Und ja, man darf natürlich eigene Freunde haben. Ich sehe hier aber auch keine gewachsene Freundschaft zwischen Menschen mit gleichen Interessen (abgesehen vom Interesse am Ego-Boost).
Wieso müssen Freunde immer nur Menschen mit gleichen Interessen sein? Oder gleichen Alters?
Diese Denkweise finde ich ziemlich engstirnig...
Freundschaften kommen doch auch über Sympathie zustande, oder auch dadurch, daß man durch diese sympathischen Menschen etwas Neues kennenlernst, also vielleicht neue Hobbys und Interessen, andere Ansichten über Gott und die Welt, manchmal sogar auch andere Kulturen, das soll es auch geben!
Es wird sich doch hier und anderswo sonst immer beklagt, daß die Menschen heute immer mehr in ihrer eigenen Blase von Gleichgesinnten und wirtschaftlich Gleichgestellten verkehren.
Und daß leider viele Menschen alles außerhalb ihres Kreises und ihres Horizonts negieren, oder sogar als bedrohlich und feindlich interpretieren...
Deshalb würde ich z.B. jemand Jüngeres oder auch deutlich ältere Menschen nicht grundsätzlich aus meinem Bekannten- oder Freundeskreis streichen wollen, warum auch?
Und ein ca 20 Jahre jüngerer Mann muss auch noch lange kein "Bubi" sein, so wie das hier bezeichnet wurde.
Ein "Bubi" kann auch schon über 60 sein, denn es gibt genug Männer und Frauen, die ihr ganzes Leben lang ziemlich pubertär rüberkommen, weil sie sich nicht weiterentwickelt haben, und auch keine Lust dazu haben.
Die Hauptsache ist doch wohl, daß man sich gegenseitig sympathisch ist, daß man miteinander reden kann, und sich trotz anderer Interessen oder anderer Generation miteinander wohlfühlt.
Und bei solchen Freundschaften unterschiedlicher Altersgruppen muss man auch nicht immer nur sexuelle Absichten unterstellen...