Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ängste vor der Zukunft

Giulia66

Mitglied
Hallo ihr Lieben,

meine Frage richtet sich eher an "ältere" User...

Habt ihr ängstliche Gedanken, wenn ihr an eure Zukunft denkt ? Also so dahingehend: alleine Wohnen, den Alltag zu bewältigen...

Ich habe immer mal wieder Angst, wenn ich an meine Zukunft denke - im Moment ist es wieder mal ganz schlimm - ...

Ich habe Angst, dass ich einmal alleine bin und wie ich das alles bewältigen soll....
Ich bin Einzelgänger, ich tue mir sehr sehr schwer mit anderen Menschen näheren Kontakt herzustellen.

Bekannte gibt es genug, bei denen ich mich anschließen könnte...
Dennoch habe ich ein Einsamkeitsgefühl, wenn ich an meine Zukunft denke...

Ich habe Angst, dass ich mal in ein Heim komme.... Endstation - so offensichtlich...

Meine erwachsenen Kinder wohnen mit ihren Familien weiter weg und es kommt für mich auch nicht infrage, zu ihnen zu ziehen. Ich bleibe hier in meinem trauten Heim... aber ich habe Angst...

Es tut mir sicherlich gut, wenn ich eure Beiträge dazu lese...
 
Ich habe sehr lange alleine gelebt. Mein Leben ist bisher wie eine Achterbahn verlaufen.
Ich bin auch eher Einzelgänger, lebe seit einigen Jahren mit meiner Partnerin zusammen. Im Gegensatz zu Dir bin ich kinderlos. Früher hatte ich Angst davor, ewiger Single zu bleiben und überhaupt im Berufsleben Fuß zu fassen.
Meine Ängste haben mich nur blockiert, waren mir also nie irgendeine Hilfe.
 
Hallo Giulia,

ich lebe seid ca. 20 Jahren alleine, und bin krankheitsbedingt auch immer einsamer und alleiniger geworden. Nach anfänglichem leiden und wehren dagegen, habe ich gelernt allein zu leben. Sicher gibt es Zeiten, wo es anders schöner wäre. Aber ich konzentriere mich auf das, was ich noch kann, und manches alleine sogar unkomplizierter kann.

Ich könnte mich von meinen Einschränkungen und berechtigten Zukunftsängsten, gefangen nehmen, lähmen lassen. Würde damit aber genau das begünstigen, dass ich in ein Heim müsste, und auch den Zeitpunkt damit schneller herbeiführen.

Deswegen beschäftige ich mich nur das Notwendigste damit. Dazu zählt eine Patientenverfügung, jetzt schon Kontovollmacht für einen meiner Jungs. Was kann ich jetzt schon tun, um später Erleichterungen zu haben. ( Aktuell umgezogen von 3. Etage ins Erdgeschoss) Jetzt schon informieren und üben, wo bekomme ich meine Einkäufe her. Ich bestelle seid 3 Monaten schwere Sachen bei Flaschenpost.

Mache regelmäßig körperliche Übungen und auch im kleinen Rahmen Krafttraining ( Gesunde würden sich kaputt lachen, wenn sie sehen mit welchen Gewichten ich arbeite und sage ich mache Kraftraining)

Aber ein alternder Körper verfällt, wenn er nicht benutzt, gebraucht, gefördert wird. Diesen Prozess kann ich durch Aktivitäten im mir möglichen Rahmen hinauszügern. Das gleiche gilt für die Birne.
Statt Taschenrechner den Kopf benutzen. Neues probieren, Kreuzworträtzel, ( ich mache keine) Sich im Internet schlau lesen zu verschiedenen Themen, bei der VHS einen Kurs belegen, einen Spielekreis gründen oder sich einem anschließen um auch Kontakte zu haben. Turnverein, Nähkurs, ...... und und und

Schauen dass man mit Mitbewohnern im Haus oder Nachbarn ein gutes Verhältnis bekommt. Bin jetzt im 4. Monat hier und habe gestern mit meiner Nachabrin von oben den Winterdienst gemacht. Für sie isse allein zu viel, für mich isses alleine zu viel. Zu zweit ist´s grad machbar.

Meine Kinder haben mich für PlämPläm gehalten, als ich 2023 anfing einen Fiat Panda zum Micro-Camper umzubauen.
Tja, inwischen war ich trotz aller Schwäche und Schmerzen 1 x durch Polen nach Litauen übers Vogtland, Chiemgau, Allgäu zurück. 1 x Sizilien, 4 x Korsika, und Kurztripps in Schwarzwald und Weinstraße.

