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Wenn der Kinderwunsch die Freundschaft zerstört

Josilein

Mitglied
Ich kenne meine beste Freundin seit ca 10 Jahren. Wir haben uns kennengelernt und es war direkt ein Match und blieb es bis vor ca einem Jahr. Selbst als sie weg gezogen lst, hatten wir sehr regelmäßig Kontakt. Egal was war, wir waren füreinander da. Dazu muss man aber auch sagen, dass ihr Leben echt ziemlich perfekt lief, meins war hingegen eine Achterbahnfahrt.

Vor einem Jahr hat ihr Langzeit Freund ihr gesagt, dass er keine Kinder will. Sie wünscht sich seit Jahren nichts anderes. Wir haben monatelang jeden Tag telefoniert, auch als sie längst schon einen neuen Freund hatte. Seit Anfang des Jahres hat sie sich so gut wie nicht mehr gemeldet. Wenn sie sich gemeldet hat dann mit Memes oder Fotos aus früher. Ich habe mir das einige Zeit angeschaut und sie letztendlich darauf angesprochen. Sie hat sich verständnisvoll gezeigt und ich habe nochmal deutlich gemerkt wie schlecht es ihr durch diesen unerfüllten kinderwunsch geht.

Danach hat sich nichts geändert. Von meiner engsten Freundin ist sie zu einer fremden geworden. Ihrem neuen Freund gegenüber tut sie so als wenn alles in Ordnung wäre, aber der ist auch ausschließlich dafür da diese Kinder zu Zeugen. Nicht meine Worte!

Vor zwei Wochen habe ich die Reißleine gezogen. Sie hat sich für gar nichts mehr interessiert, ich hatte vor 4 Monaten einen großen Unfall beim Reiten, auch da hat sie nie nachgefragt. Von sich selbst erzählt sie auch nichts mehr. Sie hält mich aus ihrem Leben raus und will auch nichts mehr von mir hören. Sie war vorher die verständnisvollste Person überhaupt und plötzlich ist sie emotional total abgestumpft. Ich habe mir eine Pause erbeten und sie hat reagiert als wenns ihr völlig egal wäre. Stattdessen habe ich die Antwort bekommen, dass ich mich mal nicht so anstellen soll, sie hätte doch Memes und Bilder geschickt.

Monatelang war ich gut genug ihr über diese Trennung zu helfen und plötzlich tut sie als wenn ich eine entfernte Bekannte wäre. Sie hat mir jeden Tag geschrieben, dass sie so froh ist mich zu haben und wie sehr sie unsere Freundschaft schätzt und jetzt soll es das gewesen sein? Oder sehe ich jetzt grade ihr Ich, wenn mal nicht alles 1000% perfekt läuft?

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit Menschen und unerfülltem Kinderwunsch? Achja zur Einordnung: der Kinderwunsch ist nur verschoben. Sie ist nicht so alt, dass das nicht noch gut klappen würde. Mich macht das wirklich traurig.
 
Das hört sich für mich so an,dass es deiner Freundin gerade selber schlecht geht und sie sich deshalb nicht auf andere konzentrieren kann.
Sie war vorher die verständnisvollste Person überhaupt und plötzlich ist sie emotional total abgestumpft
Von sich selbst erzählt sie auch nichts mehr. Sie hält mich aus ihrem Leben raus und will auch nichts mehr von mir hören.
Ehrlich gesagt, empfinde ich den ( noch ) nicht erfüllten Kinder-Wunsch als einen merkwürdigen Grund,dass es ihr so schlecht geht.
Und dass sie sich so verändert hat.
Aber das,was wichtig zwischen Freunden ist,ist dass man sich für den anderen interessiert, ihn versucht zu verstehen,ihn in schwierigen Situationen unterstützt.
Das ist aber keine Einbahnstraße.
Erzählt sie vllt nichts mehr von sich,weil du deine Meinung ehrlich äußerst und sie das im Moment nicht hören möchte?

Wenn sie dir wirklich wichtig ist,dann würde ein Gespräch aus der Nähe vllt helfen.
Da aber darauf achten,dass du darauf hinweist,wie ihr Verhalten dich fühlen lässt und ihr keine Vorwürfe machst.
Ich denke,ihr geht es im Moment zu schlecht,als dass sie wirklich auf andere eingehen kann.Aus welchem Grund auch immer.
 
