Zahlreiche sexualpsychologische Studien zeigen übereinstimmend, dass Frauen deutlich häufiger Fantasien über sexuelle Unterwerfung haben als Männer. Dieser Unterschied ist gut belegt und wiederholt beobachtet worden.
Eine der größten Untersuchungen dazu stammt von Joyal et al. (2015). Dort gaben 64,6 % der Frauen an, Fantasien darüber zu haben, „sexuell dominiert zu werden“, während dies bei Männern 53,3 % waren. Ähnlich klare Werte findet man bei Bondage-Fantasien: 52,1 % der Frauen berichteten Fantasien darüber, „gebunden zu werden“, gegenüber 46,2 % der Männer (Joyal et al., Journal of Sexual Medicine, 2015). Diese Differenzen sind zu groß, um sie als Zufall abzutun – Frauen berichten konsistent häufiger submissive Fantasien.
Auch neuere Forschung bestätigt diesen Trend: Conley et al. (2024) fanden in zwei getrennten Studien, dass Frauen signifikant häufiger Unterwerfungsfantasien angeben als Männer. Der Geschlechtsunterschied ist also real und repliziert sich über verschiedene Stichproben hinweg (Conley & Satz-Kojis, 2024, Archives of Sexual Behavior).
Wichtig ist dabei nur, dass diese Befunde die Realität gut widerspiegeln, aber nicht bedeuten, dass alle Frauen devot sind oder alle Männer dominant. Die Daten zeigen lediglich klar:
Frauen sind statistisch deutlich häufiger von submissiven Fantasien betroffen als Männer.
Dass auch Männer solche Fantasien haben, ändert nichts an der Tatsache, dass das Muster bei Frauen ausgeprägter und verbreiteter ist.