Ja also du wärst nicht begeistert davon, eine Freundin von mir wonach bezüglich dieses Thema gefragt habe sagte nur: gsnz ehrlich ich finde daas albern ein Typen flicken beizubringen...
Ich bin nun neu im Geschäft, wie ihr alle wisst. Trotzdem glaube ich nun dazu in der Lage zu sein zu Fragen: "Was muss man eigentlich beim F*cken beibringen?"
Meine anfänglichen Probleme hatte ich hier geschildert. Ich wusste nicht, wie man beim Vorspiel richtig Zärtlichkeiten austauscht. Das lässt sich alles im Internet nachlesen. Welche Zärtlichkeiten die andere Person mag, steht (hoffentlich
😀) nicht im Internet, sondern das findet man nur beim Rummachen und Fummeln heraus. Wie das andere Geschlecht mit Hand und Mund befriedigt wird, lässt sich in der Theorie im Internet lesen. Habe ich auch alles getan. Und in der Praxis ließ sich alles ganz leicht umsetzen ohne Erklärung. Auch da muss nur geschaut werden, wie die Person auf bestimmte Berührungen reagiert. Wie das Rein-Raus beim Sex funktioniert, muss eigentlich niemand erklären. Falls nötig, schaut man sich ein paar Schmuddelfilmchen an und kriegt Ideen dazu, welche Stellungen möglich sind und wie man sich dabei bewegen und abstützen muss.
Zum Thema Verhütung gibt es unzählige Artikel, Videos und Anleitungen.
Es ist zwar wirklich so, dass das erste und zweite Mal noch von der erfahrenen Person geführt werden muss. Aber selbst da muss die erfahrene Person nur beim ersten Mal oben sein und dabei helfen "ihn" einzuführen. Beim zweiten Mal kann die unerfahrene Person es schon selbst versuchen und so schwer ist das alles nun wirklich nicht, finde ich.
Die erfahrene Person erklärt da nicht in Form eines seitenlangen Vortrages, wie der Sex funktioniert. Der läuft von alleine. Die unerfahrene Person muss lediglich aufmerksam und aufnahmefähig sein und dann lernt sie schnell.
Sehr hilfreich ist Feedback von der erfahrenen Person irgendwann später. Dass sie sagt, was gut war und was nicht. Oder was man machen könnte. Diese Art von Rückmeldungen geben sich aber auch frische Paare, bei denen beide erfahren sind. Nicht immer, aber manchmal. Ist einer von beiden unerfahren, wäre es einfach nur gut, wenn die erfahrene Person das macht.
Das, was beigebracht werden muss, ist das Vorspiel. Wie man einander küsst und sich berührt. Das ist das, was ich lernen musste. Aber auch das ging ohne große Worte. Eigentlich völlig ohne Worte. Wir haben uns geküsst und von Mal zu Mal wurde es intensiver und es kamen mehr Berührungen dazu. Bis beide dann erregt waren.
Eins muss man einer Jungfrau vielleicht erklären: Wie schneller Sex geht. Ein One Night Stand. Das ist gewiss nicht das, was sich jemand für sein erstes Mal wünscht.
Deine Freundin sucht vielleicht keinen langjährigen Partner, sondern eine Gelegenheit zum F*cken.
Ich bin noch nicht so erfahren wie diejenigen, die schon seit vielen Jahren Sex haben. Meine frische Erfahrung und Erinnerung lassen dennoch die Schlussfolgerung zu, dass es darauf ankommt das Vor- und Nachspiel mit dem Austausch der Zärtlichkeiten zu lernen statt dem Sex an sich. Auch die Liebesbekundungen im Alltag wie ein "ich liebe dich" in passenden Situationen, eine Umarmung, ein Kuss und alles das sind viel wichtiger. Aufmerksamkeiten wie der Kauf eines Produktes im Supermarkt, das der Partner / die Partnerin neulich erwähnt hat oder das Brühen des Kaffees am Morgen, weil der Partner / die Partnerin in Eile ist und das sonst nicht schafft.
Das ist alles kein Sex. Das ist alles im Internet zu lesen.
Wie sehen die anderen das? Ich nehme mir als Neuling nun viel heraus, solche Aussagen zu tätigen. Das ist jetzt die Ansicht, die ich durch die frisch gemachten Erfahrungen habe.
Meine Partnerin und ich sind voll drin in der Beziehung und haben demnächst den ersten gemeinsamen Kurzurlaub. Wir lieben uns einander und sagen uns das täglich, auch wenn wir uns nicht jeden Tag sehen. Wir schreiben und telefonieren viel und erzählen uns vom Tag. Demnächst stellen wir uns einander in den Familien vor und irgendwie häufen sich schon die Anspielungen auf eine gemeinsame Zukunft mit Haus und Kindern, auch wenn das keine konkreten Planungen sind.
Meine bisherige Jungfräulichkeit ist überhaupt kein Thema. Wir hätten diese wunderschöne Beziehung nicht, wenn sie damals wie die Freundin von Blaugold gesagt hätte: "Ganz ehrlich. Ich finde das albern, einen Typen F*cken beizubringen."
Ich frage mich, ob die Freundin von Blaugold das noch immer sagen würde, wenn sie sich in eine Jungfrau verliebt.
Aber Scherz beiseite, was heißt ihn wollte keine?
Wenn der jungfräuliche Typ sympathisch ist, und weder ungepflegt noch pottenhässlich aussieht, dann ist viel es wahrscheinlicher, dass er aus Schüchternheit oder sozialen Ängsten heraus einfach noch nie wirklich gefragt hat!
So war das bei mir. Ich hatte es damals aus verschiedenen Gründen nicht leicht im Leben und erst seit kurzer Zeit läuft alles stabil. An mir im Kopf arbeite ich seit einiger Zeit und nur deswegen bin ich nun dazu fähig eine Beziehung zu führen und Liebe zuzulassen. Vor wenigen Jahren war ich voller Selbsthass.