" können dazu führen, dass Opfer Angst vor Hunden haben und Tierhalter Angst vor ihrem eigenen Hund. Es ist okay, sich erschüttert, schuldig, wütend oder unsicher zu fühlen. Aber Bisse müssen nicht deine Zukunft oder die deines Hundes bestimmen."
Man hört immer wieder, dass Listenhunde so tolle Begleiter wären, wenn sie richtig erzogen wurden: Ja das mag sein, aber eine richtige Erziehung.....KANN die garantiert werden, wenn so ein Hund im Tierheim landet?
Offenbar nicht, sonst würden diese Hunde auch Abnehmer finden.
Ja zum Einen nicht erzogen vielleicht, damit kommt man noch einigermaßen klar.
Viel schwieriger sind traumatisierte Hunde. Und dann noch mit einer enormen Beisskraft. Das ist schon wirklich etwas für besondere Menschen, die keine Angst im Umgang mit solch einem Hund und auch das nötige Wissen haben.
In einem guten Tierheim wird auch geschaut, ob oder was der Hund für Probleme hat.
Habe einen tollen Artikel inkl Statistik über Hunde und Bissvorfälle gefunden.
Der globale Bericht zu Hundebissen 2025 – Hundebisse sind häufiger, als du denkst. Erfahre, was die Zahlen wirklich sagen, wer gefährdet ist und was Tierhalter tun können, um Bisse zu verhindern.
www.petradar.org
Vor allem geht es bei keiner Maßnahme darum Tote durch Bissattacken zu vermeiden, diese sind nämlich sowieso sehr gering. Ca 3,3 pro Jahr. Im Vergleich 120 Frauen pro Jahr die von Männern in Beziehungen umgebracht werden.
Oft sind es indirekte Folgen wie Unterkühlung, Infektionen oder Verbluten.
Finde ich erwähnenswert, weil ein Hund in der Regel keinen Menschen gezielt tötet. Dann würde er nämlich an die Gurgel gehen.
Es geht lediglich um die Vermeidung von schweren Bissvorfälle. Das Ergebnis ist halt dieses hier.
"Rassespezifische Gesetze haben die Zahl der Bissvorfälle in den meisten Ländern, in denen sie gelten, nicht wesentlich reduziert."
"Die Rasse allein sagt nichts über das Verhalten aus.
Experten sind sich einig: Die Umgebung, die Erziehung, die Sozialisierung und die frühen Lebenserfahrungen eines Hundes spielen eine viel größere Rolle dabei, ob er beißt, als seine Rasse allein.
Tatsächlich hat die Einstufung bestimmter Rassen als „gefährlich“ oft den gegenteiligen Effekt:
Es führt zu rassenspezifischen Gesetzen (BSL), die Hunde aufgrund ihres Aussehens und nicht aufgrund ihres Verhaltens bestrafen.
Es vermittelt Besitzern „nicht gefährlicher“ Rassen ein falsches Gefühl der Sicherheit – und manchmal kommt es dann zu Bissen."
"Warum Hunde beißen: Auslöser und Verhaltensursachen
Hundebisse scheinen oft aus dem Nichts zu kommen, aber für den Hund ist das selten der Fall. Die meisten Bisse sind reaktiv, nicht aggressiv. Sie sind ein letzter Ausweg, wenn ein Hund das Gefühl hat, keine andere Möglichkeit zu haben, sich selbst, seinen Raum oder etwas, das ihm wichtig ist, zu schützen."
"Die meisten Bisse passieren zu Hause
Es mag überraschend klingen, aber statistisch gesehen bist du zu Hause am ehesten von einem Hund gebissen worden. Und meistens ist es dein eigener Hund.
In den USA passieren über 77 % der gemeldeten Hundebisse in der häuslichen Umgebung. Das macht Sinn, denn zu Hause verbringen Hunde die meiste Zeit und dort treffen auch Kinder, Gäste und Chaos (ja, du, Staubsauger!) aufeinander."
Also das alles geht viel weiter als das eine Leinenpflicht alle Probleme löst.
"Hunde haben sich die Welt der Menschen nicht ausgesucht. Sie haben sich keine Betonwege, Lieferwagen oder laute Hundeparks ausgesucht.
Aber sie versuchen jeden Tag, mit uns darin zu leben. Komm ihnen auf halbem Weg entgegen."
Wenn dann mit Handtaschen, Wanderstöcken, Regenschirmen von in Panik geratenenen, laut schreienden Leuten nach Hunden geschlagen wird, wundert es mich auch nicht das ein Hund Angst bekommt und sich wehrt.