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Kath. Kirche - Wer wollte mal austreten und hat es NICHT getan?

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Für weitere Antworten geschlossen.
Ja, das würde mir bestimmt helfen, aber leider kenne ich niemand, mit dem ich darüber sprechen könnte. Entweder sind es Menschen, die mit Kirche 'nichts am Hut haben' und mich höchstens auslachen, oder es sind Menschen, für die meine Fragen keine Fragen sind. Diejenigen, die Kritik üben, denen geht es um andere Themen, um Preistertum von Frauen, um Trauung gleichgeschlechtlicher Paare usw., was da mit Toten 'veranstaltet' wird und wie man sie 'vermarktet', interessiert niemand. Deshalb habe ich ja in diesem Forum geschrieben. Aber auch, weil es mir anonym leichter fällt, überhaupt zu reden.
Dennoch die Frage an dich: Kennst du entsprechende Adressen, gerne online?
Ich verschiebe das Thema mal in den Bereich Soziales, da dieser Bereich wohl besser passt. Wenn ich es richtig verstanden habe, wünscht sich die TE einen allgemeineren Austausch über ihre Thematik. Falls das für Dich -liebe TE-nicht OK ist, bitte melden.
Bitte beachtet, dass dann die Regeln des Unterbereich "Soziales" gelten: DH, es ist eine offenere Diskussion möglich, als im Ich-Bereich, aber dennoch mit persönlichem Bezug.
Nicht erlaubt sind Grundsatzdiskussionen....
 
Da die Frage ähnlich schon weiter oben gestellt wurde, versuche ich es mal:
Mir missfällt schon mal die ganze Selig- und Heiligsprechung. Ich glaube - aufgrund dessen, was ich in der Bibel lese - dass alle an Christus Glaubenden Heilige sind. Und dass diese sowohl auf der Erde als auch im Himmel leben. (Dafür muss man natürlich an die Existenz eines Himmels glauben.) Es widerstrebt mir, dass einige zusätzlich offiziell als "heilig" erklärt werden. Aber das könnte ich noch akzeptieren, vielleicht haben sie ein besonders vorbildliches Leben geführt oder sehr viel Gutes getan, oder, oder...
Was ich nicht akzeptieren kann, ist die Praxis des Umgangs mit den Körpern dieser 'Heiligen', ich verweise nochmals auf das Beispiel Carlo Acutis, weil mich das so getriggert hat. Ich möche aber Einzelheiten hier nicht wiederholen, wer sich wirklich dafür interessiert, kann es in zahlreichen Beiträgen im Internet nachlesen.
Ich denke, dass es nicht im Sinne von Jesus Christus und Seiner Lehre sein kann, dass man so mit Verstorbenen umgeht und sie so benützt.
Zu dieser Frage (ich weiß nicht, wie man mehrfach zitiert):
"Glaubst du, dass die sogenannten Reliquien überhaupt das beinhalten, was behauptet wird?"
Nein. Nicht immer. Ich finde beides übel, sowohl echte als auch falsche. Besonders die Zurschaustellung. Ich kann auch nicht nachvollziehen, was (teils junge, nicht irgendwelche in ihren Traditionen erstarrten alten!) Leute dazu bringt, Reliquien (z.T. ekstatisch) zu verehren.
Hast Du über deine Gedanken mal mit Pfarrern oder Theologen gesprochen? Evtl kommen da Denkanstöße.
Ich kann das gut nachvollziehen, dass dich das irritiert...bei den ganzen "alten" Heiligen hat man sich ja immernoch gedacht: OK, das war früher...da war man so drauf, dass man ein Skelett konserviert hat, aber heute...
Naja und dann passiert genau DAS heute...
Ist schon crazy und damit kann ich auch nix anfangen...muss ich auch nicht, denn ich bin evangelisch 😉 , aber ich verstehe schon was Du meinst.
Allein der Gedanke, dass die Kirche da ja auch irgendwie an einer Sache auf biegen und brechen festhält, die doch aus der Zeit gefallen ist (und das ist ja nicht das einzige, wo sie so handelt).
Mich persönlich irritieren auch die Eltern von diesem Jungen, die das offenbar unbedingt wollten. Ich meine...gehts noch? Wie muss man denn drauf sein, um SOWAS zu wollen, wenn man das eigene Kinder verliert?
Aber ok....darüber sollte man nicht richten.
Letztlich denke ich, dass sich in dieser Sache ein großes Problem der katholischen Kirche zeigt: Auf der einen Seite befindet sie sich im Wandel der zeit: Die Menschen an der basis leben lägnst ein modernes Christentum, das mehr auf die Werte von Jesus gebaut ist, als auf irgendwelche althergebrachten Rituale und Machtstrukturen. Und dann gibt es eben...Rom..wo eben ein paar Kirchenfürsten auf jeden Fall an genau diesen alten Strukturen (die letztlich auch ihre Macht begründen) festhalten wollen.
Also BRAUCHT man eine Möglichkeit, diese alten Rituale irgendwie in die Neuzeit zu verfrachten.
So ist die Aktion mit Acutis irgendwie ein trauriger Versuch, an diesem Reliquienkult festzuhalten, obwohl eigentlich alle Zeichen auf eine Neudefinition stehen.
Ich würde sagen, die katholische Kirche hat da noch einen weiten Weg vor sich....aber den schafft sie eben nur, wenn Menschen wie Du, die eben zweifeln und ihre Prioritäten anders setzen als "Rom" in der Kirche aktiv sind.
 
