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Probleme in der Beziehung - warum kann er Manches nicht akzeptieren?

Muss ein Partner denn familiengeeignet sein, wenn die Kinder irgendwann das Nest verlassen? Ist es wirklich ein muss?

Für mich: nein.
Ich wollte keinen Ersatzvater, ich wollte einen Partner.
Und schon gar nicht wollte ich das von einem Teenager, der nur noch wenige Jahre sein Leben mit mir teilt, abhängig machen.

Man hat nicht nur diese zeitlich begrenzte Mutterrolle, so sehr man die mit Liebe und Hingabe ausfüllen möchte und genießen kann.
Es gibt daneben und danach auch das Leben als Frau.
Dem ich die gleiche Wichtigkeit beimesse.
 
Er war in all den Jahren noch nie alleine in der Öffentlichkeit mit ihr unterwegs? Noch nicht mal im Supermarkt o. ä. ?

Schwach....ganz schwach.

Wieso?
Partner, kein Ersatzdaddy.
Meine Tochter und mein Partner kannten sich, mochten sich, doch ich hielt das weitgehend getrennt. Die eine Beziehung hat nicht unbedingt mit der anderen zu tun, ich sehe diese Notwendigkeit nicht.
Auf die Idee, dass es gemeinsame Unternehmungen geben sollte, kam ich gar nicht.
 
Auf die Idee, dass es gemeinsame Unternehmungen geben sollte, kam ich gar nicht.
Offen gesagt habe ich nicht mal an "Unternehmungen" gedacht, sondern an ganz normalen Alltag.

Beispielsweise dass Person A und B zufällig zur gleichen Zeit in den Nachbarort wollen....gemeinsam fahren....und sich dann vielleicht noch ergibt, dass man unterwegs noch schnell ein Brot oder was auch immer mitnimmt.

Mein Partner ist auch kein Ersatz-Daddy, trotzdem ergibt es sich, dass er mit einem meiner Söhne irgendwo mal unterwegs ist.
 
Ich finde es ganz schön stark von ihm, dass er klar sagt, dass ein Zusammenleben mit Mutter und Tochter nicht in Frage kommt. Es gäbe viele, die würden da fürchterlich rumeiern.

Ich hab Lust auf eine Steinigung: 9 von 10 Männern hätten da ebensowenig Lust drauf wie er.
 
Sie hat ein Schielplaster und keinen siamesischen Zwilling, der aus dem Rücken wächst.
Es ist schon etwas komplizierter, ist aber vermutlich untergegangen. Oder hast du schon mal von Physiotherapie wegen einem Schielauge gehört?
(sie benötigt nur Hörgeräte, eine spezielle Brille und mit ihrer Beinschiene und einer Krücke kann sie auch ganz gut laufen) - zusätzliche Unterstützung beschränkt sich derzeit auf unsere täglichen Skoliose-Übungen, wöchentlich Physio-Termine und mehr oder weniger regelmäßige Arzttermine. Im Januar steht noch eine OP am Fuß an
Skoliose ist eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule, die seitlich abweicht und sich um die Längsachse dreht, was oft zu einer asymmetrischen Körperhaltung mit ungleichen Schultern, Rippenbuckel und Schmerzen führt, typischerweise bei Jugendlichen während des Wachstums auftritt und eine Behandlung von Physiotherapie über Korsett bis hin zu Operationen erfordert, um Fortschreiten zu verhindern und Beschwerden zu lindern.
 
Ihm ist die Tochter peinlich, da die Leute gucken.
Oder er ist einfach nur überfordert ?Oder unsicher?
Unerfahren? Verwirrt, weil er die Reaktionen der Leute nicht versteht?
Oder es ist ihm unangenehm Aufmerksamkeit zu bekommen durch Fremde? Oder ? Oder? Oder?
Wir wissen nicht, ob es ihm peinlich ist.
Was wir wissen ist, dass TE uns geschrieben hat, dass er Mitleid mit der Tochter empfindet.
Dass er selbst an solch einen Schicksal zerbrechen würde.
Daraus könnte man jetzt schlussfolgern, dass er evtl auch einen großen Respekt der Tochter und der Mutter empfindet.
Das wiederum könnte ihn im Umgang mit der Tochter einschüchtern...

Und im geschützten Raum geht er ja mit ihr entspannter um.
Also vielleicht ist er einfach noch nicht bereit für die Verantwortung?
Zusammenziehen heißt auch immer aufeinander einstellen, Verantwortung im Haushalt und Alltag übernehmen...

Und ich finde nicht, dass das etwas über die Beziehung aussagt, wenn er (noch) nicht bereit für den Zusammenzug ist. Aber es sagt etwas über ihn aus. Deswegen hatte ich ja schon mal geschrieben: Gespräch suchen, die richtigen Fragen abklären, Verständnis zeigen, Wünsche und Bedürfnisse formulieren, ohne Druck, im entspannten Austausch. Aber auch mal den Freund auf Platz 1 setzen, nicht nur fürs Kind leben... Irgendwann ist das Nest leer... Dann kommt das Loch oder Frau sorgt vor und fängt früher, noch während das Nest belegt ist, wieder an Frau zu sein und zu leben... Und dazu bietet sich dieser Mann hier gut an.
 
Wieso?
Partner, kein Ersatzdaddy.
Meine Tochter und mein Partner kannten sich, mochten sich, doch ich hielt das weitgehend getrennt. Die eine Beziehung hat nicht unbedingt mit der anderen zu tun, ich sehe diese Notwendigkeit nicht.
Auf die Idee, dass es gemeinsame Unternehmungen geben sollte, kam ich gar nicht.
Das ist für Dich und andere in Ordnung, daran ist auch nichts auszusetzen.

Allerdings gibt es wiederum andere Menschen, die anders empfinden, für die es nicht so funktionieren kann.
Auch das ist in Ordnung.

Verbinden sich zwei Menschen mit diesen unterschiedlichen Lebenseinstellungen, gibt es ein Problem.
Genau das scheint mir hier der Fall zu sein.

Für mich gibt es in einer Partnerschaft nur ganz oder gar nicht.
Deshalb halte ich mich weder für besser, noch für schlechter gegenüber Menschen, die eine Partnerschaft anders empfinden.
 

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