Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was tun bei Panikanfall

Neu1988

Mitglied
Hallo zusammen,

als ich 2005 meine Kochausbildung gemacht habe, war noch alles in Ordnung. 2006 musste ich nach der Berufsschule kurz zu meinem Chef und bekam dort einen Panikanfall (Zittern usw.). Seitdem begleitet mich das durch mein Leben. Teilweise bekomme ich Panik, wenn ich alleine einkaufen gehe, an der Kasse oder wenn jemand neben mir steht und mir etwas zeigt. Manchmal muss ich dann abbrechen – Kopfzittern und inneres Zittern. Manchmal passiert es aber auch gar nicht.

Beim Physiologe war ich schon, das hat jedoch nicht viel gebracht. Momentan höre ich täglich Affirmationen. Wenn meine Freundin dabei ist, zum Beispiel beim Einkaufen, bin ich dagegen sehr selbstbewusst.

Was kann ich tun? Es belastet mich sehr, vor allem weil viele sagen, ich wirke selbstbewusst. Manchmal fällt es aber, glaube ich, doch auf.

Bin männlich und 36

Grüße 😊

In weitere Community
 
Hallo,

ich kenne das teilweise - doch ich bin nicht Du.

Tabletten helfen teilweise. Doch auf jeden Fall solltest Du dir Hilfe von Profis holen.
Arzt - Tagesklinik - Hormonwerte, etc..
Das hier ist "nur" ein Forum.

Ich wünsche Dir Gesundheit.
 
Mein Psychologe brachte mir folgendes bei;
Wenn es gedanken sind die Panik auslösen, wie sagen wir "mich spricht jemand beim Einkaufen an"
(was mein problem ist, ich verstecke mich da regelrecht im Regal) das alles im Kopf intensiv durchgehen wie du in den Laden gehst bis zu diesem Punkt wo dein Trigger kommt, immer wieder so Lernt das Gehirn anscheinend dass es nicht soo schlimm ist.

Bei Generellen Panikattacken wie ich sie Manchmal habe (durch Trauma) hilft es zumindest Kurzfristig sich sätze bereit zu legen, bei mir wäre das "Stalker Scheiße" und das nicht vor sich her lallen wie ein Betrunkener sondern mit Emotionen also entweder im Bad vorm Spiegel (geht bei mir am besten) die Kante vom Waschbecken greifen und sich selbst sagen -Aggressiv- "Stalker scheiße" oder was auf dich Zutrifft.
Wenn du allein bist kannst du das so machen, wenn du das im Aldi machst denken Manche vielleicht... naja Aber innerlich kann man sich das dann sagen.

Ich selbst bin keine Psychologin 😀
Aber ich wiederhole die Dinge die mir mein Psychologe sagt und die mir etwas helfen, hoffe dir auch.
 
Grüß dich,

wenn du weist, dass an einem bestimmten Tag ein Einkauf o.ä. ansteht, kannst du ja rechtzeitig pflanzliche Beruhigungsmittel vorher nehmen. Ich hab da gute Erfahrungen mit Baldrian, Ashwagandha und Passionsblume (mit Tees und/oder Kapseln) gemacht. Je nach Stärke der Reaktion evtl. auch höher dosiert... einfach etwas rantasten und experimentieren, da kann nicht viel passieren, ausser, dass man müde/träge/entspannt wird. Vielleicht überstehst du auf die Art ein paar Panikattaken besser und die Angst davor kann sich etwas legen? Das ist zwar jetzt ein eher "sanfter" Ansatz, aber einen Versuch ists wert denk ich.

Wenn du spezielle Medikamente nimmst, würde ich vorher mit dem Arzt sicherheitshalber abklären, ob das passt.

LG
 
Was kann ich tun? Es belastet mich sehr, vor allem weil viele sagen, ich wirke selbstbewusst. Manchmal fällt es aber, glaube ich, doch auf.

