Danke für die zahlreichen Antworten.
Ich ziehe das durch: Ich merke doch seit Wochen, dass ich gleich wieder gehe, und den Abend beende, wenn ich merke, dass er auf seinen Schwachsinn bestehen bleibt.
Wenn man zu ihm die Wahrheit sagt, und er schon mit einem "wieso...." seine Gegendarstellung einleiten will, suche ich das Weite, weil ich genau weiß, was jetzt kommt.
Und darauf habe ich keine Lust mehr, ständig mit ihm um jeden Zentimeter der Wahrheit zu feilschen, die jeder andere Mensch, den ich kenne, genauso sieht.
Außerdem waren wir schon länger nicht mehr intim. Er hatte nämlich auch hier jahrelang zahlreiche Ausreden. Meist hatte er "zu tun" "nichts gegessen" "zu wenig gegessen" etc. etc. etc..
Seine Phantasie, die er für seine Ausreden mißbraucht, ist sogar bei sowas Normalen unerschöpflich, so dass ich ihn schon mehrmals gefragt habe, warum er sich so viel Mühe macht, und nicht einfach sagt, dass er keinen Bock hat. Damit wäre die Sache doch gleich erledigt.
Ich hab schon vor 2 Jahren angefangen ihm zu sagen, dass seine Ausreden mit der Zeit immer weniger werden, weil er alle schon zigmal benutzt hatte. Aber auch das hat er nicht kapiert.
Jetzt muß er das Trinken so weit dezimieren, dass es sich im normalen Rahmen bewegt.
Und wenn es sich dann nicht ändert > Adieu.
Habe ihm mittlerweile mehrmals klar und deutlich gesagt, dass ich so, wie die letzten Jahre, nicht weiterleben werde. Ich möchte nicht mein Leben die letzten Jahre auf dieser Welt so verbringen.
Ich will mich glücklich, gebraucht, geliebt und begehrt fühlen.
Man war jung und hatte viel Spass. Dann kamen die Kinder, und man hatte viele Entbehrungen.
Diese 20-25 Jahre gingen rückblickend so schnell vorbei.
Jetzt sind die Kinder aus dem Haus, und man möchte es die verbleibenden Jahre noch schön haben, und glücklich sein. Die Uhr läuft ja immer schneller, je älter man wird.
Ich finde, du widersprichst dir selbst extrem. Gerade auch in diesem Beitrag. Fällt dir das nicht selber irgendwie auf?
Du sagst zuerst: Du ziehst das durch. Das untermauerst du wortreich mit vielen Argumenten, warum der Zustand nicht mehr tragbar ist. Der geneigte Leser denkt dann, Gott sei Dank, sie hat es endlich geschnallt, sie geht nicht mehr zu ihm und stellt den Kontakt ein.
Dann kommt aber Kommando zurück: du sagst, nun müsse er seinen Alkoholkonsum auf ein angemessenes Maß reduzieren, und erst wenn das nicht passiert, dann gehst du.
Außerdem berichtest du, dass du in der letzten Zeit MEHRMALS solche Ankündigungen gemacht hast. Weißt du, das mein ich nicht böse, aber labern kannst du viel. Wenn da keine Taten folgen, ist das alles nicht wirklich ernstzunehmen. Wie das aussieht, wenn man nicht ernstgenommen wird, weil man dauernd meckert, aber nichts ändert, merkst du ja an seinem Verhalten.
Das ist doch deinerseits an Inkonsequenz überhaupt nicht zu überbieten.
Du bist jemand, der sich alles gefallen lässt und kümmert und bemuttert, aber nicht merkt, wenn der andere das gar nicht will. Bzw. das einfach überhört und weitermacht. Böse Zungen könnten das auch als extrem übergriffig bezeichnen.
Du hast dich da an einen Menschen gehangen, der einen absolut anderen Lifestyle als du hat. Das weißt du auch schon ziemlich lange und wolltest trotzdem ne Beziehung mit ihm. Nun gefällt dir aber sein Lifestyle überhaupt nicht, weil du dir eine Beziehung total anders vorstellst, und versuchst ihm aeit geraumer Zeit, deine eigenen Vorstellungen überzustülpen. Darauf hat er wenig Lust, und je drängender du wirst (was sicher nicht erst seit gestern der Fall ist), desto mehr behandelt er dich abweisend, desinteressiert etc. Er versucht dich damit loszuwerden, weil er offensichtlich selbst gar nicht klar kommunizieren will. Er hat kein Interesse daran, dir klipp und klar zu sagen, dass du gehen sollst. Der hofft, du merkst es von selbst, was du aber nicht tust. Sein Verhalten spornt dich nur noch mehr an, nochmal rüber zugehen, wenn er sich wieder nicht gezuckt hat.
Nochmal sehr deutlich, auch wenns schmerzhaft ist: der will keine Beziehung mit dir, jedenfalls keine, die wir uns hier so landläufig als schön vorstellen. Er will sich nicht bemühen um das Herz eines anderen Menschen.
Auf deine Forderung, den Alkohol zu reduzieren, wird er sich denken „jaja, lass die Alte reden“ und dann fröhlich in seiner Bude weitermachen. Das ist bei ihm ne Lebensangewohnheit und eine Sucht! Er hat keine Problemeinsicht, denn für ihn läufts. Er sieht keine Veranlassung, etwas zu ändern.
Dass dir das so nicht gefällt, das hat er schon begriffen, das musst du ihm nicht tausendmal sagen und dann Forderungen stellen.
In seiner Lebenswelt ist er der Chef und er bestimmt, was in seinem Leben passieren soll.
Wenn dann seine Freundin eben weg ist, dann ist das so. Aber du musst es auch endlich mal tun.