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Auskotzen!!! Deutsches Unterhaltsrecht macht arm!

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Musterkuchen

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Ich kann nicht mehr !!! Ich muss mich auskotzen, weil ich sonst noch daheim alles in Schutt und Asche lege!! Ich zahle nun schon zwei Jahre nach einer von meiner EX-Frau gewollten Scheidung Unterhalt für 2 Kinder.
Ich habe kein Geld mehr. Ich habe kein Leben mehr!!

Mein zu zahlender Unterhalt wurde anwaltlich korrekt ausgerechnet (Nettoeinkommen bereinigt und dann eingestuft) , was schon ein Schock für mich war! Ich zahle Mindestunterhalt, dh Stufe 1. Das sind für die Kinder 357€ + 429€ = 785€ Unterhalt. Dazu kommen noch anteilig als Mehrbedarf Kitakosten in Höhe von 125€. Damit zahle ich jeden Monat 910€ !!!!
Ich verdiene Netto in Steuerklasse 1 2400€, Keine Boni, Keine Zulagen.
ABzüglich dem scheiss Unterhalt bleiben mir 1490€ zum Leben!!! Ich habe ALLE meine Hobbies aufgeben müssen mit der Scheidung (Segelflug, Karate, Piano-Kurs) und komme jeden Abend nach Hause und versinke in ein Loch!

Meine 2zi 50qm Wohnung kostet warm alleine schon 750€ ( Es gibt hier NIX billigeres und meine Kinder brauchen Platz zum Bewegen)
Sprikosten 250€ (nicht reduzierbar!)
Strom 70€
Internet 50€
Smartphone Vertrag = 10€
Lebensmittel = 200€
KFZ-Rücklage (Versicherung, TÜV, Ölwechsel, Inspektion, Verbrauchsgüter, Reifenwechsel) = 80€
Versicherungen = 10€
= 1420€ Fixkosten
--> Mit bleiben rein rechnerisch nur 70€ zum "LEBEN", Davon muss ich Kinderumgang am Wochenende, Kleidung, Hygieneartikel, Schuhe, Freizeitaktivitäten, etc bezahlen.

Dazu kommt noch, dass diese scheiss Tabellenbeträge jedes Jahr steigen und steigen; völlig egal ob mein Gehalt mitsteigt. Und dazu kommt auch noch, dass einer meiner Kinder dieses Jahr 6 Jahre alt wird und damit in die nächste altersttufe rutscht,dh. nochmal 60€ mehr Unterhalt pro MOnat. DAmit bin ich ein MANGELFALL!!!! Ein Mangelfall mit 2400€ eigentlichen Nettogehalt. KRanke S**** !!!! Ich habe kein Vermögen. Das einzige was ich habe ist Möbilar, meinen gaming PC und mein abbezahltes 10 Jahre altes Auto.
Ich bin nun an dem Punkt, an dem ich fast täglich an Suizid denke. Wie wäre es denn, wenn ich einfach Schluss mache? Ich ertrage es jetzt schon nicht mehr. Ich werde die nächsten ca. 18-20 Jahre so leben müssen; am Rande der Existenz und keine Sau hilft mir. Ich habe auch nicht einmal die Kraft einen Minijob zu machen um Extra Geld zu verdienen. Aber hey...wisst ihr was? Der Minijob würde auch auf mein Einkommen angerechnet werden, wodurch ich in die nächste Stufe der Düsseldorfer Tabelle rutschen würde! Das wären dann 100€ mehr Unterhalt pro Monat. Klasse. Ich schreie gleich!!!!!!!
 
Da hilft nur eines - umdenken selbstständig machen - richtig Geld verdienen so ab 5000 netto und bezahlen dann bleibt wieder so viel, das Du etwas Luft hast.

Die andere Variante ist so weitermachen, bis Du zum Selbstbehalt runtergepfändest wirst .......sozusagen.

Du sagst keiner hilft Dir - woher willst Du das wissen , bzw. wen hast Du nach welcher Hilfe gefragt und die wurde abgelehnt ?

Ein Bekannter hat sich überlegt so etwas zu machen wie Märkte , der steht jetzt immer auf Trödelmärkten und Volksfesten und verkauft dort seine Havarie Ware. Ein anderer Bekannter hat für sich entdeckt, am WE zusätzlich das Hobby zum Beruf machen, der hat nen Trainerschein gemacht .....um Geld dazuzuverdienen.

Da die Lage Dir sehr schwer auf Gemüt drückt - was ich durchaus nachvollziehen kann, kann ich Dir nur raten Dir so etwas wie Selbsthifegruppen zu suchen, die sich unterstützen, also andere Scheidungsmänner, denen nicht klar war , wozu ihr Verhalten führt, wenn die Ehe in die Brüche geht.

Man sagt heutzutage kostet ein Kind bis zum Abschluß der Ausbildung locker 150.000 , ich denke es ist eher mehr . So 180.000 oder fast 200.000 .
Wenn Du zwei Kinder hast ,ist das ne Hausnummer 400.000 in 20 Jahren sozusagen ....
20 Jahre sind 240 Monate
allein die Kosten für die Kinder 400.000 : 240 = 1666,66 im Monat

also noch überschaubar - die Devise kann nur sein - nicht der Suizid sondern die bessere Verdienstmöglichkeit generieren. Dazu brauchst Du einen Plan , der Sinn macht .
Dafür brauchst Du alle Deine Kraft- was aber wichtig ist sind meiner Meinung nach bestimmt 5000 netto oder mehr ......wenn Du den Standard behalten willst - alleine für Dich 2400 zum Leben.
Denn 2400 und 1666 sind schon 4000 ...........

Suizid ist aber nicht die Lösung , es gibt sicher Jobs, die Du machen kannst , wo Du Dich weniger aufreibst als jetzt und wo Du das doppelte oder mehr verdienen kannst ......

daran würde ich versuchen zu arbeiten .
 
Ja, das mit der Kleidung und den Schuhen ist nicht nachvollziehbar.

Aber sonst so? Das hat nichts mit dem "deutschen Unterhaltsrecht" 🙄 zu tun, sondern mit der Tatsache, dass Du Dir als Luxuselement in Deinem Leben zwei Kinder gegönnt hast.

Wer soll denn sonst für Deine von Dir selbst gewollten und selbst gezeugten Kinder sorgen? War Dir nicht klar, dass sie Geld kosten? Was genau hat sich -abgesehen von zwei Mieten- denn geändert?
 
Eine Diskussion über das Unterhaltsrecht ist auch nicht gestattet.

Ich denke es handelt sich um seine eigenen Klamotten.

Bei was genau kann dir ein anonymes Forum helfen?
 
Das ist wohl der einzige sinnvolle Rat , den man geben kann und der geht an beide Eltern ....Eure Kids Eure Kosten sozusagen - 1666 durch zwei .....minus den ganzen Aufwand , wenn die Kids nicht bei Dir leben. Denn zwei Kids , die machen jede Menge Arbeit und deshalb , wer hat die denn ?

Der Vorschlag der Gemeinsamen Regelung mit 14 Tage bei Dir und 14 Tage bei Mutter würde aber nicht weniger kosten, Du hättest aber sehr viel mehr Arbeit, aber auch mehr Rechte.

So macht die Arbeit der, der die Kids hat und der andere zahlt .

Solltest Du für Deine Kids vorsorgen wollen, so gibt es auch Möglichkeiten das vertraglich oder notariell festzuhalten, dass kein anderer an das Geld kommt.

Aber wenn Du nicht merklich mehr verdienst, wird Dir bis auf den Selbstbehalt das Gehalt beschnitten.
Wirst Du zahlungsunfähig - machst Du automatisch Schulden.
 