Bin männlich und 36
Ich vermute bei dir ist es die sog. "Angst vor der Angst", die alles am laufen hält. Also die Furcht davor, erneut eine Panikattacke zu erleiden. Das ist einerseits schlimm wegen des Kontrollverlustes, aber auch weil du dich in dieser Situation bestimmt entblößt und beschämft fühlst. Ich glaube eine wirksame Maßnahme bei sowas ist es zu lernen, die Angst dasein zu lassen, sie als Teil von sich selbst zu akzeptieren, sich nicht zu verstecken und nicht dagegen anzukämpfen. Wenn du das draufhast, dann bekommst du einen wichtigen Teil der Kontrolle zurück und kannst dich deutlich schneller wieder entspannen. Vielleicht denkst in so einer Situation dann irgendwann: "Oh ok, wieder eine Panikattacke. Das kenne ich schon. Andere Leute können es möglw. sehen, aber das ist mir egal. Sie unterstützen mich bestimmt, sollte ich umkippen. Ich gebe meinem Geist und Körper jetzt etwas Zeit, um runterzukommen".
 
Mir half das als gegeben anzunehmen (ok, da ist 'ne Panikattacke, in Ordnung), dabei ruhig zu bleiben, mich auf meine Atmung zu konzentrieren und mir zu sagen, dass es gleich vorbei ist, ich das schaffe. Also eine eher sachlich-logisch-distanzierte Herangehensweise. Ein Programmablauf, von dem ich mich nicht aus der Bahn werfen ließ.

Es gibt einige empfohlene Skills, die sich auch ergoogeln lassen; da muss jeder das für sich passende herausfinden.

Therapie wäre sicher auch nicht verkehrt.
 
Ich vermute bei dir ist es die sog. "Angst vor der Angst", die alles am laufen hält. Also die Furcht davor, erneut eine Panikattacke zu erleiden. Das ist einerseits schlimm wegen des Kontrollverlustes, aber auch weil du dich in dieser Situation bestimmt entblößt und beschämft fühlst. Ich glaube eine wirksame Maßnahme bei sowas ist es zu lernen, die Angst dasein zu lassen, sie als Teil von sich selbst zu akzeptieren, sich nicht zu verstecken und nicht dagegen anzukämpfen. Wenn du das draufhast, dann bekommst du einen wichtigen Teil der Kontrolle zurück und kannst dich deutlich schneller wieder entspannen. Vielleicht denkst in so einer Situation dann irgendwann: "Oh ok, wieder eine Panikattacke. Das kenne ich schon. Andere Leute können es möglw. sehen, aber das ist mir egal. Sie unterstützen mich bestimmt, sollte ich umkippen. Ich gebe meinem Geist und Körper jetzt etwas Zeit, um runterzukommen".
Vielen Dank das hilft mir echt weiter. Ich rede mit dann auch ein, dass es jetzt passiert aber es nicht schlimm ist und mein Körper meint er müsse sich mal wieder mitteilen, dennoch schweife ich dann wieder ab und konzentriere mich auf das Zittern. Finds halt schwierig da rauszukommen...
 
Wenn es dich wirklich in deinem Alltag einschränkt und dazu führt, dass du Situationen oder Menschen meidest, wirst du um professionelle Hilfe nicht herum kommen.

Eine Sache, die dir auf rationaler Ebene vielleicht helfen könnte, ist diese. Überlegen dir, was schlimmstenfalls (realistisch betrachtet) nun passieren könnte. Zum Beispiel, dass dir der Einkauf auf den Boden fällt (und dann hebt man ihn eben wieder auf), dass du zu stottern anfängst (egal, kann man wegscherzen), dass du etwas falsches sagst… Die meisten Szenarien sind dann einfach gar nicht so schlimm wie gefühlt.
Mir hilft das manchmal, herunterzukommen, wenn ich mich bei irgendwas hinein steigere.
 
dennoch schweife ich dann wieder ab und konzentriere mich auf das Zittern. Finds halt schwierig da rauszukommen...
Das ist verständlich. Es erfordert viel Übung und meistens kann man so eine Panikattacke ja nicht auf Knopfdruck herbeiführen. Ich würde dir ans Herz legen mehr mit der Atmung zu arbeiten. Herzschlag, Stresssystem und Atmung sind miteinander verbunden. Wenn es dir gelingt eine langsame und tiefe Bauchatmung herbeiführen, beruhigt sich der Körper und ich würde behaupten auch das Zittern geht zurück. Versuch mal zu beobachten wie sich deine Atmung während einer Panikattacke verhält. Vielleicht hältst du ja sogar die Luft an?
 
