Das schlimmste für ein Kind ist es, wenn die Bezugsperson so labil ist, dass sie Nachts weint und hadert. Ein Kind braucht das Gegenteil: Jemanden, der eine feste und starke Konstante in seinem Leben ist, jemand der einen Teenager zu einem selbstbewussten und lebenstüchtigen Erwachsenen geleiten kann. Sorry, aber da ist der TE nun wirklich kein Vorbild.
Ich habe bei und vor meiner Ex und meiner Tochter nie geweint es sei denn das wir alle geweint haben oder bin in irgendeiner Art instabil vor ihnen. Ich höre zu, ich gebe Ratschläge, ich versuche ihnen Mut zu machen, und wenn es nur eine Umarmung ist oder ich Sie Lobe, Organisiere, mach Termine etc. etc. Bin quasi der starke Mann oder dieser Fels vor ihnen.
Aber ja, ich weine fast jede Nacht, wenn es ruhig wird und alle anderen Schlafen schießen mir all die Bilder in den Kopf und ja die betrüben mich zu Tode. Verwerflich? Unmännlich?
Der TE hat keine Erfahrung mit Kindern und mit aufsässigen Pupertierenden schon mal grad gar nicht. Wenn er die Tochter zugesprochen bekommt ist niemandem gedient und die Mutter wird sich, aus lauter Sorge um ihr Kind, im Grabe umdrehen.
Ich habe auch keinerlei Erfahrung mit alten und Kranken Menschen, die Wöchentlich bei mir im Heim Sterben, oder die mir Täglich sagen sie wollen Sterben und Ihr leben beenden. Und auch hier spreche ich ihnen Mut zu, Tröste Sie, bin für Sie da auch nach meiner Schicht und versuche ihnen die letzten Tage noch eine Stütze zu sein.
Die Angehörigen, die Habseligkeiten abholen, sagen dann schon im Gespräch, das ich ihren Lieben eine große Stütze war und das Sie nur Gutes über mich Gesagt haben und froh waren das ich ihr Bezugspfleger war. Eigenlob? Mag schon sein.
Und ja, es macht einen Unterschied, ob ich von meiner Ex-Partnerin und meinem Kind rede oder "nur" von Bewohnern. Aber in 5–6 und mehr Jahren baut man eine Beziehung auf, fast schon ein freundschaftliches Verhältnis und auch hier macht es mich extrem Traurig, wenn ich den Körperlichen und geistigen Verfall miterleben muss oder die Menschen mich Umarmen und gar nicht mehr loslassen wollen und ich ihnen Versprechen muss, das ich Sie nicht im Stich lasse.
Und ja, auch da werde ich Abends traurig oder weine sogar etwas, weil ich die Menschen ins Herz geschlossen habe oder wieder mal sehe wie endlich das Leben ist.
Auch hier weine ich NIE vor den Bewohnern, oder lasse Sie meine Panik und Trauer Spüren.
Wie willst du verhindern, dass sie so endet wie du? Was willst du ihr vorleben, damit sie zu einem lebenstüchtigen Erwachsenen heranwächst? Und einer sterbenden (?) Mutter noch mehr Leid zuzumuten als sie eh schon hat, finde ich grausam und absolut empathielos. Das widerspricht völlig deiner angeblich so grossen Liebe, die du noch immer für sie empfindest.
Ich würde doch sagen, dass ich Lebenstüchtiger Erwachsener bin. Wohnung, gute Arbeit auf der ich angesehen bin, Wohnung und ich immer Ordentlich, immer alles da, was meine Tochter am liebsten hat, Ich höre ihr zu und überrasche Sie mit dingen, wenn auch Kleinigkeiten von denen Sie geredet hat. Ich Lobe Sie und ja ich Kritisiere Sie auch, denke alles ganz im Rahmen.
Ich habe schon einmal geschrieben, dass Fremde oder Kollegen etc. nie im Leben auf dem Gedanken kommen oder gekommen sind, das ich solche Probleme habe, ganz im Gegenteil um Rat und Hilfe fragen wir bei ihm an, der weiß immer was.. Aber ja, ich Schauspiele vor allem und vor allem vor meinem Kind oder der Frau, obwohl es mir zum Heulen ist und ich nicht mehr weiter weis. Eben aus dieser vermeintlichen Liebe und dafür wurde ich die letzten Jahre nicht eingebunden wie es sein Sollte.
Grausam und empathielos? Vielleicht solltest du den ganzen Thread mal in Ruhe Lesen und deine Expertise nicht auf einzelne Beiträge Konzentrieren. Angebliche große Liebe? Du hast bei aller Liebe den Schuss nicht ganz gehört.