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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

Was könnte ich ihr raten?
Es zunächst "so wie es ist" zu akzeptieren.
Bei ihrem Sohn keinen Druck zu machen.
Kein Nachfragen: Wieso, weshalb, warum ?
Evtl. kann sie die Situation mit jemand Außenstehenden (ProFamilia, etc.) analysieren ?

So wie ich dich hier erlebe scheinst du auch zu sehr "verbunden" zu sein.

Hör ihr zu, versuche ihr dabei zu helfen, daß es im Moment nunmal so ist.

Und...
zu deinen Aussagen, beste Eltern, seit 30 Jahren Nachbarn...
selbst die Eltern bekommen nicht alles mit und alles kommt bei den Kindern so an, wie Eltern meinen "es gut zu machen".

Nachdem ich mich lange mit mir und meinem Leben auseinandergesetzt habe, konnte ich mit meinen Eltern gut Frieden schließen, da ich weiß, sie haben aus Ihrer Sicht alles dafür getan, daß aus mir ein "ordentlicher" Mensch wird...
deswegen war - für mich - noch lange nicht alles perfekt.

Meine Nichte sagte dazu eine passende Aussage:
"Mutti, ich mache bestimmt alle Fehler, welche du mir vorhälst UND noch meine dazu" 😉🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Kein Kind der Welt trifft diese Entscheidung leicht oder aus einer spontanen Laune heraus. Da wird viel mehr vorgefallen sein als das, was deine Nachbarin dir erzählt.

Es ehrt dich, dass du deine Freundin unterstützen willst und davon ausgehst, dass sie einen guten Job als Mutter gemacht hat. Im Endeffekt weißt du es nicht.

Ich würde ihr raten, den Sohn eine Weile in Ruhe zu lassen und sich auf ihr eigenes Leben zu fokussieren. Ggfs auch mal tiefer in sich zu gehen und in den Streitereien der vergangen Jahre zu suchen, ob da nicht immer dasselbe Thema vorrangig war.
 
Evtl. kann sie die Situation mit jemand Außenstehenden (ProFamilia, etc.) analysieren ?

Meine Nachbarn waren heute bei einer Beratungsstelle, die eine Art offene Sprechstunde hat.
Dort wurde ihnen gesagt, sie sollen immer wieder zu versuchen, mit dem Sohn ins Gespräch zu kommen und zu signalisieren, dass sie sich entschuldigen möchten.

Bei ihrem Sohn keinen Druck zu machen.
Kein Nachfragen: Wieso, weshalb, warum ?

Ich finde deinen Tipp ehrlichgesagt auch sehr viel klüger und sinnvoller als den dieses Fachmenschen in der Beratungsstelle.

So wie ich dich hier erlebe scheinst du auch zu sehr "verbunden" zu sein.

Unser nachbarschaftliches Miteinander ist wirklich sehr eng.
Wir waren besonders damals, als die Kinder klein waren, ein gut eingespieltes Team, das sich gegenseitig geholfen und unterstützt hat.


Und...
zu deinen Aussagen, beste Eltern, seit 30 Jahren Nachbarn...
selbst die Eltern bekommen nicht alles mit und alles kommt bei den Kindern so an, wie Eltern meinen "es gut zu machen".

Da hast du recht.
Aber dennoch bekommt man ein Gespür dafür, was nebenan los ist, wie miteinander umgegangen wird und ob da vielleicht etwas im argen ist.
Man merkt es zum Beispiel an der Art, wie die Familie miteinander redet, wenn sie sich unbeobachtet und "unbelauscht" fühlt.

Nachdem ich mich lange mit mir und meinem Leben auseinandergesetzt habe, konnte ich mit meinen Eltern gut frieden schließen, da ich weiß, sie haben aus Ihrer Sicht alles dafür getan, daß aus mir ein "ordentlicher" Mensch wird...
deswegen war - für mich - noch lange nicht alles perfekt.

Ich gehe mal davon aus, dass du zwar mit deinen Eltern gehadert, jedoch nicht den Kontakt abgebrochen hast.

Mir geht es mit meinen Eltern ähnlich wie dir.
Sie waren nicht perfekt. Mein Vater hat mich bei jeder schlechten Schulnote übers Knie gelegt.
Damals habe ich ihn dafür verachtet.
Heute weiß ich, dass er tatsächlich nur mein Bestes wollte, dass er es einfach nicht besser machen konnte, weil er es nicht besser wusste.

Ich habe innerlich Frieden mit ihm geschlossen und bin früh zu der Erkenntnis gelangt, dass ich meine Kinder niemals für schulische Leistungen unter Druck setzen werde.
Das habe ich durchgezogen.
Als "Dank" sagte eine meiner Töchter irgendwann zu mir: " Ich hätte einen viel besseren Abi Schnitt erreicht, wenn du strenger gewesen wärst. Du hast mir viel zu viel durchgehen lassen"

Fazit: Wie man´s macht, macht man´s verkehrt.
 