Ich denke, die Panikattacken haben Ursachen.
Es gibt eine Schieflage im Gleichgewichtsverhältnis zwischen Gefühl und Verstand.
Das musst Du ergründen, Es hat etwas mit Deiner Selbsteinschätzung zu tun. Manche Verhaltensweisen, die Du psychisch gesehen durchwinkst, weil Du das Gefühl hast - ist ja in der Vergangenheit auch gut gegangen -
Es geht auch eine zeitlang gut, bis sich das anstaut was den Stausee des Ungleichgewichtes in Dir füllt, doch Du merkst es nicht, weil es langsam und stückweise über Jahre passiert.
Irgendwann merkt es Dein Körper Der Organismus, Du , das von Dir wo Du nicht drankommst, weil es Dir das Zeichen setzen soll das Du es endlich merkst , da läuft was quer, da staut sich was an , das schwelt aber brennt noch nicht , das ist da auch wenn Du keine Attacke bekommst.

Selbst wenn Du Skills lernst mit denen Du die Attacken unterdrücken kannst oder Medikamente nimmst schaffst Du die Attackenschieflage ja nicht ab, sondern bekämpfst die Symptome.

Selbst wenn Du beim Ergründen feststellst die Attacken kommen bspw. immer dann , wenn ich ....
hat das nichts mit der Ursache der Attacken zu tun.
Es ist etwas grundlegendes , das kann mit der Moral zusammenhängen , das kann mit der Sexualität zu tun haben, das kann sogar etwas ganz körperliches sein oder etwas im Geiste und für Dich ist wichtig herauszufinden was da in schiefe Lage geraten ist in Dir.

Das ist recht schwer, meist geht es über die Lebensgrundsätze über Deine Sicht der Welt und Dich.

Und wenn ich Deinen Eingangspost so lese , frage ich mich nicht, was Du gegen die Attacken tun kannst, sondern warum Du sie überhaupt hast.

Irgendwann muss das ja mal angefangen haben , das Du damit 36 Jahre durch die Welt läufst ohne was dagegen zu tun, halte ich für ausgeschlossen.

Du schreibst

2006 musste ich nach der Berufsschule kurz zu meinem Chef und bekam dort einen Panikanfall (Zittern usw.)

Erinnere Dich doch mal an die Zeit wo es begann mit den Attacken .
Was hat sich da in Deinem Leben verändert , welches Gefühl ist stark gewesen im positiven wie im negativen Sinn - eine Trennung , eine Erkenntnis , eine Erfarung / Erleben , ein Erfolg , ein Gewinn/ Meisterschaft, eine Beziehung ?

Es gibt einmal das Bild das Du von Dir hast , wie Du sein solltest , es gibt einmal das Bild von Dir wie Du bist, Du bist in der Lage beides auf zwei Blätter zu schreiben

Wo ist der eklatante Unterschied ?

Was Dir auch helfen kann , sind Gespräche mit einem Menschen, der Dir in Dein innerstes folgen darf, man vertraut sich ja normalerweise nicht jedem an und sucht sich die Leute aus.
Die Sichtweise eines anderen Menschen , der Dir nahe steht ( Familie ) der Dich kennt , aber wenn da keiner ist, ist auch ein Therapeut gut, wenn der Schweigepflicht hat, aber auch hier kann es sein, es klappt nicht.

Wenn Du nun mich fragen würdest - soll ich auf die Suche gehen, was mich in mir grämt ?

Würde ich sagen das ist sicher ein Anfang, denn es kann auch sein es ist ein Muster aus der Kindheit, so etwas ganz simples "Das tut man nicht ! " und man hört drauf bis man 40 ist ....obwohl man mit 5 oder 6 als man es gesagt bekam schon rebellierte ...ohne wirklich Rebell zu sein, sondern weil man es aus dem Gefühl heraus tat, etwas richtig zu machen ......

was ich Dir damit sagen will ist hab keine Angst es zu versuchen , bei vielen Leuten flachen die Attacken auch mit zunehmendem Alter ab , einfach so , sie sitzen sie aus , routinieren sie irgendwie ganz automatisch , sie kommulieren das sozusagen, aber das ist eben nicht bei allen so.

Die bekommen nie raus warum die da waren. Ist auch nicht schlimm , wenn sie wieder weg sind.
Wäre man dem nachgegangen, würde man sich sicher heute besser damit auskennen ...also in der Forschung .

nur so ein Gedanke.....
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben