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Viel Geld oder Spaß, was ist euch wichtiger?

Samuro

Neues Mitglied
Hi.

Eigentlich komme ich aus ehr ärmeren Verhältnissen und dachte nie, dass ich überhaupt so weit komme. Ich stamme mehr oder weniger aus einer "typischen Hartz 4 Familie". Irgendwann bin ich dann mehr oder weniger "abgehauen" und hab irgendwo ganz anders ein neues Leben angefangen.
Ausbildung und Technikerschule, angefangen zu arbeiten, neuen Freundeskreis, in bessere Kreise eingeheiratet und dann dank "Vitamin B" beruflich ziemlich schnell und recht weit nach oben geschossen.
Ich konnte es dann auch selbst erleben, wie es ist, wenn man nicht mehr bei der Leiharbeitsbude irgendwo malocht, sondern wie es "oben im Büro" auf der anderen Seite vom Tisch so ist. Wenn man dann selbst Leute unter sich hat und denen auch mal in den A**** treten muss.
Ich habe es dann auch erlebt, wie es ist, Geschäftsreisen zu machen, in irgendwelchen guten Hotels zu übernachten und an Geschäftsessen teilzunehmen.

Finanziell ging es mir so gut, dass ich mir irgendwann dann mal nen iPhone gehauft habe, wie andere andere nen Coffee-To-Go kaufen. Im Vorbeigehen in der Mittagspause. Mein Auto hab ich in Bar bezahlt.
Ein Eigenheim, früher ein ferner Traum, heute Realität. Die Vermieter, früher als Bonzen beschimpft, heute ist man selbst einer.

Das brachte natürlich auch Neider, mit meiner ursprünglichen Familie hatte ich kaum noch Kontakt, die meldeten sich eigentlich nur noch, wenn das Geld knapp war, ansonsten war das Verhältnis sehr angespannt. Mir wurde gesagt, ich habe die Seiten gewechselt und sei dem Kapitalismus verfallen, Und der Kontakt zu alten Freunden und Bekannten ist komplett im Sande verlaufen. Ab und zu dachte ich noch an die alten Zeiten.

Allerdings ist es mit dem Job und der neuen Familie auch nicht ganz so einfach gewesen, Freizeit ist ein knappes Gut gewesen. Alles ist durch geplant und eng getaktet, sogar die Freizeit. Und Immer irgendwie im Dienst, immer auf Abruf, Firmenhandy immer mit dabei. Sogar Sonntag Nachts wurde ich angerufen. Überstunden? 10-12 Stunden am Tag Minimum. Und zuhause geht es weiter, recherchieren, überlegen, wie man ein Problem löst und Ziele erreicht. Wie man das Soll erfüllt, dass die Kosten grundsätzlich zu hoch sind. Überlegen, wie man mit Fremdfirma X am Besten auf einen Nenner kommt, wem muss ich morgen in den A**** treten und wie bekomme ich Y besser an die Arbeit.

Was mir ziemlich zu schaffen gemacht hat: Früher wurde mir fast alles direkt ins Gesicht gesagt. Manchmal auch unfreundlich. In der Position hingegen sagte mir keiner mehr was offen. Sie standen vor einem und alles war gut. Hinten rum hat man dann aber so einiges erfahren.

Ich hatte dann gekündigt.
Das war auch nicht ganz ohne da wieder raus zu kommen, da ich in der Firma eine Schlüsselposition hatte und mit dem Geschäftsführer auch noch privat was zu tun hatte und er mich extrem gepusht hatte.
Hab dann einen selbst gesuchten, "normalen" Job angenommen.

Statt 5000+ gibts aber nur noch knapp 3k im Monat aufs Konto. Dafür hab ich allerdings wieder ein Privatleben und ich habe quasi mein Hobby zum Job gemacht. Der Job fühlt sich ehr an wie ein Spiel als wie Arbeit,

Der Job ist im Vergleich zu meiner Herkunft allerdings immer noch auf einem Top-Niveau und von der Arbeiterklasse noch ein gutes Stück entfernt. Es reicht immer noch, dass meine ursprüngliche Familie vor Neid platzt weil ich echt ein gutes Leben habe. Aber nach Geld fragen sie trotzdem noch.

Allerdings denke ich darüber nach, ob es richtig war, nochmal einen Schritt zurück zu gehen oder ob ich noch ein bisschen Geld hätte scheffeln sollen. Wie seht ihr das? Was ist euch wichtiger? Geld oder der Spaß im Leben?
 
Es ist beides wichtig. Spaß zahlt weder die Miete, noch füllt es den Kühlschrank, aber Geld hat keinen Sinn, wenn man kein Leben hat um es auszugeben. Man muss da für sich selbst eine Balance zwischen beidem finden. Ich habe mich kürzlich auch gegen eine Beförderung entschieden, obwohl mein ohnehin gutes Gehalt um rund 20% netto gestiegen wäre. Der damit verbundene Aufwand war es mir aber einfach nicht wert und über kurz oder lang werde ich wahrscheinlich auch auf 30 Stunden die Woche runter gehen.

Guck dir dazu mal das Video an:
 
Man kann mal eine Zeitlang einen anstrengenden und gutbezahlten Job machen mit wenig Freizeit und ständiger Handyverfügbarkeit, wenn man das mag. Und das Geld dann sparen, gut anlegen und dann aber etwas machen, wo man auch ein Leben außerhalb der Arbeit hat.

Man sollte zurechtkommen finanziell, aber ich brauche keine Designerkleidung oder das tollste Auto, um glücklich zu sein. Ich möchte auch, wenn ich Feierabend habe, den Feierabend genießen können und nicht noch ein Firmenhandy haben. Und mit dem Chef privat befreundet sein, ist eh oft sehr zweischneidig, da sollte man vorsichtig sein.

Ich muss bei meiner Arbeit auch nicht viel Spaß haben, ich muss mich wohlfühlen - was ich tue - und nicht zu sehr gestresst sein und das Geld muss stimmen. Spaß habe ich in meiner Freizeit, die ich aber auch habe.
 
Dafür hab ich allerdings wieder ein Privatleben und ich habe quasi mein Hobby zum Job gemacht. Der Job fühlt sich ehr an wie ein Spiel als wie Arbeit,
Allerdings denke ich darüber nach, ob es richtig war, nochmal einen Schritt zurück zu gehen

Was fehlt dir, um zufrieden zu sein?
Weshalb zweifelst du?

Bei mir war das, als ich noch arbeitete:
Eine für mich stimmige Balance.
Ausreichend Geld, um ruhig zu schlafen und Leichtigkeit, Freude im Leben.
Was bringt mir ein dickes Bankkonto, wenn dabei die Familie, die Liebe, auf der Strecke bleibt?
Was bringt mir die Kohle, wenn ich keine entspannte Zeit habe, um die auszugeben?
Was bringt mir ein prall gefüllter Geldspeicher, wenn ich dann womöglich aus lauter Stress oer Herzinfarkt oder Schlaganfall den Löffel frühzeitig abgebe?
 
Statt 5000+ gibts aber nur noch knapp 3k im Monat aufs Konto. Dafür hab ich allerdings wieder ein Privatleben und ich habe quasi mein Hobby zum Job gemacht. Der Job fühlt sich ehr an wie ein Spiel als wie Arbeit,

Das ist doch top und echt ideal, du hast den Jackpot gemacht, genieß es 🙂
Der andere Job hätte dich auf Dauer überlastet, denn alles Geld nützt nichts, wenn man so gut wie keine Freizeit hat, um es zu genießen.
Außerdem macht dir der neue Job mehr Spaß, also war es die richtige Entscheidung.
 
Hi.

Eigentlich komme ich aus ehr ärmeren Verhältnissen und dachte nie, dass ich überhaupt so weit komme. Ich stamme mehr oder weniger aus einer "typischen Hartz 4 Familie". Irgendwann bin ich dann mehr oder weniger "abgehauen" und hab irgendwo ganz anders ein neues Leben angefangen.
Ausbildung und Technikerschule, angefangen zu arbeiten, neuen Freundeskreis, in bessere Kreise eingeheiratet und dann dank "Vitamin B" beruflich ziemlich schnell und recht weit nach oben geschossen.
Ich konnte es dann auch selbst erleben, wie es ist, wenn man nicht mehr bei der Leiharbeitsbude irgendwo malocht, sondern wie es "oben im Büro" auf der anderen Seite vom Tisch so ist. Wenn man dann selbst Leute unter sich hat und denen auch mal in den A**** treten muss.
Ich habe es dann auch erlebt, wie es ist, Geschäftsreisen zu machen, in irgendwelchen guten Hotels zu übernachten und an Geschäftsessen teilzunehmen.

Finanziell ging es mir so gut, dass ich mir irgendwann dann mal nen iPhone gehauft habe, wie andere andere nen Coffee-To-Go kaufen. Im Vorbeigehen in der Mittagspause. Mein Auto hab ich in Bar bezahlt.
Ein Eigenheim, früher ein ferner Traum, heute Realität. Die Vermieter, früher als Bonzen beschimpft, heute ist man selbst einer.

Das brachte natürlich auch Neider, mit meiner ursprünglichen Familie hatte ich kaum noch Kontakt, die meldeten sich eigentlich nur noch, wenn das Geld knapp war, ansonsten war das Verhältnis sehr angespannt. Mir wurde gesagt, ich habe die Seiten gewechselt und sei dem Kapitalismus verfallen, Und der Kontakt zu alten Freunden und Bekannten ist komplett im Sande verlaufen. Ab und zu dachte ich noch an die alten Zeiten.