Meine Nachbarn waren heute bei einer Beratungsstelle, die eine Art offene Sprechstunde hat.
Dort wurde ihnen gesagt, sie sollen immer wieder zu versuchen, mit dem Sohn ins Gespräch zu kommen und zu signalisieren, dass sie sich entschuldigen möchten.
Was wurde der Nachbarin noch empfohlen ?
Ich finde deinen Tipp ehrlichgesagt auch sehr viel klüger und sinnvoller als den dieses Fachmenschen in der Beratungsstelle.
Na ja...
ich habe ja nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen.
"Fachmenschen" sind nicht so "dein Ding" ?
Unser nachbarschaftliches Miteinander ist wirklich sehr eng.
Wir waren besonders damals, als die Kinder klein waren, ein gut eingespieltes Team, das sich gegenseitig geholfen und unterstützt hat.
Und in anderen Bereichen ?
Ich schmiere meinen Nachbarn ja nicht mein ganzes Leben aufs Brot 😉
Aber dennoch bekommt man ein Gespür dafür, was nebenan los ist, wie miteinander umgegangen wird und ob da vielleicht etwas im argen ist.
Man merkt es zum Beispiel an der Art, wie die Familie miteinander redet, wenn sie sich unbeobachtet und "unbelauscht" fühlt.
Sorry, aber das wäre mir "to much" !
Ich gehe mal davon aus, dass du zwar mit deinen Eltern gehadert, jedoch nicht den Kontakt abgebrochen hast.
Das eine hat ja nicht unbedingt mit dem anderen etwas zu tun.

Ich kenne eine manisch depressive Mutter, da hat die Tochter auch jeglichen Kontakt komplett abgebrochen. Sie steht fragend da, hat für sich keine Erklärung und kommt da aus meiner Sicht nicht an sich ran.
Ich habe innerlich Frieden mit ihm geschlossen und bin früh zu der Erkenntnis gelangt, dass ich meine Kinder niemals für schulische Leistungen unter Druck setzen werde.
Das habe ich durchgezogen.
Als "Dank" sagte eine meiner Töchter irgendwann zu mir: " Ich hätte einen viel besseren Abi Schnitt erreicht, wenn du strenger gewesen wärst. Du hast mir viel zu viel durchgehen lassen"
Das besagt doch auch, daß Lebenserfahrungen die man selbst erlebt und versucht diese vermeintlich besser zu machen sich anders auswirken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Engagement in Ehren, aber ich persönlich finde es nicht angemessen über andere zu spekulieren. Alles Gute, ich dann mal hier weg 🌻
Neue Post beim Friseur gelesen?

Warum so inkonsequent?

Ob die "Mimose" das auch so sieht?

Ich frage die Mimose unbedingt.

Kein Kind der Welt trifft diese Entscheidung leicht oder aus einer spontanen Laune heraus. Da wird viel mehr vorgefallen sein als das, was deine Nachbarin dir erzählt.

Das ist das, was überall geschrieben steht, wenn man zum Thema "Kind bricht Kontakt zu den Eltern ab" googelt.
Das mag in der Mehrheit der Fälle bestimmt richtig sein.
Was meine Nachbarin betrifft, glaube ich eher, dass der Fehler darin liegt, dass viel zu wenig vorgefallen ist.
Rückblickend wurde er, meiner Meinung nach, viel zu sehr in Watte gepackt.
Er hatte es während seiner Schulzeit nicht leicht. Er wurde wegen seines Andersseins gemobbt und als Schwuchtel beschimpft.
Seiner Mutter tat das immer richtig weh und sie hat alles getan, um ihn zu unterstützen und zu stärken und ihm zu vermitteln, dass er gut und richtig ist, so wie er ist.
Vielleicht hat sie es dabei das ein oder andere Mal zu gut gemeint.
 
Meine Nachbarn waren heute bei einer Beratungsstelle, die eine Art offene Sprechstunde hat.
Dort wurde ihnen gesagt, sie sollen immer wieder zu versuchen, mit dem Sohn ins Gespräch zu kommen und zu signalisieren, dass sie sich entschuldigen möchten.

Sie können sich nicht entschuldigen, wenn sie nicht wissen wofür. Komischer Rat auch, dem Sohn nun ständig ein Gespräch aufdrücken zu wollen.
 
Was wurde der Nachbarin noch empfohlen ?
Das weiß ich noch nicht. Wir hatten bisher keine Gelegenheit, ausführlicher zu reden.
Und in anderen Bereichen ?
Ich schmiere meinen Nachbarn ja nicht mein ganzes Leben aufs Brot
Wir sind in erster Linie sehr gute Freunde.
Unsere Beziehung zueinander geht weit über das normal nachbarschaftliche hinaus.
Ich hätte diesen Thread auch "Verzweifelte Freundin" nennen können, habe es aber nicht getan, weil ich dachte, das könne zu Missverständnissen führen.

Sorry, aber das wäre mit "to much" !
Das ist leider der Nachteil, wenn man in einem Reihenhaus wohnt. Man guckt dem Nachbarn automatisch auf den Küchentisch.
Und wenn man auf der Terrasse sitzt, hört man die Gespräche der Nachbarn - ob man will oder nicht.
 
Das ist das, was überall geschrieben steht, wenn man zum Thema "Kind bricht Kontakt zu den Eltern ab" googelt.
Du solltest evtl. weniger "googlen 😉
Das mag in der Mehrheit der Fälle bestimmt richtig sein.
In der Mehrheit der Fälle ist immer alles richtig !
Was meine Nachbarin betrifft, glaube ich eher, dass der Fehler darin liegt, dass viel zu wenig vorgefallen ist.
Rückblickend wurde er, meiner Meinung nach, viel zu sehr in Watte gepackt.
Denkst du du hast hier noch den richtigen Abstand zur Situation ?
Er hatte es während seiner Schulzeit nicht leicht. Er wurde wegen seines Andersseins gemobbt und als Schwuchtel beschimpft.
Ist das nicht schlimm genug ?
Seiner Mutter tat das immer richtig weh und sie hat alles getan, um ihn zu unterstützen und zu stärken und ihm zu vermitteln, dass er gut und richtig ist, so wie er ist.
Das sollten Eltern auch tun, mehr können sie allerdings auch nicht tun.
Vielleicht hat sie es dabei das ein oder andere Mal zu gut gemeint.
Was wäre denn aus deiner Sicht das richtige Maß gewesen ?
 

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