Ich fände es aber schon schade, wenn das Thema geschlossen würde, weil nun so viel OT kommt.

Da hilft es, wenn du dich selbst viel beteiligst und klarstellst, was du sinnvoll findest und was nicht.

Wer hilft mir, Argumente für einen Verbleib in dieser Kirche zu finden? Nein, eigentlich brauche ich nicht die Argumente für das, was mich halten könnte. Sondern Ideen, Gedanken, wie ich Dinge, die ich nicht akzeptieren kann, vielleicht tolerieren könnte?

Ich kann zum Thema nicht viel beitragen, weil ich mit Religionen nichts anfangen kann.
Aber dir ist es wichtig, deshalb übe dich gefälligst in Demut 😉
Gott und seine Stellvertreter werden ja wohl wissen, wer anbetungswürdig ist:

Mir missfällt schon mal die ganze Selig- und Heiligsprechung. Ich glaube - aufgrund dessen, was ich in der Bibel lese - dass alle an Christus Glaubenden Heilige sind.

Es muss immer und überall die "Besseren" geben, damit die "Minderen" sich mehr anstrengen.

Und ich weiß nicht mehr, was mir mein Gewissen sagt: Mache ich mich schuldig, wenn ich bleibe, mache ich mich schuldig, wenn ich gehe? Ich möchte bleiben, aber....

Schuld ist ja auch ein sehr gern gefördertes Gefühl im Katholizismus. Für dich gibt es aber keinen Grund, dich schuldig zu fühlen, nur weil du grad zweifelst. Wem gegenüber überhaupt? Gott hat definitiv schon Schlimmeres gesehen.

Den Reliquienkult seh ich eher als harmlose Marotte, ein Relikt aus heidnischen Zeiten.

Bei einem Austritt würde ich aber alles verlieren, was mir wichtig und lieb ist, ja lebenswichtig ist (Sakramente, Gottesdienste, Gemeinschaft) und mir Halt gibt. Ich bin verzweifelt.