Leider isses jetzt wirklich nicht mehr möglich so zu reisen. Aber es hat mir 2 1/2 Jahre Lebenssinn, Freude und Vorfreude gegeben. Meinen Kopf und Körper gefordert und gefördert.

Jetzt schon ängstigen wegen Dingen, die nie oder in 15 Jahren erst eintreten, schmälert deine heutige Lebensqualität.
Hin und wieder sich beschäftigen, vorausschauend planen ist gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin ja auch im älteren Semester, aber Angst habe ich nicht.
Es kommt so, wie es kommen soll.
Man weiss ja nicht, woran man stirbt, ist auch gut so.
Und warum nicht Altenheim? Lieber allein zuhause hilflos rumliegen, verhungern oder keine ärztliche Hilfe haben? Ich habe mal gearbeitet in einem Altenheim, das ist doch nicht schlimm.
Es ist warm, nicht dreckig, man bekommt essen und wird ärztlich versorgt.
Wenn man da manchmal so Videos sieht, über alte, kranke, völlig verwahrloste....die dann tot in ihrer wohnung lagen. In Müll und Dreck und Gestank. Nur weil sie partout nicht ins Heim wollten 🙁 🙁
 
Und warum nicht Altenheim? Lieber allein zuhause hilflos rumliegen, verhungern oder keine ärztliche Hilfe haben? Ich habe mal gearbeitet in einem Altenheim, das ist doch nicht schlimm.
Altenheime sind sehr lukrativ für einige Betreiber. Menschen werden zumeist sofort sediert, meine Eltern waren beide Heimbewohner und wäre ich nicht täglich dort aufgeschlagen, wären auch sie sicher umgehend sediert worden. Für sehr viel Geld wird man "versorgt" nach Vorschrift, gedutzt wie ein Kleinkind, bevormundet und gegängelt.
Das war in privaten Heimen ebenso wie in städtischen.
Ich würde immer eine WG mit alten Freunden bevorzugen. Pflegekraft ins Haus holen, wenn es nötig sein sollte, sein eigenes Ding machen.
Altenheim ist teurer Parkplatz vor Friedhof.
Liebe TE, vielleicht wirst du ja auch gar nicht siech. Man kann auch durchaus lange ein erfülltes Leben leben und nachts gibt man im Schlaf den Löffel ab. Und hat sich jahrzehntelang umsonst gequält mit traurigen Vorstellungen.
Patientenverfügung macht Sinn. Aber dann würde ich versuchen, das Thema innerlich ruhen zu lassen.
 
Ich weiß nun nicht genau, was dir gut täte...
Das Gefühl, damit nicht allein zu sein, andere Ansätze, die Gedanken, die bei deinem Betrag aufkommen?

Ich habe Angst, dass ich einmal alleine bin und wie ich das alles bewältigen soll....
Ich bin Einzelgänger,
Bekannte gibt es genug, bei denen ich mich anschließen könnte

Hier finde ich sehr widersprüchlich.
Du siehst dich als Einzelgänger, möchtest dich Bekannten nicht anschließen, hast aber Angst allein zu sein?

Oder meinst du Angst davor, nicht die nötige Hilfe zu finden/bekommen, die du wahrscheinlich brauchen könntest?

"Alles bewältigen" greife ich weiter unten nochmal auf.

Dennoch habe ich ein Einsamkeitsgefühl, wenn ich an meine Zukunft denke...

Jetzt fühlst du dich nicht einsam?
Bist zufriedener Einzelgänger?

Wenn du an später denkst, ist das ein Einsamkeitsgefühl oder ist es ein Loch aus Ängsten, hilflos zu sein?

Ich habe Angst, dass ich mal in ein Heim komme.... Endstation - so offensichtlich...

Was ist deine Vorstellung? Was deine Angst?

Geht es vielleicht hinter all dem hier eigentlich um die Angst vor dem Tod, mit der du dich noch nicht auseinandergesetzt hast?

Meine erwachsenen Kinder wohnen mit ihren Familien weiter weg und es kommt für mich auch nicht infrage, zu ihnen zu ziehen.

Du könntest aber in die Nähe ziehen.
Was spräche dagegen?
Wie ist euer Verhältnis?

Ich bleibe hier in meinem trauten Heim...

Meintest du das mit "alles bewältigen"?
Sitzt du allein in einem für 1 Person unnötig großem Zuhause?
Mit entsprechendem Arbeitsaufwand?

Wenn ja, warum?