Ich denke nicht, dass ausschließlich der Kinderwunsch der Grund ist, warum sich Deine Freundin jetzt so anders verhält. So wie sich das anhört, war es nie eine wirklich echte tiefe Freundschaft, sondern Du war gut genug für ihre Probleme und als sie Dich gebraucht hat, war sie Dir nahe und die Beziehung war eng.

Im Moment bist Du entweder nicht mehr wichtig oder auf Warteposition gelegt. Eine wirklich echte, tiefe Freundschaft ist immer: Geben und Nehmen. Helfen, Dasein für den anderen, zuhören können. Mal braucht der eine mal der andere mehr Hilfe und Aufmerksamkeit. Aber insgesamt sollten beide immer das Gefühl haben, für den jeweils anderen wichtig zu sein und dass sich beide für einander interessieren.

Das alles scheint bei Euch nicht der Fall zu sein. Ich würde ihr klar sagen, dass das für Dich keine Freundschaft ist und dass Du nicht das Gefühl hast, dass sie wirklich Interesse hast. Und überlegen, ob Du die Beziehung beendest bzw. Dich erstmal nicht mehr meldest.
 
Das hört sich für mich so an,dass es deiner Freundin gerade selber schlecht geht und sie sich deshalb nicht auf andere konzentrieren kann.


Ehrlich gesagt, empfinde ich den ( noch ) nicht erfüllten Kinder-Wunsch als einen merkwürdigen Grund,dass es ihr so schlecht geht.
Und dass sie sich so verändert hat.
Aber das,was wichtig zwischen Freunden ist,ist dass man sich für den anderen interessiert, ihn versucht zu verstehen,ihn in schwierigen Situationen unterstützt.
Das ist aber keine Einbahnstraße.
Erzählt sie vllt nichts mehr von sich,weil du deine Meinung ehrlich äußerst und sie das im Moment nicht hören möchte?

Wenn sie dir wirklich wichtig ist,dann würde ein Gespräch aus der Nähe vllt helfen.
Da aber darauf achten,dass du darauf hinweist,wie ihr Verhalten dich fühlen lässt und ihr keine Vorwürfe machst.
Ich denke,ihr geht es im Moment zu schlecht,als dass sie wirklich auf andere eingehen kann.Aus welchem Grund auch immer.
Vorwürfe habe ich ihr tatsächlich die ganze zeit nicht gemacht. Als ich es am Telefon thematisiert habe, habe ich ihr viel Verständnis zu gesprochen und gesagt, dass sie frei sagen kann wenn ihr das grade zu viel ist. Es wäre ein Satz gewesen mich nicht ganz so im Regen stehen zu lassen, ich war nämlich tatsächlich sogar da als in meinem Leben ganz viel schlimme Dinge passiert sind.

Was mir wirklich sauer aufgestoßen ist, dass sie am Telefon gesagt hat, dass ein Arbeitskollege grade ein leichtes Burn out hat und sie jeden Tag mit ihm schreibt. Das hat mir klar gemacht, dass sie durchaus kann aber es bei mir grade wohl nicht will.

Es ging mir aber auch gar nicht so ums da sein, wir haben auch nichts allgemeines mehr gesprochen. Wenn ich was von der Arbeit oder aus meiner Freizeit geschrieben habe, hat sie teilweise einfach nicht mehr reagiert. Es geht also nicht nur um Probleme sondern wir haben nichts mehr miteinander geteilt. Ich schicke ihr liebe Grüße vom Wochenende und was ich gemacht habe und sie antwortet mir zwei Wochen später ein Meme und kein Wort zu irgendwas.

Stand jetzt ist, dass ich eine Pause erbeten habe und gesagt habe wir sprechen noch ein anderes Mal aber dass ich keine Memes und Fotos von früher mehr kommentarlos haben möchte.
 
