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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

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Der Sohn könnte in einem Brief schreiben was ihn störte, was ihn belastete und so wie er hinter seiner freundlichen Maske tasächlich über seine Eltern ehrlich dachte.

Oft ist die zwischenmenschliche Kommunikation ein Maskenball.
 
Niemand schiebt dem Sohn den "schwarzen Peter" zu.
Dann ist ja gut, kam bei mir zwischendurch etwas anders an, aber ich bin froh, dass das nicht der Fall ist.

Zur Zeit ist sie so niedergeschlagen, dass sie sich an eine psychologische Beratungsstelle gewandt hat.
Sehr gut. Also nicht, dass sie so verzweifelt ist, aber dass sie dich dort bei Profis Hilfe sucht.

Aber davon wurde ihr dringend abgeraten.
Das finde ich einen sehr sinnvollen Rat.
 
Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass meine Nachbarin sich gar nicht mehr trauen würde, ihren Standpunkt zu vertreten. Sie will unbedingt, dass "alles wieder gut wird"
Dafür würde die sogar ihre Würde verkaufen und sich schuldig bekennen, obwohl sie sich gar keiner Schuld bewusst ist.
Wenn der Sohn sämtlichen Respekt vor der Mutter verlieren soll, kann sie das natürlich versuchen. Ich täte es nicht.

Und ehrlich gestanden machen mich Menschen total aggressiv, die so kriechen und sich wegducken, wie es deine Nachbarin tun müsste, damit der Sohn ihr überhaupt auch nur zuhört.

Wie war denn das bei den bisherigen Auseinandersetzungen? Lief das auf Augenhöhe und jeder hatte das Recht, seine Sichtweise darzustellen und dann hat einer den anderen jeweils argumentativ überzeugt oder es wurde ein Kompromiss gefunden?

Oder neigt deine Nachbarin seit je dazu, ihre eigene Meinung eher als untergeordnet zu betrachten? Wenn das der Fall ist, könnte es vielleicht auch daran liegen.
Vielleicht hat der Sohn Reibung gesucht und einen erwachsenen Gegenpart - und nur als Mutterliebe getarnte Schwäche vorgefunden, weswegen er es jetzt mit der Reibung auf die Spitze treibt?

Meine Oma war so. Die hat jedem seeeeeehr lieb immer erzählt, was derjenige hören wollte. Oder was sie glaubte, was derjenige hören will. Ich habe ewig versucht, ihr eine eigene Meinung abzuringen und je mehr ich darum gerungen habe, desto mehr hat sie verzweifelt versucht, rauszufinden, was ich hören will und exakt das zu sagen.
Wenn man sie befragt hätte, war unsere Beziehung auch ganz toll, weil sie ja immer tun und sagen wollte, was sie geglaubt hat, was ich will.
Mich hat das aber oft wirklich aggressiv gemacht und sie hat tatsächlich nie verstanden, warum...

Vielleicht ist es so eine Dynamik bei deiner Nachbarin?!?
 
Wenn der Sohn sämtlichen Respekt vor der Mutter verlieren soll, kann sie das natürlich versuchen. Ich täte es nicht.

Und ehrlich gestanden machen mich Menschen total aggressiv, die so kriechen und sich wegducken, wie es deine Nachbarin tun müsste, damit der Sohn ihr überhaupt auch nur zuhört.

Wie war denn das bei den bisherigen Auseinandersetzungen? Lief das auf Augenhöhe und jeder hatte das Recht, seine Sichtweise darzustellen und dann hat einer den anderen jeweils argumentativ überzeugt oder es wurde ein Kompromiss gefunden?

Oder neigt deine Nachbarin seit je dazu, ihre eigene Meinung eher als untergeordnet zu betrachten? Wenn das der Fall ist, könnte es vielleicht auch daran liegen.
Vielleicht hat der Sohn Reibung gesucht und einen erwachsenen Gegenpart - und nur als Mutterliebe getarnte Schwäche vorgefunden, weswegen er es jetzt mit der Reibung auf die Spitze treibt?