Dann blende aus, was dir nicht gefällt und konzentrier dich auf die Sachen, die dir wichtig sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verschiebe das Thema mal in den Bereich Soziales, da dieser Bereich wohl besser passt. Wenn ich es richtig verstanden habe, wünscht sich die TE einen allgemeineren Austausch über ihre Thematik. Falls das für Dich -liebe TE-nicht OK ist, bitte melden.
Bitte beachtet, dass dann die Regeln des Unterbereich "Soziales" gelten: DH, es ist eine offenere Diskussion möglich, als im Ich-Bereich, aber dennoch mit persönlichem Bezug.
Nicht erlaubt sind Grundsatzdiskussionen...
Keine Ahnung, du wirst es besser wissen als ich, ich verstehe den Unterschied nicht ganz.
 
Ich kann zum Thema nicht viel beitragen, weil ich mit Religionen nichts anfangen kann.
Aber dir ist es wichtig, deshalb übe dich gefälligst in Demut 😉
Okay, da ist ein Smiley dabei, aber dennoch: Wie kommst du dazu, mir so einen Ratschlag zu geben? Wie sieht es mit deiner Demut sprich Toleranz aus? Man könnte auch sachlich antworten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Eindruck ist, dass das Christentum an sich für dich passt, Du aber mit den Eigenarten der katholischen Kirche Probleme hast (was ich verstehen kann). Du schreibst, Du hast auch gute Kontakte zu evangelischen Gemeinden. Gehst Du dort mal in den Gottesdienst? "Fehlt" Dir dort etwas? Vielleicht magst Du Dich dort mal mit dem Pfarrer unterhalten? Es ist sicher nicht so einfach, wie es klingt, aber vielleicht ist die evangelische Ausprägung die richtige für Dich?
 
Für Jesus wäre der Reliquien-Kult ein absolutes No-Go gewesen, denn im Judentum sind menschliche Körperteile unrein und müssen unbedingt in ihr "Haus bis zur Wiederauferstehung" sprich Grab gebracht werden. Nach Anschlägen oder Unfällen wo Juden zerfetzt oder zerstückelt werden, z. B. Flugzeugabsturz oder Bombe, sieht man Spezialisten am Tatort die mit der Lupe winzigste Überreste aus den Trümmern fieseln, damit wirklich auch das letzte Stückchen von den Leichen beerdigt werden kann.
 
Okay, da ist ein Smiley dabei, aber dennoch: Wie kommst du dazu, mir so einen Ratschlag zu geben? Wie sieht es mit deiner Demeut sprich Toleranz aus? Man könnte auch sachlich antworten.

Keine Ahnung, wieso du so gereizt reagierst. Meine Antwort war sachlich.

Demut ist ja ein ganz wichtiger christlicher Wert.

Demut ist ein zentrales Wert in der katholischen Moral und Ethik. Sie ist nicht nur eine Haltung der Bescheidenheit oder eine falsche Selbstverachtung, sondern die Grundlage, auf der alle anderen Tugenden aufgebaut sind. Die Demut ist das Fundament, auf dem Gott sein Werk in uns aufbaut. Sie ermöglicht es uns, zu erkennen, dass alles, was wir haben, von Gott kommt, und hilft uns, in Dankbarkeit und Vertrauen auf Ihn zu leben.
https://www.bing.com/ck/a?!&&p=08ee...S1hbGxlci1jaHJpc3RsaWNoZW4tdHVnZW5kZW4v&ntb=1
catholicus.eu

Also kannst du nur akzeptieren, was die Stellvertreter deines Gottes für richtig halten oder es ablehnen und Konsequenzen ziehen.
 