Was ich in der Hand habe, entscheide ich zukunftsorientiert, mir das Leben erleichternd. So kann ich länger auf zufriedenstellende Weise allein zurechtkommen.


Ich passe meine Lebensumstände meinen jetzigen und kommenden Möglichkeiten an. Das ist das, was ich tun kann, um Unsicherheiten zu verringern und möglichst lange möglichst gut zu leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habt ihr ängstliche Gedanken, wenn ihr an eure Zukunft denkt ? Also so dahingehend: alleine Wohnen, den Alltag zu bewältigen...

Ich wohne schon seit 20 Jahren gewollt alleine. Mir ist klar, dass die Konsequenz daraus ist, auch im Alter für mich sorgen zu müssen. Ich habe einen erwachsenen Sohn, der bald zweifacher Vater ist und somit die nächsten 20 Jahre beschäftigt sein wird. Ich möchte nicht, dass er mit mir belastet wird. Daher ist eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht zwingend notwendig.
Eine Seebestattung werde ich in diesem Jahr organisieren und bezahlen. Danke @Niceguy für deine Infos!

Für alle Fälle hat eine liebe Nachbarin meinen Wohnungsschlüssel und die Kontaktdaten von meinem Sohn, der weit entfernt wohnt.
Durch einen Umzug bin ich zufällig im Erdgeschoss gelandet, was ich nie wollte, aber inzwischen zu schätzen weiß.

Mein größte Angst ist, bewegungsunfähig zu werden oder nicht mehr klar denken zu können. Das alles funktioniert, mit Einschränkungen wegen chronischer Krankheiten, noch sehr, sehr gut.

Ansonsten denke und lebe ich lieber in der Gegenwart, halte mich so fit wie möglich und sorge auch sonst ganz gut für mich (Freunde, Sport, Radfahren, Reisen, Sauna- und Thermentage, Bücher, schreiben usw.).

Viele in unserem Alter 60plus haben dieses Alter gar nicht mehr erreicht. Das Leben ist unberechenbar und wir können nicht bestimmen, wie es läuft oder wann es zu Ende ist.
Angst essen Seele auf, deshalb sorge ich zwar vor, aber vergesse nicht, das Leben, das zeitlich beschränkt ist, positiv zu nutzen und bin dankbar für jeden Tag, der mir geschenkt wird.
 
Ah, @Kirschblüte , stimmt, da muss ich noch ergänzen:

Daher ist eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht zwingend notwendig.
Eine Seebestattung werde ich in diesem Jahr organisieren und bezahlen.

✅️ Auch erledigt.

Ich wohne schon seit 20 Jahren gewollt alleine.

Ich erst seit etwas mehr als einem Jahr, seit ich mich für ein Singleleben entschied und umzog.

Für alle Fälle hat eine liebe Nachbarin meinen Wohnungsschlüssel und die Kontaktdaten von meinem Sohn, der weit entfernt wohnt.

Kontaktdaten hängen am Kühlschrank, Patienten-/Vorsorgezeugs liegt sichtbar in Umschlag bereit.

Ansonsten denke und lebe ich lieber in der Gegenwart
Das Leben ist unberechenbar und wir können nicht bestimmen, wie es läuft oder wann es zu Ende ist.
Angst essen Seele auf, deshalb sorge ich zwar vor, aber vergesse nicht, das Leben, das zeitlich beschränkt ist, positiv zu nutzen und bin dankbar für jeden Tag, der mir geschenkt wird.

👍💐🤗 Schwester im Geiste.
 
Angst vor der Zukunft habe ich nicht, ich mache mir da nicht allzu viele Gedanken.
Wenn etwas kommt, muss man es angehen.
So habe ich es immer gehalten und so werde ich weiter verfahren.
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung haben wir.
Testament fehlt noch, da wir aber nur einen Sohn haben, ist das nicht so tragisch.
Vollmachten hat er, im Falle, dass wir nicht mehr handlungsfähig sind.

Auch vor dem Tod habe ich keine Angst, vielleicht ein wenig vor dem Wie.
Aber da gibt es ggf. auch Möglichkeiten.
Ein Altenheim kommt für mich/uns nicht infrage, @Marisol hat es deutlich dargelegt.
Mit einem festen/starken Willen kann man vieles aushalten und überstehen.
Ansonsten muss man entsprechende Konsequenzen in Kauf nehmen und das Beste aus der Situation machen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
P Psychosomatik (bei PTBS, Ängste und Ähnliches) Ich 36
H3rzwetter Körperbezogene Ängste Ich 11
9 Starke Ängste wegen möglicher Nachtodszenarien Ich 8

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben