bin ich ein MANGELFALL!!!! Ein Mangelfall mit 2400€ eigentlichen Nettogehalt. KRanke S**** !!!! Ich habe kein Vermögen. Das einzige was ich habe ist Möbilar, meinen gaming PC und mein abbezahltes 10 Jahre altes Auto.
Ich bin nun an dem Punkt, an dem ich fast täglich an Suizid denke. Wie wäre es denn, wenn ich einfach Schluss mache? Ich ertrage es jetzt schon nicht mehr. Ich werde die nächsten ca. 18-20 Jahre so leben müssen; am Rande der Existenz und keine Sau hilft mir. Ich habe auch nicht einmal die Kraft einen Minijob zu machen um Extra Geld zu verdienen. Aber hey...wisst ihr was? Der Minijob würde auch auf mein Einkommen angerechnet werden, wodurch ich in die nächste Stufe der Düsseldorfer Tabelle rutschen würde! Das wären dann 100€ mehr Unterhalt pro Monat. Klasse. Ich schreie gleich!!!!!!!
Ich kann Dich 100% verstehen. (...) Echt frustrierend.

Bitte denke nicht an Suizid, sondern erkundige Dich nach echten Alternativen.
Hier gibt es zb hilfreiche Tipps: https://das-maennermagazin.com/
Hier siehst Du, wie man als unterhaltsverpflichteter Mann versuchen kann, nicht depressiv zu werden, auch wenn die Situation verfahren ist: https://das-maennermagazin.com/empfehlung/meine-scheidung-vor-dem-bregenzer-bezirksgericht-8

Suizid ist niemals eine Lösung!
 
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