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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

Ich werde hier immer wieder erneut von verschiedenen Leuten zitiert und mir wird etwas Falsches unterstellt..
Genau das sagte ich: es ist mehrfach zitiert worden. Mehrere Beiträge hast du gelöscht, aber wegen der Zitate ist es schwierig, im Nachhinein zu behaupten, man hätte dir was Falsches unterstellt.

Fakt ist doch, dass du ohne Kenntnis irgendeiner Faktenlage prinzipiell davon ausgehst, Eltern / Mütter sind schuld. Grundsätzlich und immer.
Sogar - ich zitiere es jetzt nicht nochmal, zumal der gesamte Beitrag weg ist - hat der Sohn wohl Gründe gehabt, schwul zu werden, die du im Elternhaus vermutest.

Dass du damit einen Shitstorm heraufbeschwörst, auch wenn du haufenweise schwule Freunde hast (sind bei denen auch die Eltern "schuld" an dem Umstand?), wundert dich doch wohl nicht wirklich.

Ich glaube übrigens ganz und gar nicht, dass du homophob bist. Ich glaube, falls es das Wort überhaupt gibt, bist du parentophob. Eventuell habe ich eben ein hübsches neues Wort erfunden...aber es weiß wohl jeder, was gemeint ist.
Der TE liest gerne deine Beiträge.
Da stimmt die emotionale Chemie.
Das hoffe ich und das freut mich.
 
Manchmal mangelt es mehr oder weniger einer Person an der Fähigkeit sich in den jeweils anderen Menschen hineinzuversetzen und sich selbst in der Perspektive zu sehen und entsprechend empathisch genug zu handeln.
 
Gestern gab es den Versuch einer telefonischen Aussprache zwischen meiner Nachbarin und ihrem Sohn.
Alles endete damit, dass der Sohn sie wutentbrannt aus der Leitung gedrückt hat.

Nachbarin fragte zu Beginn , was sie falsch gemacht habe.
Sie würde es gern wissen wollen, damit sie ihre Fehler reflektieren und sich entschuldigen könne.

Sohn wollte sich anfangs nicht auf dieses Gespräch einlassen.
Dann rückte er mit einer, meiner Meinung nach, an den Haaren herbeigezogenen Story raus, die sich ereignet hat als er in der 8. Klasse war.

Es muss das Jahr 2011 gewesen sein.
Das ganze liegt also eineinhab Jahrzehnte zurück.

In der Schule fand eine sogenannte Projektwoche statt, die von Montag morgen bis Freitag mittag dauerte.
Für den Freitag nachmittag lud der Klassenlehrer die Schüler seiner Klasse zu einem Grillnachmittag in seinen Garten ein, quasi als krönenden Abschluss der Woche.
Die Teilnahme war freiwillig, da außerhalb der Schulzeit.

Nachbarssohn war bereits Tage vorher schlecht gelaunt, wegen dieses Grillnachmittags.

Er hatte zu der Zeit einen schlechten Stand in der Klasse und wurde oft gehänselt, weil er sich lieber bei den Mädchen aufhielt anstatt mit den Jungs Fußball zu spielen.
Auch seinen Klassenlehrer mochte er nicht sonderlich.

Er wollte da eingentlich partout nicht hin, war sich aber unsicher, ob er seinen Mitschülern durch die Nichtteilnahme vielleicht noch mehr Grund zum Lästern liefern könnte.

Er redete immer wieder mit seiner Mutter darüber.

Nachbarin erinnert sich nur noch vage, aber sie glaubt gesagt zu haben:
"Wenn du so ungern bei Hernn X grillen willst, dann geh nicht hin. Ich könnte mir frei nehmen und wir beide fahren stattdessen zum Shoppen und Eisessen nach YZ."

Die Entscheidung wurde gefällt: Nachbarssohn würde nicht am Grillnachmittag teilnehmen.

Er änderte seine Meinung dann aber noch kurzfristig und teilte seiner Mutter mit, dass er doch lieber mit der Klasse grillen möchte.
Und dann soll seine Mutter gesagt haben: "Ich wäre enttäuscht, wenn du beim Grillen mitmachst."

Und dieser Satz ist derjenige welcher, der den Kontaktabbruch ins Rollen gebracht hat.

Nachbarssohn hat diese Story angeblich stundenlang mit einem Freund analysiert und man sei gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, das sei hochgradige emotionale Erpressung.

Meine Nachbarin kann sich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass sie diese Äußerung gemacht hat.
Und selbst wenn sie das tatsächlich so formuliert haben sollte, dann hat sie es eben gesagt.
Ich sehe darin kein Vergehen.
Man kann diese Äußerung doof , egoisitisch oder unangemessen finden - aber mehr auch nicht.

Für mich klingt das alles sehr rätselhaft.
Entweder will Nachbarssohn nicht mit dem eigentlichen Problem herausrücken oder ich zweifel an seiner psychischen Gesundheit.
 
...ich zweifel an seiner psychischen Gesundheit.
Das war bei der Lektüre auch mein Gedanke. Sind in deren Familie schon mal Persönlichkeitsstörungen oder sowas aufgetreten?

Ich bin ja ganz zum Schluss meiner Chronik über diesen Link gefallen:https://www.w-a-praxis.de/psychotherapie-in-berlin-charlottenburg/instabile-persoenlichkeit/#:~:text=f%C3%BCr%20diese%20St%C3%B6rung:-,Mangelnde%20Objektkonstanz,Vorstellung%20von%20anderen%20Menschen%20beizubehalten

Wie geht's deiner Nachbarin? Am Boden zerstört oder kommt sie einigermaßen zurecht? Man kann sowas auch therapeutisch begleiten lassen, ich zum Beispiel fand das damals sehr hilfreich, als meine Tochter zum Islam konvertiert ist und in einen kriminellen Clan eingeheiratet hat.

Meine Therapeutin hat mich ziemlich zu Beginn knallhart gefragt "Wer hat Ihnen denn versprochen, dass das Leben gerecht ist?!?"
Das war ein bisschen ein Gamechanger in meiner Wahrnehmung. Sie hatte absolut recht.
 
Es kann aber durchaus sein, dass sie ihn öfter auf diese "ich wäre sehr enttäuscht"-Weise manipuliert hat.
Ja, natürlich kann das sein. Eltern sind nicht frei von Fehlern.
Aber bricht man wegen sowas den Kontakt ab? Und wenn es bei der Mutter System hatte, so sehr, dass man seine eigene Mutter nie mehr sehen will - hat man da nicht ein paar frischere und treffendere Fallbeispiele als was, was 15 Jahre her ist?
 

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