In dem Zusammenhang kommt Studium, Ausbildung und Beruf auch nochmal eine ganz andere Bedeutung. Denn man kann sich ja dann auch ganz bewußt für eben jene Dinge in eben solchen Lebensumgebungen und Wohngegenden entscheiden.
Man kann also durchaus sein Leben und die Orte in denen man leben möchte, taktisch schon frühzeitig durch Umzüge in entsprechende Orte so gestalten, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass man dort sein Leben unkonventionell gestalten kann abseits gesellschaftlicher Normen und zwar unterschwellig so, dass seine konventionell lebenden Mitmenschen in der Heimat nichts davon mitbekommen.
Manche flüchten zu diesem Zeitpunkt regelrecht vor ihren Familien, richtig.
Die Mehrheit macht sich eher ganz andere Gedanken, wenn es um Ausbildung und Studium geht.
Mir war wichtig, dass mein Nachwuchs den Mut hat, das zu tun, was er möchte, egal, wo.
Also für das Studium der Wahl dahin zu gehen, wo die besten Möglichkeiten geboten werden.
Die besten Möglichkeiten in den Augen des Nachwuchses! Nicht in meinen.
Erziehung zu Unabhängigkeit, Selbständigkeit.
Mit dieser vermittelten Haltung ist keine Flucht nötig und auch keine Suche nach (nicht existenten) Orten, an denen Menschen keine Neugierde verspüren würden.
Vielleicht nimmt so ja auch der Ein- oder Andere, der sich beruflich dazu entschieden hat, viel reisen zu wollen, genau dies als Mitgrund sich für seinen Beruf entschieden zu haben mit ins Kalkül?
So nach dem Motto: "Nach außen hin geb ich vor, auf wichtigen Geschäftsreisen zu sein, über Nacht genieß ich die Zweisamkeit mit meinen Affären. Kriegt ja eh Niemand mit. Genau deshalb lieb ich meinen Beruf ja so."
Auf manche trifft das bestimmt zu. Im Pool unserer Außendienstler hätten ein paar sich das nicht auf die Stirn tättowieren müssen, dieser Typ fiel (mir) auf.
Ich hab immer gedacht, dass es gerade in den neuen Bundesländern viel freizügiger zugeht und eben nicht nur in einer Stadt oder gar Großstadt, in der man ohnehin viel anonymer unterwegs sein kann und es dort so gut wie kein tratschende Nachbarschaft und missgünstig agierende Verwandten und Bekannten gibt, die in der Nähe wohnen, wenn man ein Leben abseits gesellschaftlicher Normen lebt?
Bundesland, städtisch, ländlich, ausweitbar auf die paar Länder, die ich kennenlernte:
Menschen sind überall Menschen, ich mache bezüglich Tratscherei keine Unterschiede aus, egal, wo ich mich gerade aufhalte.
Menschen sind interessiert, sind neugierig, manchen fehlt es am eigenen Inhalten, alles ist überall vertreten.
Die Anonymität macht den Unterschied.
Doch selbst wenn andere reden würden, bekäme man es jedoch dann auch nicht mit, richtig?
Aber ist das dann Betrug gegenüber ihnen weil man dann zurück in der Heimat wieder schön mitspielt beim konventionellen Leben, damit es ja nicht auffällt um Streit und Unbehagen zu umgehen?
Definiere Betrug.
Nein.
Es ist nicht verboten Geheimnisse zu haben.
Es gibt keinen Grund, mit allen persönlichen Details hausieren zu gehen.
Wenn das (zu erwartende) Verhalten anderer dem im Weg steht, erst recht nicht.
Viel fraglicher finde ich, woher dein Denken kommt.
Zurück zu definiere Betrug.
Kurzer KI-Absatz:
Nicht alles zu erzählen, ist nicht automatisch Betrug, kann aber je nach Situation rechtliche oder moralische Konsequenzen haben. Ob es sich um Betrug handelt, hängt von der Absicht und den Konsequenzen ab.
Juristische Perspektive (§ 263 StGB): Betrug liegt vor, wenn man durch bewusstes Verschweigen von Tatsachen (Täuschung) einen Irrtum erregt, um sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, der zu einem Vermögensschaden bei den Verwandten führt.
Verschweigen vs. Lügen:
Das bloße "Nicht-Sagen" (Schweigen) ist nur dann strafbarer Betrug, wenn eine Aufklärungspflicht bestand. Wer beispielsweise bei einem Erbteil bewusst relevante Informationen verschweigt (Erbbetrug), begeht eine Straftat.
Keine gesetzliche Meldepflicht:
Es gibt keine allgemeine gesetzliche Pflicht, Verwandten über alle privaten Angelegenheiten (wie Beziehungen, Finanzen) Rechenschaft abzulegen.
Moralische Perspektive:
Es ist in Beziehungen erlaubt, Geheimnisse zu haben; es ist keine generelle Pflicht, alle Gedanken zu teilen. Dies ist oft eine Frage des Vertrauens und des Charakters.
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Man kann überall sein Leben leben.
Sehr Privates bleibt dabei besser privat, denn da gehört es hin.
Erleichtert das Zusammenleben ungemein.
Denke deine Denkansatz mal zuende.
Was müsste dann alles über deine Nachbarn, die Bewohner der angrenzenden Straßen, über Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte, über Menschen, mit denen du zu tun hast, bekannt sein, wenn die alles offenlegen würden?
Oder hältst du dich ernsthaft für die einzige Person in deiner Bubble, die Gedanken hat, die andere nicht mal ahnen?
Ich bin überzeugt, einige in deiner Bubble leben ihre Gedanken aus. Nur weißt du es nicht.
Weil es ihre Privatsache ist.
Ich liebe Dorfleben, Aufenthalt in Stadt begrenzte ich so weit es ging.
Doch weshalb sollte ich so dämlich sein, dort mein Privatleben zur Schau zu stellen?
Deine Gedanken klingen nach Selbstboykott, Selbstbestrafung.
Dieses Bedürfnis verspüre ich nicht.