Meine Oma war so. Die hat jedem seeeeeehr lieb immer erzählt, was derjenige hören wollte. Oder was sie glaubte, was derjenige hören will. Ich habe ewig versucht, ihr eine eigene Meinung abzuringen und je mehr ich darum gerungen habe, desto mehr hat sie verzweifelt versucht, rauszufinden, was ich hören will und exakt das zu sagen.
Wenn man sie befragt hätte, war unsere Beziehung auch ganz toll, weil sie ja immer tun und sagen wollte, was sie geglaubt hat, was ich will.
Mich hat das aber oft wirklich aggressiv gemacht und sie hat tatsächlich nie verstanden, warum...

Vielleicht ist es so eine Dynamik bei deiner Nachbarin?!?
Stimmt, auch das wäre möglich.

Wissen wir natürlich alle nicht.
 
Andererseits gibt es Kinder von denen erwartet wird, dass sie nur freundlich und lieb reden und nicht ihre ehrliche Meinung sagen.
Kritik zu äussern und Konflikte anzusprechen wird ihnen von den Eltern verboten.
Diese Eltern reden nur mit sich selber und können nicht dem Kind tatsächlich zuhören.
Nur ihre eigene Meinung ist für diese Eltern wichtig..

Innerlich kann sich bei diesen Kindern eine extrem heftige Aggression und ein Hass gegen die Eltern anstauen.
 
Wenn der Sohn sämtlichen Respekt vor der Mutter verlieren soll, kann sie das natürlich versuchen. Ich täte es nicht.

Und ehrlich gestanden machen mich Menschen total aggressiv, die so kriechen und sich wegducken, wie es deine Nachbarin tun müsste, damit der Sohn ihr überhaupt auch nur zuhört.
Eigerntlich sehe ich in meiner Nachbarin eine selbstbewusste Frau, zu der solch ein Verhalten überhaupt nicht passt.
Ich glaube eher, dass sie sich gerade mit allen möglichen Verhaltensvarianten auseinandersetzt und Überlegungen in sämtliche Richtungen anstellt ohne dass sie wirklich vorhat, irgendetwas davon in die Tat umzusetzen.

Wie war denn das bei den bisherigen Auseinandersetzungen? Lief das auf Augenhöhe und jeder hatte das Recht, seine Sichtweise darzustellen und dann hat einer den anderen jeweils argumentativ überzeugt oder es wurde ein Kompromiss gefunden?

Ich bin der Meinung, dass das auf Augenhöhe ablief.

Oder neigt deine Nachbarin seit je dazu, ihre eigene Meinung eher als untergeordnet zu betrachten? Wenn das der Fall ist, könnte es vielleicht auch daran liegen.
Vielleicht hat der Sohn Reibung gesucht und einen erwachsenen Gegenpart - und nur als Mutterliebe getarnte Schwäche vorgefunden, weswegen er es jetzt mit der Reibung auf die Spitze treibt?

Eigentlich nicht.
Wir haben im Laufe der letzten Wochen etliche Überlegungen angestellt, um die Ursache für den Kontaktabbruch herauszufinden.
Das einzige, was eventuell infrage kommen könnte, ist die Überbesorgtheit meiner Nachbarin wöhrend seiner Kindheit und Pubertätszeit.
Es hat ihr damals sehr wehgetan, wenn der Sohn weinend von der Schule nach Hause kam, weil er mal wieder gehänselt und gemobbt wurde.
Vielleicht hätte sie ihn mehr darin unterstützen und stärken sollen, sich gegen diese Mitschüler zu wehren, anstatt unschönen Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.
Möglicherweise nimmt der Sohn ihr das übel.
Aber das ist nur einer von unzähligen Gedanken, die meiner Nachbarin durch den Kopf gehen.
 
