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Tochter wirft mir vor, dass ich sie traumatisiert habe

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133430
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Dieses "Denk mal drüber nach" ist wirklich alles andere als fair.
Beschuldigt zu werden und nicht erfahren zu dürfen, welches Unrecht man begangen hat, ist einfach nur ungerecht.
Noch ungerechter erscheint es mir, weil zwischen dem Trauma und der Gegenwart offensichtlich viele Jahre liegen, in denen wir uns super verstanden haben.
Das ist so, als würde man ein Kind heute dafür bestrafen, dass es vor 5 Jahren beim Nachbarn Kirschen geklaut hat, obwohl der Nachbar diesen Vorfall schon längst vergessen hat.

Der Vergleich hinkt, denn erwachsene Menschen sind keine Kinder oder junge Hunde, die sich gar nicht mehr erinnern können, was geschehen ist und deren Verfehlungen sich (in diesem Kontext) mit "Kirschen klauen" vergleichen lassen.
Ich habe mich da wohl sehr missverständlich ausgedrückt.

Angenommen, ich habe meine Tochter ungewollt und unwissentlich traumatisiert als sie 15 war, dann lägen nun 10 Jahre zwischen dem Trauma und der Gegenwart.
In diesen 10 Jahren hatten wir ein wirklich gutes Mutter-Tochter-Verhältnis.
Dass das Verhältnis gut war, ist nicht nur mein Empfinden.

Meine Tochter hat beruflich mit Kindern zu tun, die aus prekären Familienverhältnissen stammen.
Und in diesem Kontext sagte sie mir vor nicht allzu langer Zeit , dass sie froh sei, eine solch unbeschwerte und schöne Kindheit gehabt zu haben. Sie sprach von unserer ruhigen, beschaulichen Wohngegend, in der die Kinder damals noch gefahrlos draußen spielen konnten und sie sprach auch davon, dass sie glücklich über ihre stets liebevollen Eltern sei.

Es kann natürlich sein, dass sie all die Jahre nur dachte, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben, weil sie das schlimme Trauma, dass ihr Jahre zuvor widerfahren ist, verdrängt hat.
Nun ist dieses von mir verursachte Trauma aber plötzlich in ihrem Gedächtnis aufgeploppt.
Sie bestraft mich, für mich völlig unerwartet, für etwas, das ich ihr Jahre zuvor angetan habe, ohne mich davon in Kenntnis zu setzen, was damals vorgefallen ist.

Der Vergleich mit den geklauten Kirschen war doof.
Aber es spiegelt mein derzeitiges Empfinden wider, denn ich tappe mit dem, was ich getan haben soll, ja wirklich völlig im Dunkeln.
 
Deine Tochter wird gravierende und aus ihrer Sicht schlimme Dinge mit dir erlebt haben sonst würde sie sich nicht so verhalten.
Sie hat als Kind manchmal abends nach dem Zähneputzen heimlich Süßigkeiten gegessen.
Wenn ich das bemerkt habe, hab ich sie aufgefordet, sich noch einmal die Zähne zu putzen.
Das ging oft mit Weinen und Protest einher.
Eltern können , unter dem Deckmantel, nur das beste zu wollen, wirklich grausam sein ....

Es ist schrecklich, dass du damals solch eine traumatische schmerzhafte Geburt erleben musstest und wie blöd dich die Ärzte behandelt hatten.

Sie kann nix dafür.
Geschichten über ihre schlimme Geburt könnten sie auch sehr belasten.

Ich habe ihr nie die Schuld dafür gegeben und sie hat sich definitiv nie schuldig dafür gefühlt.
Warum auch?
Und warum sollte man eine Bilderbuchgeschichte erfinden, wenn man gefragt wird: "Wie war es bei meiner Geburt?"
 
Es ist wichtig, dass Kinder möglichst wenig Süsses bekommen.
Deshalb wird sie dir nicht böse sein..

Dein sehr grausige Erlebnis bei der Geburt war für dich traumatisch und die Ärzte haben dich inkompetent behandelt.
Es ist okay einem Kind einmal von der schwierigen Geburt zu berichten.

Berichtet man einem Kind öfter von der schwierigen Geburt kann man als Elternteil SEHR LEICHT ein Kind deshalb zum SELBSTMORD treiben, weil sich ein Kind schnell extrem schuldig für den Geburtsschmerz und seine Existenz auf der Welt fühlt.
Das Kind fängt an sich selber dafür zu hassen, wird selbstzerstörerisch und lenkt all seine Aggressionen gegen sich selber.

