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Vermisse ihn immer mehr, wie damit umgehen?

Denkst du, es würde dir in einer anderen Beziehung auch so schwer fallen, etwas für dich sehr wichtiges anzusprechen? Für mich liest sich das nach wirklich, wirklich wenig Sicherheit. Ich verstehe irgendwie nicht, wie man sich dann nah fühlen kann, wenn man keine Möglichkeit sieht, so wichtige Themen anzusprechen. Entweder ist das ein generelles Thema von dir oder ein Zeichen, dass irgendwas zwischen euch überhaupt nicht stimmt.
 
Dieses eine Person brauchen um glücklich zu sein ist ungesund für dich.
Warum einen ganz natürlichen Wunsch pathologisieren?
Die TE hat einen festen Partner.
Dieser Partner priorisiert anders als sie.
Er legt nicht so viel Wert auf Zeit zu zweit.
Er denkt nicht an einen baldigen Zusammenzug.
Darüber darf man traurig sein.
Liebe TE, mach keinen Mann zu deiner Priorität, für den du nur eine Option unter verschiedenen bist.
Aber ich glaube tatsächlich, dass dein Kummer normal ist und NICHT therapeutisch weggequatscht werden sollte.
DU bist hier nicht das Problem.
ER hält dich hin.
 
Die gemeinsame Zeit ist immer wunderschön, harmonisch und ausgeglichen. Danach bin ich auch immer sehr entspannt und glücklich.
Eigentlich ist unsere Beziehung auch weiterhin harmonisch, es gibt keine Konflikte, etc. aber es kommen immer mehr zweifelnde Gefühle hoch, die ich einfach nicht kontrollieren kann.

2,5 Jahre ohne Konflikt?
Keine Meinungsverschiedenheiten?
Was wird da bisher alles runtergeschluckt, weggeschoben, ignoriert?
Wessen Bedürfnisse blieben auf der Strecke?

Drängen jetzt die Zweifel nach oben, die bisher unterdrückt wurden?

Wir sehen uns 4 Mal die Woche. Am Wochenende länger, unter der Woche nur am Abend, wenn er nach Hause kommt.
Die Abende sind immer sehr schön, aber inzwischen verabscheue ich es immer mehr, danach gehen zu müssen.

Was genau heißt das?
Du fährst immer oder meist zu ihm?
Es gibt keine Übernachtungen?
 
Ich weiß, ich bin überhaupt nicht selbstsicher...
Ich weiß aber auch nicht, ob ich mit meinen Gefühlen richtig liege, oder ob ich mich in Ideen verrenne...
Ich muss es ansprechen, anders geht es nicht.

Ich fahre immer zu ihm. Übernachtungen gibt es sehr selten. Unter der Woche wäre das aber auch sehr unpraktisch mit unseren Jobs.

Ich habe nicht das Gefühl, als würde er mich nicht lieben. Ich glaube, er liebt mich sogar sehr. Aber ich habe trotzdem niedrige Priorität, was sich für mich seltsam widerspricht. Unser Freundeskreis fragt häufig, wann wir denn heiraten / zusammen ziehen, und die Antwort ist immer sehr, sehr vage. Wenn ich subtil versucht habe es anzusprechen, blieb es auch so. Wir sind auch im Freundeskreis das einzige Paar mit diesem Modell.

Einige Sachen die Zeit zusammen bedeutet haben (Wochenenden, Urlaube) werden nicht gefühlt, sondern definitiv weniger. Ich komme erst am Abend, selbst im Urlaub, Wochenenden verbringen wir mit anderen, nicht zu zweit...ich verstehe es nicht.

Ich habe absolut 0,0 das Gefühl, dass es eine andere gibt. Aber es gibt andere Prioritäten. Hobbies, Freunde, etc. Irgendwie komme ich da nicht gegen an. In Kürze wird noch an einem Abend die Zeit zu zweit gestrichen. Da gehen wir wieder raus zu Freunden.

Ich habe per se nichts gegen die Zeit mit Freunden, aber es ist überhaupt keine Paarzeit, finde ich.

Ich sehe gerade, außer reden habe ich keine Wahl. Bringt nichts.
 
Sorry... es wird etwas hart.
Du bist mehr wert als das!

Ich fahre immer zu ihm. Übernachtungen gibt es sehr selten.

Klingt für mich sehr einseitig und mehr nach praktischem Situationship als nach Beziehung. Kann sich wie eine solche anfühlen, man kann da problemlos auf liebevolle Weise miteinander umgehen. Ist doch auch angenehm, frei Haus geliefert zu bekommen was gut tut..