Ihr wurde gesagt, sie solle sich damit abfinden, dass der Sohn momentan keinen Kontakt will und abwarten, bis er von sich aus zu einer Kontaktaufnahme und bestenfalls zu einer Klärung bereit ist.
Das ist schwer auszuhalten.

Kann sie das schon annehmen ?
oder
was gedenkt sie zu tun ?

Es herrscht absolute Funkstille.
Hm...
noch schwieriger.

Jetzt muß sie gezwungermaßen auf eine Aktivität des Sohns warten ?

Ob das richtig ist, weiß man vorher nie, aber besteht die Möglichkeit über dritte: Geschwister, Großeltern, Familienfreunde "socialmedia" Kontakt aufzunehmen ?

Bei meiner Bekannten ist das alles komplett geblockt, auch kein Kontakt zu den kleinen Enkelkindern.
 
Das ist schwer auszuhalten.

Kann sie das schon annehmen ?
oder
was gedenkt sie zu tun ?
Sie hält das einigermaßen aus.

Jetzt muß sie gezwungermaßen auf eine Aktivität des Sohns warten ?

Ob das richtig ist, weiß man vorher nie, aber besteht die Möglichkeit über dritte: Geschwister, Großeltern, Familienfreunde "socialmedia" Kontakt aufzunehmen ?

Wir haben kurz darüber nachgedacht, ob ich Kontakt zu ihm aufnehmen sollte und dén Gedanken dann schnell wieder verworfen,
Die Großeltern väterlicherseits sind bereits verstorben.
Die Eltern meiner Nachbarin kommen dafür ebenfalls nicht infrage.
Ihr Vater hat sich sehr früh von der Familie getrennt, weil er ein Leben mit einer behinderten Tochter nicht ertragen konnte. Die Mutter war leider auch nicht besser. Sie wollte nichts mit "solch einer" Tochter zu tun haben.
Meine Nachbarin wuchs deshalb bei der Oma auf und kam nach deren Tod in ein Heim.
Jahre später, als meine Nachbarin längst erwachsen war, wollte ihre Mutter dann wieder Kontakt.
Aber meine Nachbarin war aber unerbittlich

Diese Geschichte ist auch so ein Punkt, der meine Nachbarin nachdenklich stimmt.
Seitdem sie weiß, wie schmerzhaft es es, wenn das eigene Kind den Kontakt verweigert, hat sie ein schlechtes Gewissen ihrer Mutter gegenüber.
 
Sie hält das einigermaßen aus.
Sie hat gar keine andere Wahl als es auszuhalten. Und mit der Zeit wird es auch leichter.
Meine Nachbarin wuchs deshalb bei der Oma auf und kam nach deren Tod in ein Heim.
Jahre später, als meine Nachbarin längst erwachsen war, wollte ihre Mutter dann wieder Kontakt.
Aber meine Nachbarin war aber unerbittlich

Diese Geschichte ist auch so ein Punkt, der meine Nachbarin nachdenklich stimmt.
Seitdem sie weiß, wie schmerzhaft es es, wenn das eigene Kind den Kontakt verweigert, hat sie ein schlechtes Gewissen ihrer Mutter gegenüber.
Das ist eine sehr üble Geschichte und ich denke, es gibt keinen Grund für ein schlechtes Gewissen einer Mutter gegenüber, die so gehandelt hat.
Allerdings hätte ich an ihrer Stelle zumindest gefragt, warum ihre Mutter sie weggegeben hat.
"Solch eine Tochter" nicht haben zu wollen erscheint mir auf den ersten Blick einfach zu wenig, als dass ich da nicht noch Klärungsbedarf hätte.

Dass sie als weggegebene Tochter da jetzt ein schlechtes Gewissen hat, finde ich aber auch ein bisschen eigenartig. Das ist aus derselben Schublade wie sich vor dem Sohn in den Staub werfen zu wollen, damit er bitte wieder mit ihr spricht, ohne den Grund zu kennen.
 
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