Ein Kind hat keine Schuld wegen dem Geburtsschmerz.

Deshalb sollte man diesen Geburtsschmerz nur einmal vorsichtig gegenüber dem Kind erwähnen...damit es nicht dadurch zum Selbstmord getrieben wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wozu über Geburt und angebliche Geburtserzählungen spekulieren, wenn die Tochter doch noch nichts gesagt hat, worum es geht?
 
Ich finde, du warst und bist eine gute Mutter. Bleib standhaft und lass dich nicht von ihr klein machen. Wahrscheinlich weiss sie selbst nicht, was du ihr angetan haben solltest.
 
Sie hat als Kind manchmal abends nach dem Zähneputzen heimlich Süßigkeiten gegessen.
Wenn ich das bemerkt habe, hab ich sie aufgefordet, sich noch einmal die Zähne zu putzen.
Das ging oft mit Weinen und Protest einher.
Eltern können , unter dem Deckmantel, nur das beste zu wollen, wirklich grausam sein ....



Ich habe ihr nie die Schuld dafür gegeben und sie hat sich definitiv nie schuldig dafür gefühlt.
Warum auch?
Und warum sollte man eine Bilderbuchgeschichte erfinden, wenn man gefragt wird: "Wie war es bei meiner Geburt?"

Du glaubst aber nicht ernsthaft, dass das mit den Süßigkeiten jetzt das Problem ist? Ich kann dir von meiner Kindheit erzählen. Die war oberflächlich gesehen in Ordnung,wenn man hinter die Kulisse schaut, war sie lieblos und von religiöser Heuchelei geprägt. Druck, Erwartungen, nie das kleinste Lob, nur Kritik und ernst genommen wruden meine Bedürfnisse von der jüngsten von 4 Kindern sowieso nicht.

Ich gehe mal davon aus, dass deine Tochter gar nicht so konkret eine Situation benennen könnte, wo was eindeutig falsch lief. Auch die Geschichte mit ihrer schweren Geburt kann man sich anhören, aber wirklich schrecklich für sie finde ich das nicht. Du solltest dir eingestehen, dass du auch nur ein Mensch bist und ich finde deine Tochter sollte das jetzt mit sich ausmachen, wie sie damit umgehen will und wie sie den Kontakt zu dir gestalten will.
 
Zuerst meinte sie, sie müsse zu weit ausholen, um mir das zu erklären. Und dazu fehle ihr die Energie.
Zum Schluss kam noch: "Denk mal drüber nach. Vielleicht kommst du selbst drauf."
Das ist heftig. Wenn sie keine Enerhie hat, wäre es besser gewesen, sie hätte mit dem Vorwurf der Traumatisierung gewartet, bis sie wieder die Energie hat. Das kommt einem Terror nahe, unaufgeklärte Behauptungen aufzustellen und Rückfragen unbeantwortet lassen.

Kolya
 
Ich finde, du warst und bist eine gute Mutter. Bleib standhaft und lass dich nicht von ihr klein machen. Wahrscheinlich weiss sie selbst nicht, was du ihr angetan haben solltest.
Vielen Dank für deine lieben Worte, Larissa.
Du glaubst aber nicht ernsthaft, dass das mit den Süßigkeiten jetzt das Problem ist?
Nein, das war eine ironisch gemeinte Antwort auf Cucarachas Aussage, dass etwas Gravierendes vorgefallen sein müsse.
Ich gehe mal davon aus, dass deine Tochter gar nicht so konkret eine Situation benennen könnte, wo was eindeutig falsch lief
Genau das denke ich auch.

Auch die Geschichte mit ihrer schweren Geburt kann man sich anhören, aber wirklich schrecklich für sie finde ich das nicht.
Auch das sehe ich ähnlich.
Der Gedanke, dass ein Geburtstrauma dahinterstecken könnte, kam nicht von mir. Ich habe ihn nur aufgegriffen und dann erzählt, dass die Geburt meiner Tochter tatsächlich kein schönes Erlebnis war.
Könnte es wohl möglich sein, dass du unbeabsichtigt und unmerklich Fehler gemacht hast?
Hast du schon mal von Entwicklungstrauma gehört, das allein durch die Art der Geburt ausgelöst werden kann?

Das kommt einem Terror nahe, unaufgeklärte Behauptungen aufzustellen und Rückfragen unbeantwortet lassen.
Ja, ich empfinde das auch als sehr gemein und unfair.
 
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