So etwas kann man ganz bewusst leben, wenn man der Typ dafür ist, keine großen Gefühle investiert. Dann tut es nicht weh, auch nicht, wenn es schrittweise runtergefahren wird.
Dieser Typ bist du aber nicht.
Und genau deshalb ist das maximal unfair dir gegenüber.

Ich habe nicht das Gefühl, als würde er mich nicht lieben. Ich glaube, er liebt mich sogar sehr. Aber ich habe trotzdem niedrige Priorität, was sich für mich seltsam widerspricht.

Ich liebe bequeme, praktische, hübsch anzusehende, sich nett anfühlende Dinge, die mein Ego streicheln, auch...
Nur ist das nicht die Form von Liebe, die es für eine Beziehung, für eine Ehe, geben sollte.

Unser Freundeskreis fragt häufig, wann wir denn heiraten / zusammen ziehen, und die Antwort ist immer sehr, sehr vage. Wenn ich subtil versucht habe es anzusprechen, blieb es auch so.

Er ist nicht taub oder doof, er will einfach nicht.

Einige Sachen die Zeit zusammen bedeutet haben (Wochenenden, Urlaube) werden nicht gefühlt, sondern definitiv weniger. Ich komme erst am Abend, selbst im Urlaub, Wochenenden verbringen wir mit anderen, nicht zu zweit...ich verstehe es nicht.

Doch, ich denke schon, dass du verstehst, du möchtest nur nicht.
Euer Dingens, wie immer man das definieren mag, Situationship, Beziehung, ... ⤵️
Aber es gibt andere Prioritäten

Ihm ist anderes wichtiger.
Er ist ein wenig abgekühlt, zuviel gleichförmige Routine vielleicht. Da kann Langeweile aufkommen.

n Kürze wird noch an einem Abend die Zeit zu zweit gestrichen.

Er hat spannendere Beschäftigungen gefunden. Letztlich egal, ob das eine andere Frau ist oder etwas anderes.
Du bist in seiner Prio weiter gesunken.

es ist überhaupt keine Paarzeit, finde ich.

Er möchte nicht.

Ich sehe gerade, außer reden habe ich keine Wahl.

Daran führt kein Weg vorbei.
 
Ich weiß, ich bin überhaupt nicht selbstsicher...
Ich weiß aber auch nicht, ob ich mit meinen Gefühlen richtig liege, oder ob ich mich in Ideen verrenne...
Ich muss es ansprechen, anders geht es nicht.

Ich fahre immer zu ihm. Übernachtungen gibt es sehr selten. Unter der Woche wäre das aber auch sehr unpraktisch mit unseren Jobs.

Ich habe nicht das Gefühl, als würde er mich nicht lieben. Ich glaube, er liebt mich sogar sehr. Aber ich habe trotzdem niedrige Priorität, was sich für mich seltsam widerspricht. Unser Freundeskreis fragt häufig, wann wir denn heiraten / zusammen ziehen, und die Antwort ist immer sehr, sehr vage. Wenn ich subtil versucht habe es anzusprechen, blieb es auch so. Wir sind auch im Freundeskreis das einzige Paar mit diesem Modell.

Einige Sachen die Zeit zusammen bedeutet haben (Wochenenden, Urlaube) werden nicht gefühlt, sondern definitiv weniger. Ich komme erst am Abend, selbst im Urlaub, Wochenenden verbringen wir mit anderen, nicht zu zweit...ich verstehe es nicht.

Ich habe absolut 0,0 das Gefühl, dass es eine andere gibt. Aber es gibt andere Prioritäten. Hobbies, Freunde, etc. Irgendwie komme ich da nicht gegen an. In Kürze wird noch an einem Abend die Zeit zu zweit gestrichen. Da gehen wir wieder raus zu Freunden.

Ich habe per se nichts gegen die Zeit mit Freunden, aber es ist überhaupt keine Paarzeit, finde ich.

Ich sehe gerade, außer reden habe ich keine Wahl. Bringt nichts.
Ja, du solltest mir ihm reden.
Du musst ihm ja keine tränenreiche Szene machen, aber ihm einfach mal sagen "ich würde gerne öfter mal mit dir allein sein, und nicht ständig irgendwelche Freunde besuchen, wenn wir zusammen sind..."
Es ist schließlich dein gutes Recht, in einer Beziehung eigene Wünsche zu äußern!
Wie ist das überhaupt, sind das gemeinsame Freunde, oder überwiegend nur seine, mit denen ihr euch trefft?

Vielleicht ist dein Freund einfach nur ein geselliger, extrovertierter Typ, der gern viele Leute um sich hat.
Oder er ist vielleicht wirklich lieber mit Freunden zusammen, oder geht seinen Hobbys nach, weil er nicht die richtig großen Gefühle für dich hat, das kann ich natürlich nicht beurteilen...
 
