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Viel Geld oder Spaß, was ist euch wichtiger?

Was ist dir denn wichtiger? Hast du Angst davor, jetzt sozialen abzusteigen? Wenn ich deinen Eingangspost richtig interpretiere.
Mir persönlich ist Geld nur in sofern wichtig, dass ich meine laufenden Kosten decken kann, mir hin und wieder nal neue Klamotten, neue Möbel, mal einen netten Urlaub machen kann. Dazu auch mal nett Essen gehen. Sehr viel mehr brauche ich persönlich nicht. Und bin damit schon auf der sehr sonnigen Seite des Lebens. Dickes Auto, Kreuzfahrt, IFöhn, eigentlich sind mir die meisten Statussymbole ziemlich wurscht.
Ich genieße es derzeit sehr, dass mein Job nicht wahnsinnig herausfordernd ist, ich sehr viel Freiheiten habe und mit meinem Chef auf Augenhöhe reden kann. Und Arbeiten fühlt sich einfach gut und leicht an. Da hatte ich auch schon andere Jobs.
O.k., das Gehalt könnte besser sein, ist aber aus derzeitiger, wirtschaftlicher Lage nicht umsetzbar.
 
Was ist dir denn wichtig(er)?

Irgendwas bewegt dich offenbar weiterhin in dem Zusammenhang, sonst hättest du den Thread nicht eröffnet.

Zu mir: Alles was finanziell über ein weitestgehend sorgenfreies Leben hinaus geht, ist mir nicht so wichtig.

"Lebenszeit" wird mit zunehmendem Alter knapper und damit für mich wertvoller.....das relativiert so einiges.

"Spass": Was verstehst du darunter insgesamt?

In jungen Jahren war für mich "Zufriedenheit" ein Begriff, mit dem ich nicht viel anfangen konnte. Erst im Laufe des Lebens hat das an Bedeutung gewonnen. "Zufriedenheit" ist aus meiner Sicht ebenso eine "Fähigkeit" wie eine "Empfindung".

Wie ist es bei dir mit der "Zufriedenheit "?
 
Wie seht ihr das? Was ist euch wichtiger? Geld oder der Spaß im Leben?
Dein Weg verdient Respekt, keine Frage. Aber ich sehe deine Entscheidung auch kritisch.

Du bist genau in der Phase ausgestiegen, in der du den größten Hebel hattest: jung, gesund, leistungsfähig, gut vernetzt, hohes Einkommen. Das sind Bedingungen, die man später nicht einfach reproduziert. Runtergehen kannst du fast immer – wieder rauf oft nicht.

Du schreibst viel über Stress, Rufbereitschaft, politische Spielchen. Das sind schlicht die Spielregeln, sobald man über eine gewisse Schwelle kommt. In Deinem Alter ist die Frage nicht, ob das anstrengend ist, sondern ob man diese Phase strategisch nutzt.

Ein paar weitere Jahre mit 5k+ netto (oder brutto, je nachdem), hoher Sparquote und konsequentem Investieren können Dir finanzielle Absicherung, wenn nicht gar die Perspektive "Finanzielle Freiheit" verschaffen. Stattdessen hast Du jetzt kurzfristig eine Lebensqualität gewonnen, die Du Dir später ohne entsprechende Vorsorge womöglich nicht länger leisten können wirst. Also es sei denn, Du blickst einem fetten Erbe entgegen. Dann allerdings benötigt man auch wenig Mut, so eine Entscheidung für sich zu treffen.

Was viele unterschätzen:
Finanzieller Stress kommt nicht mit 30 oder 40 – er kommt mit 55+, wenn man nicht mehr beliebig „Gas geben“ kann. Dann ist es zu spät, um zu sagen: „Ich hole das jetzt nach.“

Deine Entscheidung ist nachvollziehbar, menschlich und verständlich.
Aber optimal im Sinne langfristiger Freiheit finde ich sie nicht.
 
Hm - warum kann man mit 55+ nicht mehr Gas geben ???
Also ich bin jetzt 57 und habe so dass Gefühl, ich gebe jetzt mehr Gas, als ich Gas gab, in jungen Jahren.

