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Ich schaffe es nicht, mich von den Erwartungen anderer zu lösen – wie geht ihr damit um?

Noch was: ich war letzte Woche bei unserem ersten Klassentreffen seit dem Abi und da tauscht man sich natürlich aus, wo man dran ist. Von den 8 die da waren hatten 7 ihren Bachelorabschluss 3 Jahre nach dem Abi, also schön brav in Regelstudienzeit fertig.
Es ging aber im Gespräch auch über einen Mitschüler von uns (ich habe den damals nicht leiden können, aber das ist ein anderes Thema), der jetzt erst mit studieren anfängt, etwas für das er gemacht ist, wissen wir. Die die beim Treffen waren haben alle sein Studium und seine zukünftigen Karrieremöglichkeiten zerrissen, da man damit angeblich nicht viel verdienen wird.
Habe ich Lust, das ganze auch über mich zu hören, falls ich mein Studium für meinen Traumberuf abbreche? Ich denke nicht. Und es ist ja nicht so, dass das isoliert in meiner Klasse auftritt. Deshalb schließe ich Dinge wie komplette Trennung von meinem Heimatland nicht aus.
 
Noch was: ich war letzte Woche bei unserem ersten Klassentreffen seit dem Abi und da tauscht man sich natürlich aus, wo man dran ist. Von den 8 die da waren hatten 7 ihren Bachelorabschluss 3 Jahre nach dem Abi, also schön brav in Regelstudienzeit fertig.
Es ging aber im Gespräch auch über einen Mitschüler von uns (ich habe den damals nicht leiden können, aber das ist ein anderes Thema), der jetzt erst mit studieren anfängt, etwas für das er gemacht ist, wissen wir. Die die beim Treffen waren haben alle sein Studium und seine zukünftigen Karrieremöglichkeiten zerrissen, da man damit angeblich nicht viel verdienen wird.
Habe ich Lust, das ganze auch über mich zu hören, falls ich mein Studium für meinen Traumberuf abbreche? Ich denke nicht. Und es ist ja nicht so, dass das isoliert in meiner Klasse auftritt. Deshalb schließe ich Dinge wie komplette Trennung von meinem Heimatland nicht aus.

Vielleicht würde dir ein Beruf, der dir wirklich Freude macht, auch ein anderes Umfeld bescheren.

Dieses extrem auf Leistung und finanziellen Erfolg Getrimmte empfinde ich als nicht sehr gesund.
 
Es ist am Mittag ganz spontan die Frage aufgekommen, was ich denn in Zukunft arbeiten werde. Dabei hat meine Mutter gemeint, dass ich noch einen zweiten Bachelor machen soll. Ich frage mich, wie sie das beurteilen kann, da sie selbst nicht studiert hat. Ihr geht es denke ich darum, dass ich später keinen Job finde mit meinem Studium. Für meinen Vater scheint indes klar zu sein, dass ich einen höheren Posten im ÖD irgendwann bekomme, dazu sind natürlich die notwendigen Studien erforderlich. Ich behaupte weiterhin, dass ich noch topmotiviert bin, weiter zu studieren.
 
Ich hab momentan das Gefühl, dass ich in meinem hingepressten Lebensplan mich verliere und zugrunde gehe. Irgendwie will ich das alles nicht, aber muss es aus Pflichtgefühl. Mein Herz sagt nein, mein Kopf ja.
 
Weißt du, während ich deinen Beitrag gelesen habe, ist mir eine Sache nicht mehr aus dem Kopf gegangen: Warum bist du nicht Lokführer*in geworden? Das meine ich nicht als Provokation, sondern als ernst gemeinte Frage. Denn alles, was du schreibst, klingt danach, dass das genau deins wäre.

Und vielleicht liegt in dieser Frage auch schon die Antwort auf dein eigentliches Problem. Du bist offenbar jahrelang vor dir selbst weggerannt. Hast dich den Erwartungen anderer angepasst, so sehr, dass du heute nicht mehr weißt, was du wirklich willst. Du funktionierst. Du vergleichst dich. Du kämpfst mit dir selbst und gegen dein eigenes Naturell. Kein Wunder, dass da keine Freude mehr aufkommt.
Ich glaube, du musst dir gar nicht mehr Motivation oder Selbstvertrauen einreden. Du musst eher damit aufhören, dich ständig zu verleugnen. Du darfst Dinge gut finden, die andere für komisch oder klischeehaft halten. Du darfst begeistert sein. Du darfst dein Leben so gestalten, dass es für dich funktioniert und nicht für ein imaginiertes Publikum oder deine Eltern.

Also nochmal: Warum eigentlich nicht Lokführer*in? Oder irgendwas, was sich für dich nach Heimat anfühlt, statt nach Bewerbungsgespräch? Vielleicht fängt der Weg zu dir selbst ja genau dort an - an einem kleinen Bahnhof bei 160 km/h Fahrtwind.


Ich wollte Schaffner oder so schreiben - aber ja, gleicher Gedanke.


Habe ich Lust, das ganze auch über mich zu hören, falls ich mein Studium für meinen Traumberuf abbreche? Ich denke nicht.

Erstens hast du dein Studium mit dem Bachelor doch beendet - also nicht abgebrochen. Und zweitens: Who cares? Mir haben immer alle gesagt, ich könnte höchstens Taxifahren mit meinem Abschluss. Und ich arbeite jetzt in meinem Traumberuf im europäischen Ausland.
Andere Leute laber viel Blödsinn.
 

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