Wir können aktuell nicht zusammen ziehen, da seine Wohnung zu klein ist, und ich ein kleines Haus zusammen mit meiner Oma gemietet habe (...) Bei mir ist auch nicht genug Platz, plus es ist dann zu weit weg von seinem Arbeitsplatz.
Ich würde deinen Freund als erstes mal fragen, ob ein gemeinsamer Haushalt für ihn überhaupt noch gewollt ist. Falls ja, muss die Oma-Sache geklärt werden und zwar ASAP. Rede mit deiner Oma und sage ihr, dass deine Beziehung unter dieser Situation leidet und ihr alle eine andere Lösung finden müsst. Wäre ev. ein Umzug in ein Alters- oder Pflegeheim eine Alternative? Oder Oma zieht in die kleine Wohnung von deinem Freund und du und er sucht euch eine grössere Wohnung in der Nähe. Deiner Oma wäre es bestimmt nicht recht, wenn deine Beziehung wegen ihr in die Brüche gehen würde. Eine Therapie ändert an deiner Fernbeziehung ja nichts, aber die Wohnsituation könnte relativ schnell angegangen werden.
Wir machen auch gefühlt weniger zu zweit. Immer mehr gemeinsame Treffen sind bei Dritten. (...)
Das Schreiben, was bei uns festes Ritual war, lässt spürbar nach. Ich werde nach Terminen gefragt und es wird kurz erzählt was am Tag passiert ist, aber alles super knapp...
Das könnte daran liegen, dass sich die Beziehung eingespielt und die Routine Einzug gehalten hat. Man hat sich nicht mehr so viel zu sagen und dann sind Treffen mit Dritten eine willkommene Abwechslung. Es könnte aber auch daran liegen, dass ihr euch unmerklich auseinander lebt. Das würde ich schon geklärt haben wollen.
Wie gesagt, es ist harmonisch, alles super
Ne, es ist nicht alles super. Zumindest für dich nicht. Rede dir das nicht schön.
Ich tue mich unglaublich schwer es anzusprechen, aus mehreren Gründen. Ich habe Angst etwas kaputt zu machen, habe Angst dass ich einfach komplett falsch liege und dann alles zerstöre
Du kannst es ihm auch in einem Brief schreiben, das ist manchmal leichter. All deine Ängste und Befürchtungen, die Veränderungen, die dir auffallen, die Pärchenzeit, die weniger wird, dass du Angst hast etwas kaputt zu machen wenn du es ansprichst, deine Gefühle für ihn, einfach alles, was dir im Kopf herumschwirrt und was dir Sorgen bereitet. Du kannst dir viel Zeit nehmen um den Brief auszufeilen und dann lasse ihm Zeit um das Ganze zu verarbeiten. Und dann setzt euch zusammen und redet.
 
Guten Morgen,

als du beim letzten Mal geschrieben hast, war mir gar nicht bewusst, dass ihr so wenig Zeit miteinander habt. Natürlich ist höchst individuell, wie Menschen Beziehungen führen und wenn es für beide okay ist, sich selten zu sehen, steht es auch niemandem zu, das zu bewerten. Aber für dich ist es ja ganz offensichtlich nicht okay und ich glaube, so würde es den allermeisten Menschen gehen. Wenn man sich liebt, eine enge Bindung hat, ist es ganz natürlich, sich öfter sehen zu wollen, Zeit miteinander verbringen zu wollen und meist auch, nebeneinander zu schlafen, sich nah zu sein.
Also bitte verurteile dich nicht für deine Gefühle, die sind meiner Wahrnehmung nach erstmal total gesund und normal, dass sie so groß und so drückend werden, liegt evtl vor allem daran, dass sie so wenig Raum bekommen.
Vielleicht ist ihm kein bisschen bewusst, wie es dir geht und er denkt, du möchtest die Beziehung auch so führen. Dann lässt es sich vielleicht ändern. Vielleicht steckt aber auch mehr dahinter, bzw. für ihn ist die Situation nicht verhandelbar. Das wäre schmerzhaft und schwer und ich kann mir vorstellen, dass es Angst macht, in einem Gespräch genau das festzustellen. Trotzdem ist es kein Zustand, in dem du ewig verharren solltest, die Chance ist sehr groß, dass es dir sonst immer und immer schlechter geht.

Eine Alternative zu Therapie sind Beratungsstellen, dort bekommt man oft schneller einen Termin und kann oft auch einige Termine in Folge wahrnehmen. Dort arbeiten auch oft Psycholog*innen. Da ich auch keinen Therapieplatz gefunden habe, handhabe ich es jetzt auch erstmal so und suche parallel weiter nach Therapie.
 

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