Liebe Nyu,
ich habe diesen und viele deiner anderen Beiträge gelesen. Ich möchte dir absolut nicht zunahetreten; ich habe verstanden, dass du sehr sensibel und nicht allzu belastbar bist und möchte daher auf keinen Fall noch irgendwie draufhauen - auch da man ja merkt, wie du auf - egal wie sachlich vorgetragene - Kritik reagierst. Dennoch möchte ich mal in der Gesamtschau deiner Beiträge der letzten Monate ein paar Impulse mitgeben:
Du bist aus gesundheitlichen (körperlichen wie psychischen) Gründen nicht voll belastbar und musstest dementsprechend einige beruflichen Rückschläge erleben. Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass diese Erfahrungen etwas mit dir und deinem Selbstbewusstsein machen. Aber: Es hilft dir nicht, konsequent zu externalisieren, Gründe außerhalb zu suchen und auf jede Rückfrage hier im Forum entsprechend zu reagieren. Du hattest bislang einige nicht passende Stellen.
Wenn ich deine Beiträge und Nachfragen zu Vorstellungsgeprächen, Schwierigkeiten in Arbeitsverhältnissen, der Ausbildung so lese, entsteht für mich durchaus der Eindruck, dass du dich mittlerweile relativ "wahllos" auf sehr unterschiedliche Dinge bewirbst (Verkauf - eigentlich nicht geeignet, Bibliothek (klar, das hast du studiert), Schulbegleitung. Das wirkt extrem beliebig und eben - Krankheiten hin oder her - unter dem, was du kannst und wofür du ausgebildet bist. Du sagst, die Ausbildung hat dich ausgebrannt. Ein Master-Studium würde das laut deiner Einschätzung auch. Umso unklarer ist mir, warum du es in einer derart (mental) belastenden Branche wie der Schulbegleitung versuchst. Ja, die suchen händeringend Leute - auch weil die Nachfrage hoch und die Arbeitsbedigungen schlecht sind. Aber für jemanden mit deinen Einschränkungen, geringen Belastbarkeit und hohe Sensibilität ist das einfach nichts, das muss man nüchtern so sagen. (Ich arbeite seit 15 Jahren im Bildungsbereich und weiß sehr genau, wovon ich spreche.)
Es gibt sicher Gründe darüber, dass du ein Studium wie Bibliotheks- und Informationsmanagement studiert hast. Du liebst Bücher, arbeitest gerne vor dich in, in eigener Struktur und eigenem Tempo - und mit nicht übermäßig viel Kundenkontakt, da unvorgehergesehene Situationen, herausforderndes Verhalten von Kunden etc. einfach nichts für dich sind.
Ich verstehe, dass du eine Werkstatt vermeiden willst - denn du bist eine junge Frau, die ihr gesamtes Erwerbsleben noch vor sich hat, nicht aufs "Abstellgleis" will. Du hast offenbar einen unterstützenden Partner, der dir keinen Druck macht.
Natürlich ist deine Branche nischig, das ist mir klar. Aber hast du mal über fachlich artverwandte Tätigkeiten nachgedacht? Archiv? Einen Master ggf. in Teilzeit oder einfach mit höherer Regelstudienzeit absolvieren und dann ein entsprechendes Voluntariat anstreben? Ein Bibliotheks-Volo hast du ja scheinbar nicht gemacht (ich weiß auch gar nicht, ob das ohne MA überhaupt geht). Verlagswesen? Oder - und das wäre sicher gerade mit deinen Einschränkungen eine überlegenswerte Option - Verwaltung im öffentlichen Dienst, gerade im Bereich der Archivierung etc.? In meiner Region zumindest werden auch Quereinsteiger hier händeringend gesucht, auch in Teilzeit, mit leidensgerechtem Arbeitsplatz.
Ich nehme an, du wirst viele Gründe anführen, die dagegensprechen. Und du musst auch ncht freudig losjubeln: "Das sind ja tolle Ideen!" Aber dich darüber informieren oder zumindest drüber nachdenken, ggf. mit Arzt/Psychiater absprechen, was deiner Belastbarkeit entsprechen würde.
Und eine letzte Anmerkung: Hinweise auf eine Ausweitung deines Suchradius weist du damit ab, dass man bei euch innenstadtnah schlecht parken könne und du vielleicht erstmal wieder etwas Fahrpraxis bräuchtest. Das sind absolut losbäre Probleme - aber den Teil mit "lösbar" siehst du nicht. Ja, das ist offenbar eil deiner Erkrankung. Aber vielleicht solltest du im Gespräch mit deinem Mann da mal einen "Realitätscheck" machen und - im Fall, DASS du ein Jobangebot, das ein Auto erfordern würde bekommst - nach einer Lösung suchst. Die kann man im Regelfall finden (ich wohne im Zentrum einer norddeutschen Großstadt und bin beruflich auf ein Auto angewiesen; ich habe eine Garage gemietet, zu der ich eben einige Gehminuten zurücklegen muss).
