Tatsächlich deutlich seltener als Mann denkt. Und es ist den meisten auch nicht wichtig bzw. rückt in den Hintergrund. Stress, Betreuung, Job und Co übernehmen nämlich und die Lust sinkt, der "richtige" Partner ist selten da und Zeit sowieso nicht. Da kommt es schon mal vor, dass man jahrelang nichts am Laufen hat, für Singles im eigentlichen Sinne undenkbar, für Alleinerziehende ist sowas Standard. Ebenso wie fehlende Urlaube oder echte freie Tage, gibt es halt oft einfach nicht.
Und kaum ein Mann hat auch Lust sich darauf einzulassen, eben weil es andere einfacherere unkompliziertere Möglichkeiten gibt.
Bis auf den letzten Absatz stimme ich dir zu.
Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber in der Zeit, als ich mich immer mehr um meinen in schnellem Tempo dementer werdenden Partner kümmern musste, war Sex das Allerletzte, an was ich gedacht habe.
Mir geht's da so wie vielen Frauen: je mehr Stress und Sorgen, desto weniger habe ich Lust auf Sex.
Und dieser Libidomangel bei Frauen unter Stress und in schlechten Zeiten ist vielleicht wissenschaftlich gesehen gar nicht so schlecht!
Also evolutionstechnisch gesehen, meine ich....
Denn so wird vielleicht verhindert, daß noch mehr Kinder unter ungünstigen Bedingungen geboren werden, und vielleicht früh sterben, weil die Mutter sie nicht adäquat versorgen kann.
Ist ja bei vielen Tieren auch so, z.B. so einfache Tiere wie Seeanenonen vermehren sich meistens nur, wenn die Wasserqualität und Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln halbwegs stimmt.
Schade, daß das bei den Menschen nicht so zuverlässig funktioniert...
Aber zurück zum Thema, ich habe nicht den Eindruck, daß Männer generell keine alleinstehenden Mütter daten würden.
Und wie hier im Faden auch schon mehrere Männer geschrieben haben, kommt das ausgefüllte Leben einer Alleinerziehenden manchen Männern sogar sehr entgegen!
Also so, daß eine berufstätige alleinerziehende Mutter weniger hohe Erwartungen hat, z.B daß der Mann ständig Zeit für sie haben muss,und sie grundsätzlich Vorrang vor seinen. Freunden und Angehörigen haben will.
Und vielleicht auch, daß solche Mütter einfach andere Sorgen haben und Besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen, als stundenlang rumzugrübeln, ob der Mann vielleicht doch fremdgeht, oder warum er heute nur zweimal eine WhatsApp Nachricht geschickt hat, ob ihm ihre Nase nicht doch zu lang, und ihre Ohrläppchen zu kurz sind...😀
Natürlich gibt's bei Alleinerziehenden auch viele Unterschiede, die einen hätten am liebsten ganz schnell wieder einen Ersatzpapa und auch Versorger für sich und die Kinder.
Andere Mütter wollen das gar nicht, und wünschen sich eher, daß die Kids den neuen Mann als eine Art Freund der Familie ansehen.
Kommt ja auch aufs Alter der Kinder an, bei Babys und Kleinkindern kommt der Freund der Mama oft unbabsichtigt in die Situation, daß die Kinder ihn irgendwann als ihren Papa ansehen, und anfangen ihn auch so nennen.
Und man kann als Partner einer Alleinerziehenden ja auch seine Einstellung gegenüber Kindern ändern, ob zum Positiven oder Negativen...