Hallo liebes Forum,
habt ganz lieben Dank, dass Ihr Euch soviele Gedanken macht und mir damit helft!!
LIebe werwiewas: Danke für die Klarheit. Es stimmt wohl. Und- die Gelegenheiten, wo er wirklich sugarsweet war, waren v.a.: Als wir insgmt 3 Mal relativ "hacke" waren ( wie man hier in der Gegend so schön sagt, also, betrunken), hemmungslos rumgeknutscht haben. Da sieht man wieder, wie Alkohol einem das Gefühl von Verliebtsein durch chemische Dopaminerhöhng ermöglicht.
Und v.a. ziemlich am Anfang unserer "Begegnung". Wo er sich noch 2-3 Mal mega ins Zeug gelegt hat und mit mir ohne Ende über Musik gequatscht hat, geile, mir unbekannte Songs aufgelegt hat, die meinen musikalischen Horizont erweitert haben. Das hat dann recht schnell aufgehört. Und es ging dann zum Start der "Partnerschaft" nur noch um wie-toll-ich-streichele(also, ich ihn), noch-nie-war-jemand-so-zärtlich.. wo ICH außer den heißen Küssen seinerseits recht leer ausging und mir innerlich gewünscht habe, dass auch ich mal so schön gestreichelt werde. Aber nö.
Dafür bin ich ja offenbar zuständig gewesen: Die schwerwiegenden Traumata ( die er immer in XXL kommunizieren musste) aus ihm rausstreicheln. Er hat ja original, nachdem er mit mir neulich Schluss machte und darum bat, dass alles so weiterginge, wie bisher, gesagt: "Gestreichelt werden ist ja so viel schöner als geschlagen werden". Ich musste nach dieser Bemerkung einen leichten Kotzreiz unterdrücken.
Wieso überhaupt muss man ständig seine vermeintlichen Traumata in XXL und Wiederholunggsschleife ggü. einer Person, mit der gerade eine neue Liebe erblüht ( haha jetzt muss ich glatt lachen) ausbreiten? MItleid/Mitgefühl rausquetschen? Jmd. gefügig machen? Gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen?
Also, auch ich hab Unschönes erlebt- wie ja eigentlich nahezu jeder in seinem Leben. Damit würde ich niemals so hausieren gehen. Und schon gar nicht so distanzlos.
Was die Missionierung betrifft, habe ich gestern mal alle Situationen notiert, wo er die Freundschaft beendet hat und zum Schluss die "Beziehung". Den Grund habe ich dazu mit notiert und es war wirklcih jedes Mal: Er hat eine Berufung mit Gott, ich würde da- gefühlt- nicht mitgehen. Jesus hat großes mit ihm vor ( AHA!) Ich glaube nicht gut genug, glaube gar nicht, bin auf dem Weg in die Hölle usw. usf. - Erstaunlich, wirklich. I
ch hatte das im Hormoncocktailrausch alles schon recht gut verdrängt und es hat auch gedauert, gestern, die Recherche, sowohl in alten Whatsapps als auch im handschriftlich geführten Notzibuch. Als ich das dann alles zusammengetragen und verschriftlicht vor mir sah, war ich angeekelt. Und dachte: Ok, er ist wirklich ein religiöser Spinner. Das geht GAR NICHT. Aber, chapeau: Er kann einen wirklich gut belabern.
LIebe Geißblatt: Stimmt schon, danke. Einigermaßen... ist wohl echt zu wenig für ne Beziehung.
Liebe Steppenwölfin: Vielen Dank für das Auseinanderfriemeln meiner unstrukturierten Gedanken.
Ich schäme mich ein wenig. Wenn ich ihn wirklich eher als Objekt denn als Subjekt gesehen haben sollte, bin ich ja eine Narzisstin. Denn das tun die ja immer, nicht? Menschen als Objekte sehen. Ohjee, ansich hab ich mich bemüht, ihn als Subjekt zu sehen und zu behandeln. Ich wußte ja auch immer, dass es für mich NULL stimmt, was er da von sich gibt. Aber, ich hab mir wie eine gütige Mammi gesagt: Ach komm, der spinnt halt, ich seh aber nur die guten Seiten, denn das ist fair gegenüber ihm und gegenüber einem Menschen.
Ich erwähnte es ja bereits, darauf "trainiert" zu sein, Narzissten zu bedienen. Was ich wollte und meine wirklichen Bedürnisse waren vollkommen irrelevant und so hab ich eigentlich den Großteil meiner bisherigen Zeit verplempert. Schade ansich, aber viel Einblicke in Abgründe und viel Lebenserfahrung sind das Ergebnis. ( Looks and youth aint everything, experience is a quality that counts for a lot, the sad thing, 'bout experience is: By the time you got it, its usually all you got)
Ich würde ja gerne frank und frei sagen: Ich krieg es hin, keine Narze und Psychos mehr in mein Leben zu lassen, allein, es gelingt nicht. Zielsicher treffe ich nach 16 Jahren "solo-sein" ( der KV war keine Beziehung) wieder auf so jemanden. Das KANN kein Zufall sein. Das sind meine Bindungmmusterim Gehirn, die offenar unüberwindbar sind und sich mit jeder weiteren Begegnung dieser Art verfestigen.
Was muss ich ändern, ganz bewusst, damit das nicht mehr passiert? Frage ich mich, frage ich in die Runde. Vielleicht ging/geht es jmd. von Euch ähnlich und Ihr habt es überwunden und könnt Eure Erfahrung teilen? Das wäre schön.
Der Vergleich mit dem gut kochende, potentiellen Mörder lässt mich schmunzeln. Ist aber ein gutes Beispiel zur Verdeutlichung, danke!
Liebe nobody2024, vielen Dank für die große Mühe, soviele Zitate zu kommentieren.
Ich fühle mich auf-den-Zahn-gefühlt und mit den richtigen Fragen und Kommentaren konfrontiert.
Da muss ich immer mal wieder reingucken und in Ruhe drüber nachdenken. Danke für die Anregung!
Liebe Floridah, danke für den ganz praktischen Hinweis mit dem Chor. Ich denk noch ein bisschen nach, ab Oktober müssten die wieder proben. Ich bin noch nicht sicher, ob es dieser Chor oder noch ein jazziger, swingiger sein soll. Ich tendiere zu B. Klassik hab ich bis oben hin und es darf auch ruhig mal mehr fun sein. Danke für die "praktische" Idee!
Ich danke Euch allen für Eure tollen Beiträge! Ich bin gerüht und berührt, dass fremde Menschen sich so viel Mühe machen und mir helfen wollen. Das ist eine besondere Erfahrung und ich bin dankbar dafür!
Herzlichst, SinaLynn