Also Demut ist ein zentraler Wert im christentum, bedeutet aber eben NICHT einfach nur blind alles abzunicken.
Das widerspricht doch dem, wofür Jesus steht.
demut an sich ist meiner Meinung nach ein sehr sehr wichtiger Wert. man könnte es auch mit Respekt und Dankbarkeit übersetzen: Also Respekt vor dem Leben, vor der "Schöpfung" (also der Welt und der Natur und eben auch dem menschlichen Leben). Dankbarkeit für das was man hat, und Verantwortungsgefühl und auch Vertrauen. Das ist so grob gesagt alles im Begriff demut zusammengefasst. Und ich finde das einen unfassbar wichtigen und bereichernden Wert. Völlig unabhängig von Religion. Wo Demut (also Respekt vor dem eigenen Leben und dem Leben anderer und vor der Natur und auch Dankbarkeit für alles gute das einem so passiert) komplett fehlt, ist man entweder depressiv, oder zynisch, oder unzufrieden, missgünstig usw.
Demut ist das Gefühl, das man zB hat, wenn man nach einer langen Wanderung oben auf einem hohen Berg steht und in die Erhabene Natur runterblickt. Die einen empfinden dort vielleicht irgendwie Nähe Gottes und andere empfinden einfach "nur" die fantastische Schönheit der natur... egal. Aber es ist ein elementares Gefühl, das sehr bereichert.
Für mich persönlich ist das die Grundlage für die meisten anderen Werte: Unabhängig von der Religion.
Wenn ich ich mir die Demut vor dem Leben bewahren kann, kann ich auch gut und respektvoll mit anderen und auch mit MIR selbst umgehen!

Also kannst du nur akzeptieren, was die Stellvertreter deines Gottes für richtig halten oder es ablehnen und Konsequenzen ziehen.
Nö! Also das finde ich komisch, dass Du das aus diesem Zitat herausliest.
Im Gegenteil!
Dankbarkeit und Vertrauen auf Gott bedeutet doch nicht, einfach alles abnicken.
Das hätten viele Kirchenfürsten vielleicht gern und durch die Jahrhunderte haben sie das ja auch oft genug so durchgezogen, aber ein moderner Christlicher Glaube gibt das so nicht her.
Die Bibel und vor allem das neue Testament auch nicht.
Ich denke, Christ sein, beduetet auch, Verantwortung zu tragen für die Dnge, die man unterstützt...also auch für die Kirche. Also nicht stumpf mitmachen, sondern eben auch aufstehen und Misstände ansprechen.
Also liebe TE:
In der Bibel ist meines Wissens auch nie die Rede davon, dass irgendeine Kirche oder irgendeine christliche Vereinigung quasi "fertig" und perfekt wäre. Das "Endprodukt" des Christen, gibt es ja eben NICHT..zumindest nicht auf Erden.
der zentrale gedanke ist ja, dass man trotz aller Fehlerhaftigkeit (und JEDER hat eben nunmal Fehler) bei Gott komplett angenommen ist.
Das heißt also, dass auch die Kirchen Fehler haben....vielleicht ist der Reliquienkult so ein "Fehler" über den Jesus nur den Kopf schütteln würde.
Aber rein theologisch gesehen ist der Fehler an sich sozusagen kein Grund, sich abzuwenden...
Also zentrale Botschaft wäre dann ja, dass man dranbleibt, TROTZ Fehler und dass das eben KEIN Widerspruch ist.
Vielleicht wäre das noch eine Deutung, die Dir helfen könnte.

Keine Ahnung....also ich muss sagen: Ich bin ja selbst überhaupt nicht christlich erzogen und bin erst später mit den Kirchen in Kontakt gekommen.
Dort habe ich sehr viel Menschlichkeit und tolle Werte erlebt, drum bin ich drangeblieben.
Ob ich im klassichen Sinne "glaube" weiß ich nicht....ich würde sagen: Ich HOFFE!
Trotzdem bin ich der Instituion Kirche mit der Zeit sehr verbunden worden und ich finde viele Gedanken dort extrem bereichernd- aber nicht alle natürlich.
Auch für mich gibt es aber Aspekte, die ich natürlich komplett verwerflich finde. Für mich sind es zB die Missbrauchskandale bzw der Umgang damit.
...ich meine...da brauchen wir nicht diskutieren...da wünscht man sich nur dass es wirklich eine Hölle gibt, in die diese menschen einfahren.
Aber trotzdem: Für mich ist das nicht Kirche! Das ist Missbrauch der Kirche an allen Fronten!
 
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