Ich denke, du musst es wirklich dringend mit einem Perspektivwechsel versuchen, dir gut überlegen, was du gerne tun würdest und realistisch auch tun KÖNNTEST, diesen Plan dann konsequent verfolgen. Klar, das ist aus deiner Sicht leichter gesagt als getan. Aber statt immer zu grübeln, warum alles nicht geht - mach lieber kleine Schritt auf dem Weg, der dich weiterbringt.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!
ich habe diesen und viele deiner anderen Beiträge gelesen. Ich möchte dir absolut nicht zunahetreten; ich habe verstanden, dass du sehr sensibel und nicht allzu belastbar bist und möchte daher auf keinen Fall noch irgendwie draufhauen - auch da man ja merkt, wie du auf - egal wie sachlich vorgetragene - Kritik reagierst. Dennoch möchte ich mal in der Gesamtschau deiner Beiträge der letzten Monate ein paar Impulse mitgeben:
Du bist aus gesundheitlichen (körperlichen wie psychischen) Gründen nicht voll belastbar und musstest dementsprechend einige beruflichen Rückschläge erleben. Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass diese Erfahrungen etwas mit dir und deinem Selbstbewusstsein machen. Aber: Es hilft dir nicht, konsequent zu externalisieren, Gründe außerhalb zu suchen und auf jede Rückfrage hier im Forum entsprechend zu reagieren. Du hattest bislang einige nicht passende Stellen.
Wenn ich deine Beiträge und Nachfragen zu Vorstellungsgeprächen, Schwierigkeiten in Arbeitsverhältnissen, der Ausbildung so lese, entsteht für mich durchaus der Eindruck, dass du dich mittlerweile relativ "wahllos" auf sehr unterschiedliche Dinge bewirbst (Verkauf - eigentlich nicht geeignet, Bibliothek (klar, das hast du studiert), Schulbegleitung. Das wirkt extrem beliebig und eben - Krankheiten hin oder her - unter dem, was du kannst und wofür du ausgebildet bist. Du sagst, die Ausbildung hat dich ausgebrannt. Ein Master-Studium würde das laut deiner Einschätzung auch. Umso unklarer ist mir, warum du es in einer derart (mental) belastenden Branche wie der Schulbegleitung versuchst. Ja, die suchen händeringend Leute - auch weil die Nachfrage hoch und die Arbeitsbedigungen schlecht sind. Aber für jemanden mit deinen Einschränkungen, geringen Belastbarkeit und hohe Sensibilität ist das einfach nichts, das muss man nüchtern so sagen. (Ich arbeite seit 15 Jahren im Bildungsbereich und weiß sehr genau, wovon ich spreche.)
Es gibt sicher Gründe darüber, dass du ein Studium wie Bibliotheks- und Informationsmanagement studiert hast. Du liebst Bücher, arbeitest gerne vor dich in, in eigener Struktur und eigenem Tempo - und mit nicht übermäßig viel Kundenkontakt, da unvorgehergesehene Situationen, herausforderndes Verhalten von Kunden etc. einfach nichts für dich sind.
Ich verstehe, dass du eine Werkstatt vermeiden willst - denn du bist eine junge Frau, die ihr gesamtes Erwerbsleben noch vor sich hat, nicht aufs "Abstellgleis" will. Du hast offenbar einen unterstützenden Partner, der dir keinen Druck macht.
Natürlich ist deine Branche nischig, das ist mir klar. Aber hast du mal über fachlich artverwandte Tätigkeiten nachgedacht? Archiv? Einen Master ggf. in Teilzeit oder einfach mit höherer Regelstudienzeit absolvieren und dann ein entsprechendes Voluntariat anstreben? Ein Bibliotheks-Volo hast du ja scheinbar nicht gemacht (ich weiß auch gar nicht, ob das ohne MA überhaupt geht). Verlagswesen? Oder - und das wäre sicher gerade mit deinen Einschränkungen eine überlegenswerte Option - Verwaltung im öffentlichen Dienst, gerade im Bereich der Archivierung etc.? In meiner Region zumindest werden auch Quereinsteiger hier händeringend gesucht, auch in Teilzeit, mit leidensgerechtem Arbeitsplatz.
Ich nehme an, du wirst viele Gründe anführen, die dagegensprechen. Und du musst auch ncht freudig losjubeln: "Das sind ja tolle Ideen!" Aber dich darüber informieren oder zumindest drüber nachdenken, ggf. mit Arzt/Psychiater absprechen, was deiner Belastbarkeit entsprechen würde.
Und eine letzte Anmerkung: Hinweise auf eine Ausweitung deines Suchradius weist du damit ab, dass man bei euch innenstadtnah schlecht parken könne und du vielleicht erstmal wieder etwas Fahrpraxis bräuchtest. Das sind absolut losbäre Probleme - aber den Teil mit "lösbar" siehst du nicht. Ja, das ist offenbar eil deiner Erkrankung. Aber vielleicht solltest du im Gespräch mit deinem Mann da mal einen "Realitätscheck" machen und - im Fall, DASS du ein Jobangebot, das ein Auto erfordern würde bekommst - nach einer Lösung suchst. Die kann man im Regelfall finden (ich wohne im Zentrum einer norddeutschen Großstadt und bin beruflich auf ein Auto angewiesen; ich habe eine Garage gemietet, zu der ich eben einige Gehminuten zurücklegen muss).
Ich denke, du musst es wirklich dringend mit einem Perspektivwechsel versuchen, dir gut überlegen, was du gerne tun würdest und realistisch auch tun KÖNNTEST, diesen Plan dann konsequent verfolgen. Klar, das ist aus deiner Sicht leichter gesagt als getan. Aber statt immer zu grübeln, warum alles nicht geht - mach lieber kleine Schritt auf dem Weg, der dich weiterbringt.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!