Allerdings ist es mit dem Job und der neuen Familie auch nicht ganz so einfach gewesen, Freizeit ist ein knappes Gut gewesen. Alles ist durch geplant und eng getaktet, sogar die Freizeit. Und Immer irgendwie im Dienst, immer auf Abruf, Firmenhandy immer mit dabei. Sogar Sonntag Nachts wurde ich angerufen. Überstunden? 10-12 Stunden am Tag Minimum. Und zuhause geht es weiter, recherchieren, überlegen, wie man ein Problem löst und Ziele erreicht. Wie man das Soll erfüllt, dass die Kosten grundsätzlich zu hoch sind. Überlegen, wie man mit Fremdfirma X am Besten auf einen Nenner kommt, wem muss ich morgen in den A**** treten und wie bekomme ich Y besser an die Arbeit.

Was mir ziemlich zu schaffen gemacht hat: Früher wurde mir fast alles direkt ins Gesicht gesagt. Manchmal auch unfreundlich. In der Position hingegen sagte mir keiner mehr was offen. Sie standen vor einem und alles war gut. Hinten rum hat man dann aber so einiges erfahren.

Ich hatte dann gekündigt.
Das war auch nicht ganz ohne da wieder raus zu kommen, da ich in der Firma eine Schlüsselposition hatte und mit dem Geschäftsführer auch noch privat was zu tun hatte und er mich extrem gepusht hatte.
Hab dann einen selbst gesuchten, "normalen" Job angenommen.

Statt 5000+ gibts aber nur noch knapp 3k im Monat aufs Konto. Dafür hab ich allerdings wieder ein Privatleben und ich habe quasi mein Hobby zum Job gemacht. Der Job fühlt sich ehr an wie ein Spiel als wie Arbeit,

Der Job ist im Vergleich zu meiner Herkunft allerdings immer noch auf einem Top-Niveau und von der Arbeiterklasse noch ein gutes Stück entfernt. Es reicht immer noch, dass meine ursprüngliche Familie vor Neid platzt weil ich echt ein gutes Leben habe. Aber nach Geld fragen sie trotzdem noch.

Allerdings denke ich darüber nach, ob es richtig war, nochmal einen Schritt zurück zu gehen oder ob ich noch ein bisschen Geld hätte scheffeln sollen. Wie seht ihr das? Was ist euch wichtiger? Geld oder der Spaß im Leben?

Du kannst nichts nachholen vom ersparten wenn du Rentner bist.
Hatte so einen Nachbarn, Frau und Mann nur am arbeiten, gutes Gehalt.
Gönnten sich nix, um es im alter ( besser ) zuhaben.
Wenn wir dann In Pension sind, holen wir alles nach.
Als es soweit war starb die Frau nach einem halben Jahr.
Noch vor der geplanten Weltreise!
Denk mal drüber nach was du beeinflussen kannst und was nicht.
Wer soll das für dich entscheiden, wie DU Leben willst?
Genieße das was du hast im jetzt und Hier.
 
ob es richtig war, nochmal einen Schritt zurück zu gehen oder ob ich noch ein bisschen Geld hätte scheffeln sollen. Wie seht ihr das? Was ist euch wichtiger? Geld oder der Spaß im Leben?
Gerade gestern dachte ich noch, dass viel Geld scheffeln eigentlich kein Zeichen von Intelligenz ist, denn das kann jeder, wenn er weiss, wie man's macht.
Wie Dein Leben sich gestaltet hat, ist das eines Lebenskünstlers. Pass nur auf, dass wegen Deiner Herkunft den Verwandten gegenüber Schuldgefühle entstehen. Geniesse das Leben, Dein Leben, und freue Dich über Dein glückliches Naturel. Das darfst Du !
 
Ist das nicht das selbe ? Also Spaß und Geld , weil alles was Spaß macht kostet Geld.....

wäre es nicht sinnvoller zu fragen was ist Dir lieber

Trauer und Armut

oder Freude und Geld

aber was ist wenn Trauer und Geld dabei rum kommt ? Dann hast Du 3,8 Millionen auf der Bank und gehst in den Suizid.

Aber ist nicht eigentlich die gute Laune das was Du suchst oder wonach Du fragst ?
Weil wenn Du jeden Tag gute Laune hast oder überwiegend, was hast Du falsch gemacht ?

Kann sich das nicht auch ändern ? Zum Spaß Geld verdienen oder sowas ?
Aus Trauer Geld verschenken ?
 
Mir ist Geld wichtiger.
"Spass" habe ich so oder so nicht, jedenfalls nicht das, was die meisten Menschen so unter Spaß verstehen.
Was mir aber auch wichtig ist, ist Bequemlichkeit und Ruhe im Leben.
Also 50 Stunden-Woche nur um noch mehr und noch mehr Geld aufm Konto zu haben , wäre auch nix für mich.
Wenn ich soviel habe, dass ich theoretisch nicht mehr oder nur noch soviel ich Bock habe, arbeiten muss, ist das Optimum erreicht.
 

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