Das denke ich ist individuell sehr unterschiedlich, der eine ist mit 60 kaputt gearbeitet der gesundheitlich angeschlagen...der andere nicht , er ist gesund und hat 60 Jahre geübt effizient zu leisten.
Wenn Du von den 60 Jahren 40 aktiv geleistet hast und das Prinzip der Effizienz nicht aus den Augen verlierst, leistest Du mit 60 viel geübter und viel fokussierter, effizienter, somit " mehr ", aber auch die Zeit die Du investierst für eine Sache , also im privaten Bereich ist ja ebenso " etwas leisten ".

Die Lebenszeit wird knapper - gut - aber das wird sie seit dem Du geboren wurdest, jeden Tag einen Tag weniger !!!
Das kann Dir auch schon als 20 jähriger klar sein .

Wenn Du genug Geld hast um Dir den Spaß bezahlen zu können , den Du willst, weil Du den brauchst, damit es Dir gut geht / Du zufrieden bist, dann ist doch alles im grünen Bereich ....
 
Mit knapp 3000€ fühlt man sich reich und es ist leicht, damit auszukommen, wenn man von 2000€ kommt. Aber es erfordert unglaublich viel Disziplin, wenn sich das Einkommen von 5000+ auf knapp 3000€ fast halbiert. Dein Leben war auf 5000+ ausgerichtet, Geld hat keine Rolle gespielt, es war einfach da. Ich denke, mit so viel weniger musst du ganz schön auf`s Geld achten, denn u.a. deine laufenden Fixkosten werden weiterhin auf 5000 ausgerichtet sein. Mit 3000 - kann man kein 5000+ Leben führen. Kommen du und deine Frau damit klar, wenn das nächste Auto vielleicht nur ein gebrauchter Kleinwagen sein kann, wenn es seltener in Urlaub geht, bescheidenere Reiseziele? Weniger exclusive Restaurants?

Ich denke, du hattest diesen Schritt gut durchdacht, ihn mit deiner Frau und evtl. Freunden diskutiert. Beruflichen Stress, in dem man den Kopf kaum noch klar bekommt, kann man nur eine begrenzte Zeit aushalten. Das wiegt auch viel Geld nicht auf. Du bist mutig. Zeit zu haben für Familie und Erholung, zum Abschalten, ist unbezahlbar. Du lebst nun gesünder. Noch besser ist es, wenn man wie du sein Hobby zum Beruf machen kann. Ich verstehe deinen Tausch, aber ich kann verstehen, wenn du mit einem gewissen Abstand zum alten Leben unsicher wirst, richtig gehandelt zu haben oder dich nach dem "mehr" zurücksehnst. Mehr verdienen bedeutet aber nicht unbedingt ein zufriedeneres Leben.
 
Ich verstehe Deine Unsicherheit, wenn man sich in so unterschiedlichen finanziellen Milieus bewegt und eben nicht mit ausreichend Einkommen und Sorglosigkeit in seiner Herkunftsfamilie aufgewachsen ist.

Aber an sich ist der berufliche Lebenslauf aus meiner Sicht schlüssig. Hochgearbeitet, in verantwortliche Position gekommen, gut verdient, Basis geschaffen für ein finanziell gutes Leben und dann eine Stufe zurück auf ein immer noch gutes Gehalt um dieses Niveau zu halten.

Ich habe das ähnlich gestaltet. Und bin sehr zufrieden damit. Inzwischen fast 40 Jahre im Berufsleben und in den letzten 10 Jahren sowohl stundenmäßig als auch von Belastung und Verantwortung einen Schritt zurück gegangen. Die Vermögensbasis wurde in den sehr gut bezahlten anstrengenden Jahren geschaffen, jetzt geht es nur noch darum, ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften. Und das geht ohne die extremen Belastungen der vorherigen Jahre.

Ob der Zeitpunkt für Dich schon richtig oder noch etwas zu früh war, das ist ja die Frage, die Sonate stellt, mußt Du Dir selbst beantworten. Aber das klingt schon ganz gut, mit Deinem Gehalt + Mieteinnahmen. Wenn Du nicht noch dauerhafte Schulden z.B. für Immobilien hast, wo droht, daß Du die irgendwann nicht mehr bedienen kannst, sondern dauerhaft in einem guten Plus bist und Dir in den vergangenen Jahren eine solide Vermögensbasis geschaffen hast, dann war das auch meiner Sicht ein guter Zeitpunkt.

Das ist dann vielleicht auch der Zeitpunkt, Dich mit Deinem Verhältnis zu Geld, Einkommen und Vermögen auseinander zu setzen. Damit hast Du ja schon begonnen. Dir klar zu machen, wie viel brauche ich und was ist der Preis, den ich für die Erwirtschaftung zahlen möchte.
Es sind Fragestellungen, zu denen Deine Herkunftsfamilie nie kommen wird, weil sie sich nie durch Bildung, Mut, Fleiß und Beziehungen die Grundlage schaffen wollten. du wirst nie auf Verständnis stoßen bei ihnen. Sie werden immer im Neid und Unverständnis hängen bleiben, denn sonst müßten sie sich mit sich selbst auseinander setzen.
Das führt dazu, daß ein Gefühl entstehen kann, daß Du nirgendwo richtig dazu gehörst. Die eine Schicht versteht Deinen Aufstieg nicht, die andere Deinen Schritt zurück nicht.
Aber es ist Dein Leben und Du hast es Dir durch Deine Lebensentscheidungen klug gestaltet. Du bist niemandem Rechenschaft schuldig.
Du bist auch niemandem - auch Deiner Herkunftsfamilie - schuldig, Dein erwirtschaftetes Einkommen oder Dein Vermögen zu teilen. Du, Deine Frau und ggf. Deine Kinder stehen an erster Stelle. Die Erwartungen anderer, daß Du ihnen Geld gibst würde ich nicht erfüllen. Das wird wahrscheinlich auch nicht mehr gehen mit dem verringerten aktuellen Einkommen, auch wenn Deine Herkunftsfamilie das wegen ihrer mangelnden Erfahrungen mit Einkommens- und Vermögenssicherung nicht erkennt. Wichtig ist, daß Du Dir da kein schlechtes Gewissen einreden läßt. Du hast hart gearbeitet und Dich weitergebildet für Deinen Weg. Du mußt nicht diejenigen, die nicht bereit oder nicht in der Lage sind diesen Einsatz zu zeigen, mitunterhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte dann gekündigt.
.................................................
Hab dann einen selbst gesuchten, "normalen" Job angenommen.

Statt 5000+ gibts aber nur noch knapp 3k im Monat aufs Konto. Dafür hab ich allerdings wieder ein Privatleben und ich habe quasi mein Hobby zum Job gemacht. Der Job fühlt sich ehr an wie ein Spiel als wie Arbeit,
Das daran finde ich das Allerbeste. Du bist frei, das ist viel mehr wert, als viel Geld aber abhängig, und sei es nur moralisch, von anderen zu sein.
 
Hi,

ich habe auch 2 Seiten der finanzielle Lage erlebt ,
einmal da konnte ich meinem Kind nicht mal eine Kugel Eis kaufen.....
dann kam der Schwur wie bei ""SKALETT O'HARA "" (Vom Winde verweht)
Nie wieder soll sowas passieren.....
Dann habe ich kleine Minijobs angenommen zusätzlich zu meiner Festeinstellung
und uns ging es echt wieder gut und besser , Kino , Zirkus und Urlaub war plötzlich alles machbar..
ABER !!
Ich hatte kein Privatleben mehr, nun hatte ich dafür keine Zeit mehr für das Kind .
Da habe ich mich entschlossen wieder runter zu schrauben ,
denn Zeit für sich und Familie sind sooooo wichtig .

Darum finde ich Deine Entscheidung nicht schlecht , man muss nur lernen auch mit dem wenigen
klar zu kommen , aber 3000+ ist echt eine super Grundlage aus meiner eigenen Sicht .
Wichtig ist nur das Du damit klar kommst , aber trotzdem glücklich bist .
Denn wenn es Dir und Dein Gefühlsleben gut geht, dann hast du nichts falsch gemacht.

Übrigens , ich habe meine Entscheidung NIE bereut und mein Sohn dankt es mir heute noch mit
seinen über 40 Jahren.
 

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