Vor zwei Wochen habe ich die Reißleine gezogen. Sie hat sich für gar nichts mehr interessiert, ich hatte vor 4 Monaten einen großen Unfall beim Reiten, auch da hat sie nie nachgefragt. Von sich selbst erzählt sie auch nichts mehr. Sie hält mich aus ihrem Leben raus und will auch nichts mehr von mir hören.
Menschen entwickeln sich, manchmal auch in unterschiedliche Richtungen. Das liegt an den Prioritäten, die man setzt. Deine Freundin ist nicht dazu da, deine Einsamkeit zu beseitigen. Sie hat ein klares Ziel im Leben, sie möchte ein Kind. Du verstehst ihren Drang nicht, es passt nicht.
Die Freundschaft wird nicht "zerstört", sie löst sich mangels gleicher Interessen auf.
Ich habe mir deine anderen Fäden angeschaut. Du bist jetzt Ende 30, Anfang 40. Da würde ich mich darauf einstellen, dass in diesem Alter viele Frauen Kinder wollen oder bereits haben. Nimm dir am besten Freundinnen, die auch alleine sind und keinen Kinderwunsch haben.
Wenn sie sich gemeldet hat dann mit Memes oder Fotos aus früher. Ich habe mir das einige Zeit angeschaut und sie letztendlich darauf angesprochen. Sie hat sich verständnisvoll gezeigt
Diese Freundschaft war offenbar nicht so dicke, wie du dir das gewünscht hättest.
Es hat nichts mit mir sondern mit ihrer Verfassung zu tun. Ein unerfüllter Kinderwunsch kann Menschen bis zur Depression bringen und die psychische Verfassung eines Menschens hat immer Einfluss auf Freundschaft
Wenn es dir mit dieser Annahme besser geht, erfüllt sie ihren Zweck.
Hauptsache, es hat nichts mit dir zu tun.
 
Ihrem neuen Freund gegenüber tut sie so als wenn alles in Ordnung wäre, aber der ist auch ausschließlich dafür da diese Kinder zu Zeugen. Nicht meine Worte!
Von wem sind die Worte?
Kinderwunsch hin oder her. Spielt auch keine Rolle.
Im Moment zieht sie sich zurück.
Das solltest du respektieren. Wenn ihr etwas an dir liegt, wird sie auf dich zukommen.
In Freundschaften kann man nichts erzwingen.
 
Es geht also nicht nur um Probleme sondern wir haben nichts mehr miteinander geteilt. Ich schicke ihr liebe Grüße vom Wochenende und was ich gemacht habe und sie antwortet mir zwei Wochen später ein Meme und kein Wort zu irgendwas.
Wenn ihr nichts mehr miteinander teilt,dann ist das tatsächlich durch.
Manche Freundschaften distanzieren sich durch örtliche Entfernung.
Manche entwickeln sich zu selteneren aber trotzdem tiefen Kontakten.
Erzwingen lässt sich nichts.
 
Menschen entwickeln sich, manchmal auch in unterschiedliche Richtungen. Das liegt an den Prioritäten, die man setzt. Deine Freundin ist nicht dazu da, deine Einsamkeit zu beseitigen. Sie hat ein klares Ziel im Leben, sie möchte ein Kind. Du verstehst ihren Drang nicht, es passt nicht.
Die Freundschaft wird nicht "zerstört", sie löst sich mangels gleicher Interessen auf.
Ich habe mir deine anderen Fäden angeschaut. Du bist jetzt Ende 30, Anfang 40. Da würde ich mich darauf einstellen, dass in diesem Alter viele Frauen Kinder wollen oder bereits haben. Nimm dir am besten Freundinnen, die auch alleine sind und keinen Kinderwunsch haben.

Diese Freundschaft war offenbar nicht so dicke, wie du dir das gewünscht hättest.

Wenn es dir mit dieser Annahme besser geht, erfüllt sie ihren Zweck.
Hauptsache, es hat nichts mit dir

Von wem sind die Worte?
Kinderwunsch hin oder her. Spielt auch keine Rolle.
Im Moment zieht sie sich zurück.
Das solltest du respektieren. Wenn ihr etwas an dir liegt, wird sie auf dich zukommen.
In Freundschaften kann man nichts erzwingen.
Ja da hast du recht.

Es waren ihre Worte.
 
Wenn ihr nichts mehr miteinander teilt,dann ist das tatsächlich durch.
Manche Freundschaften distanzieren sich durch örtliche Entfernung.
Manche entwickeln sich zu selteneren aber trotzdem tiefen Kontakten.
Erzwingen lässt sich nichts.
Ja das stimmt. Es kam nur irgendwie recht plötzlich, zumindest hat es sich so angefühlt.

Und du hast recht, ich habe Freundinnen mit denen bin ich seit 20 Jahren räumlich getrennt bin und auch wenn man sich selten sieht, ist da eine enge Verbindung. Ich hätte das von ihr nur irgendwie nicht erwartet. Aber ich bin auch nicht die einzige mit der sie das so gemacht hat, sie hat ua. Auch ihre längste Freundin die sie aus dem Kindergarten kennt fallen lassen. Da war die Begründung die würde zu viel nach fragen, vielleicht geht das bei mir in eine ähnliche Richtung
 

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