Ich denke, die Panikattacken haben Ursachen.
Es gibt eine Schieflage im Gleichgewichtsverhältnis zwischen Gefühl und Verstand.
Das musst Du ergründen, Es hat etwas mit Deiner Selbsteinschätzung zu tun. Manche Verhaltensweisen, die Du psychisch gesehen durchwinkst, weil Du das Gefühl hast - ist ja in der Vergangenheit auch gut gegangen -
Es geht auch eine zeitlang gut, bis sich das anstaut was den Stausee des Ungleichgewichtes in Dir füllt, doch Du merkst es nicht, weil es langsam und stückweise über Jahre passiert.
Irgendwann merkt es Dein Körper Der Organismus, Du , das von Dir wo Du nicht drankommst, weil es Dir das Zeichen setzen soll das Du es endlich merkst , da läuft was quer, da staut sich was an , das schwelt aber brennt noch nicht , das ist da auch wenn Du keine Attacke bekommst.
Selbst wenn Du Skills lernst mit denen Du die Attacken unterdrücken kannst oder Medikamente nimmst schaffst Du die Attackenschieflage ja nicht ab, sondern bekämpfst die Symptome.
Selbst wenn Du beim Ergründen feststellst die Attacken kommen bspw. immer dann , wenn ich ....
hat das nichts mit der Ursache der Attacken zu tun.
Es ist etwas grundlegendes , das kann mit der Moral zusammenhängen , das kann mit der Sexualität zu tun haben, das kann sogar etwas ganz körperliches sein oder etwas im Geiste und für Dich ist wichtig herauszufinden was da in schiefe Lage geraten ist in Dir.
Das ist recht schwer, meist geht es über die Lebensgrundsätze über Deine Sicht der Welt und Dich.
Und wenn ich Deinen Eingangspost so lese , frage ich mich nicht, was Du gegen die Attacken tun kannst, sondern warum Du sie überhaupt hast.
Irgendwann muss das ja mal angefangen haben , das Du damit 36 Jahre durch die Welt läufst ohne was dagegen zu tun, halte ich für ausgeschlossen.
Du schreibst
2006 musste ich nach der Berufsschule kurz zu meinem Chef und bekam dort einen Panikanfall (Zittern usw.)
Erinnere Dich doch mal an die Zeit wo es begann mit den Attacken .
Was hat sich da in Deinem Leben verändert , welches Gefühl ist stark gewesen im positiven wie im negativen Sinn - eine Trennung , eine Erkenntnis , eine Erfarung / Erleben , ein Erfolg , ein Gewinn/ Meisterschaft, eine Beziehung ?
Es gibt einmal das Bild das Du von Dir hast , wie Du sein solltest , es gibt einmal das Bild von Dir wie Du bist, Du bist in der Lage beides auf zwei Blätter zu schreiben
Wo ist der eklatante Unterschied ?
Was Dir auch helfen kann , sind Gespräche mit einem Menschen, der Dir in Dein innerstes folgen darf, man vertraut sich ja normalerweise nicht jedem an und sucht sich die Leute aus.
Die Sichtweise eines anderen Menschen , der Dir nahe steht ( Familie ) der Dich kennt , aber wenn da keiner ist, ist auch ein Therapeut gut, wenn der Schweigepflicht hat, aber auch hier kann es sein, es klappt nicht.
Wenn Du nun mich fragen würdest - soll ich auf die Suche gehen, was mich in mir grämt ?
Würde ich sagen das ist sicher ein Anfang, denn es kann auch sein es ist ein Muster aus der Kindheit, so etwas ganz simples "Das tut man nicht ! " und man hört drauf bis man 40 ist ....obwohl man mit 5 oder 6 als man es gesagt bekam schon rebellierte ...ohne wirklich Rebell zu sein, sondern weil man es aus dem Gefühl heraus tat, etwas richtig zu machen ......
was ich Dir damit sagen will ist hab keine Angst es zu versuchen , bei vielen Leuten flachen die Attacken auch mit zunehmendem Alter ab , einfach so , sie sitzen sie aus , routinieren sie irgendwie ganz automatisch , sie kommulieren das sozusagen, aber das ist eben nicht bei allen so.
Die bekommen nie raus warum die da waren. Ist auch nicht schlimm , wenn sie wieder weg sind.
Wäre man dem nachgegangen, würde man sich sicher heute besser damit auskennen ...also in der Forschung .
nur so ein Gedanke.....