Ich bin nun an dem Punkt, an dem ich fast täglich an Suizid denke. Wie wäre es denn, wenn ich einfach Schluss mache?
Du hast zwei Kinder.
Es ist zu früh für dein Ableben.
Ich schreie gleich!!!!!!!
Krieg dich mal ein. Kinder zeugen will überlegt sein. Wenn dir nicht klar war, dass Kinder Geld kosten, ist das natürlich jetzt ein Schock.
Mach es wie die vielen anderen Väter, die plötzlich ihre Liebe zum Kinde entdeckt haben, weil sie keinen Unterhalt mehr zahlen wollen: Hole die kleinen Geldschlucker zu dir. Macht Halbe-Halbe.
Dazu bedarf es natürlich eines guten Verhältnisses zu den Kindern. Hast du das?
 
Grob überflogen passt da was an der Berechnung nicht.
Du solltest Deinen Fall so, wie er geschildert wurde, mittels "Hilfe aus dem Netz " vorwärts und rückwärts und aus verschiedenen Sichtweisen prüfen und Begründungen suchen, warum Dir was zu einem Punkt geraten wurde.
Diese Hilfe führt Dich Punkt für Punkt an Schwachstellen der Unterhaltsberechnung heran und die Begründungen geben Dir Argumente, die es dann letztlich um zusetzen gilt.
Beispielsweise kann Wohnraum, wenn es faktisch nichts anderes gibt und dieser nun mal teuer ist dazu führen, dass der Selbstbehalt an zu heben ist. Dasselbe gilt für arbeitsbedingte Aufwendungen, zB die Fahrt dort hin.
Mehrbedarf wird üblicherweise unter beiden Elternteilen verteilt - soweit beide arbeiten gehen, und bei deinem Budget ist die volle Belastung kritisch zu sehen.
Da Du vermutlich einen Titel gegen Dich geltend machen lassen musstest, wäre eine Prüfung seitens des Jugendamtes sinnvoll, da dies dort vermutlich kostenlos möglich ist.

Zudem solltest Du prüfen/hinterfragen, ob sodann im berechtigtem Fall der Unterhaltssenkung Prozesskostenhilfe möglich ist sowie anhand der kritischen Situation eine Vorab-Entscheidung beantragt werden kann.
Du kannst zu diesem Zweck echt kostengünstig eine Frage bei frageinenanwalt einstellen, musst aber vorher präzise überdenken was Du wissen möchtest, sonst bekommst Du eine Antwort die google auch kennt.
Der Nebenjob führt nicht zwangsläufig in die nächste Kategorie - was sich schon alleine daraus ergibt, dass Du ja auch im Monat 1 Euro verdienen könntest. Also kannst Du Dich im Notfall an Grenzen heran tasten - wie gesagt im Notfall.


Eins noch aus bitterer eigener Erfahrung - die story dazu bringt Dich nicht weiter:
Schmeiß den PC aus dem Fenster und fang an, in der Zeit die Du da vergeudest Güter zu produzieren, die verkaufsfähig sind.
Du wirst tatsächlich jetzt eine ewig lange Pleite hinlegen, die Du aber mit Sparsamkeit aussitzen kannst. Du hast aber parallel Jahrzehnte zum Aufbau von Kapital - rein materiell.
Wenn Du niemanden hast der Dir einen Kredit für eine ein-Zimmer Wohnung gibt, die an Abtragung dasselbe kosten würde wie die Miete für Deine Wohnung, dann arbeite Dich halt in die Restauration von seltenen Sammlerstücken ein.
Geld hast Du dann immer noch nicht - aber Kapital.
 
Prüfe auch mittels Netz-Informationen, welche Beträge bei der Berechnung von Wohngeldansprüchen eine Rolle spielen, ob Du ggf berechtigt wärst, ob Du bei Bezug dann einen eher sicheren Mindestselbstbehalt erzielst und ob Du bei Überschreiten dieses Mindestselbstbehaltes wiederum mehr Unterhalt zahlen müsstest.
Zumindest wäre diese Schiene über Anträge und ohne Anwalt machbar.
 
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