Ich lebe in einer Beziehung, in der meine Partnerin und ich die ersten Jahre ein tolles Sexualleben hatten.
Dann kamen einige Baustellen.....
Ungewollte Kinderlosigkeit, ihre Depression verschlimmerte sich, die Beziehung struggelte.
Sex war nur noch das Mittel um Nachwuchs zu bekommen, da das nicht funktionierte, sah sie keinen Sinn mehr darin.
Heute ist es so, dass sie nicht loslassen und weitergehen möchte und ich zu einer harmonischen, liebevollen Beziehung zurückwill.
Auswirkungen auf das Sexualleben:
Sie hat absolut keine Lust darauf, macht es quasi nur für mich und man merkt einfach, dass sie einfach keine Lust empfindet oder Spaß daran hat.
Also macht es mir auch keinen Spaß, dieser Zustand ist schon gute 7 Jahre so. Ich werde jetzt 36 und ich merke, dass ich anfange mich zu verändern.
Das ist aber nicht nur der fehlende/platonische Sex, sondern einfach die gesamte Dynamik. Es ist ein Indikator, dass etwas nicht stimmt, ein Resultat.
Ich hatte immer gerne Sex und bin seit meinem 24 Lebensjahr mit ihr zusammen, langsam wird die Stimme lauter, dass meine besten Jahre bald um sind.
Ich bin tief in mich gegangen und habe mich gefragt, was mir genau fehlt. Es ist nicht nur der Akt an sich, sondern einfach die Nähe, die Zweisamkeit, die Exklusivität, dass das nur zwischen uns stattfindet. Wäre die Beziehung ansonsten sehr liebevoll und wertschätzend, würde es mich weniger stören. Man muss ja beim Sex auch nicht immer direkt an Penetration denken, gibt ja auch andere Wege.
In manchen Zeiten komme ich damit gut klar und in manchen Zeiten nicht. Ich merke aber, dass ich das nicht mehr lange aushalte bzw. nicht mehr aushalten will. Wenn ich nochmal 10 Jahre warte, ist es vielleicht zu spät.
Ich habe Fremdgänger immer an den Pranger gestellt, merke bei mir in den letzten Monaten, dass ich anfange Signale von Frauen anders wahrzunehmen und nicht sofort alles abblocke.
Das ist schlimm für mich, ich fühle mich innerlich zerrissen und frage mich oft "warum kann ich nicht einfach auf Sex verzichten"?
Es ist einfach ein Bedürfnis, auf das ich nicht dauerhaft verzichten kann und nicht mehr verzichten möchte. Natürlich will ich meine Frau auch nicht "nur deswegen" im Stich lassen.
Egal wie ich in Zukunft handeln werde, es fühlt sich falsch und egoistisch an.
Es wird aber auf eine Trennung hinauslaufen.
Alles reden, jede Hilfe wurde ausgeschlagen. Ich hätte nie gedacht, dass ein schönes Thema mal zu meinem Alptraum wird.